Folge 293- Joti Chatzialexiou zu Gast
Uli. Ari. Kleines, aber gar nicht so weit hergeholtes Gedankenexperiment. Du weißt, dass ich gedankenfaul bin. Ja, weiß ich. Wärst du ein kriselnder Fußballverein, wen würdest du idealerweise zuerst entlassen, den Trainer oder den Sportvorstand?
Puh, das ist mal eine schöne Einstiegsfrage. Ja, vielen Dank.
Tatsächlich glaube ich den Trainer.
Ja, weil, wir haben doch mal gelernt hier im Podcast, es ist immer das Fehler des Sportdirektors, wenn es irgendwo nicht läuft.
Aber ich glaube, der Posten des Sportvorstandes ist ja doch noch perspektivischer angelegt und noch mehr um Kontinuität bemüht, als der des Trainers, der naturgemäß halt irgendwann mal ausgewechselt wird.
Und deswegen, um das große Ganze nicht zu gefährden, ist dann wahrscheinlich doch der Trainer das kleinere Rädchen im Getriebe.
Wir haben glücklicherweise heute Besuch und einen Sportvorstand hier. JT Haccia-Lixio, herzlich willkommen, vielen Dank fürs Vorbeischauen.
Das hat mit meiner Antwort jetzt auch gar nichts zu tun.
Natürlich, natürlich.
Mutig, wie immer. Wie würden Sie denn die Frage beantworten, wenn ich sie Ihnen stellen würde? Oder entlässt mir idealerweise niemanden?
Oder beide, wie in Bochum, das geht ja auch.
Genau, das geht auch. Hatten wir erst vor ein paar Tagen. Das wäre auch eine Antwort gewesen.
Am Ende wäre es am besten, wenn man ruhig bleibt und beide nicht entlässt.
Weil es da viele Menschen gibt, die einfach für den Verein brennen.
Und das beziehe ich jetzt nicht nur auf den Klub oder auf unsere aktuelle Situation, sondern grundsätzlich, weil ich ja weiß, dass viele Leute mit Haut und Haar an ihrem Job nicht hängen, sondern ihren Job ausüben.
Das gilt für die Trainer, das gilt für den Sportvorstand.
Und dann obliegt es den Menschen innerhalb des Vereins einfach auch einen Blick darauf zu haben, holistisch vielleicht wer, wie, wann, für welche Situation dann vielleicht in Anführungsstrichen der Schuldige ist.
Im Fußball ist es ja auch so, wir sind ja ein hochemotionaler Sport oder bewegen uns halt einfach in einer Branche, die hochemotional ist.
Und da werden halt Menschen viel schneller entlassen als vielleicht in anderen Branchen. Das gehört halt einfach zu unserem Job dazu.
Akzeptiert man das dann auch so? Also der 1. FC Nürnberg befindet sich gerade mal wieder in einer hochemotionalen Phase, in einer, in der vielleicht nicht mehr alle zu einer realistischen Einschätzung in der Lage sind.
Und ist das dann tatsächlich so? Uns wird zum Beispiel auch oft vorgeworfen, wir fordern viel zu schnell Entlassungen von handelnden Personen.
Manchmal kommen Entlassungen im Fußball oder auch beim 1. FC Nürnberg aber selbst schneller, als wir sie fordern können.
Ist das was, von dem man sagt, okay, ich gehe in dieses Business und ich werde das nicht ändern, weil das nicht nur in Nürnberg, sondern in jedem anderen Standort so ist?
Das ist im gesamten Fußball, glaube ich, der Fall. Ich habe da ein bisschen anderen Blick drauf, weil ich einfach glaube, dass man durch Kontinuität Themen innerhalb eines Vereins und Vereinstrukturen dann einfach auch verändern und anpassen kann, sie optimieren kann.
Wenn du immer wieder einen stetigen Wechsel hast, kommen ja immer wieder Menschen mit neuen Ideen, mit neuen Themen.
Und das führt dazu, dass du einfach auch innerhalb der Belegschaft dann nicht mehr weißt, ja, was mache ich denn jetzt?
Wer sagt mir was? Oder ich sitze es mal aus, weil in einem halben Jahr oder einem Jahr sitzt da so oder so wieder jemand anders.
Und der sagt dann vielleicht, ich soll doch linksrum anstatt rechtsrum. Von daher bin ich eher derjenige, der glaubt und wirklich fest daran glaubt, dass Kontinuität auch einem Verein, auch Fußballverein gut tut.
Du schaltest dich einfach ein. Sie sind selber, glaube ich, mit dem Umbau des 1. FC Nürnberg noch nicht ganz fertig, so wie Ihnen der Klub vorspielt.
Da wollen wir aber vielleicht später nochmal drüber sprechen.
Sie haben, als Sie noch beim Deutschen Fußballbund gearbeitet haben, mal in einem Zeitungsartikel über Sie gesagt,
Du musst die Menschen von deinen Inhalten überzeugen, dann gehen sie den Weg mit dir.
Wie schwierig ist es gerade beim 1. FC Nürnberg, rund um den 1. FC Nürnberg, die Menschen von ihren Inhalten zu überzeugen?
Tatsächlich ist das gar nicht so schwer im Moment.
Wir sind intern eigentlich sehr nah beieinander.
Wie ich finde, gut abgestimmt.
Natürlich bewegt uns die Tabellensituation.
Das ist keine Frage.
Jetzt kann man dann sagen, es ist noch der Beginn einer Saison, aber es ist immer der fünfte Spieltag.
Es kommen Themen auf.
Natürlich hinterfragt man.
Ich bin grundsätzlich ein Mensch, der Dinge hinterfragt, der sich selbst reflektiert, der immer wieder überlegt,
wo hättest du vielleicht was verändern, anpassen können.
Das ist natürlich dann auch in solch einer Situation, in der man sich dann auch befindet.
Wo dann natürlich auch die Emotionen mit aufkommen.
Vollkommen normal.
Für mich ist es wichtig, wie wir intern damit umgehen.
Und intern haben wir wirklich einen guten Schulterschluss.
Mir wurde es anders mitgegeben, als ich hierher kam, dass ich in einen Traditionsverein komme.
Aus der Vergangenheit mit viel Chaos, Unruhen, Themen, die innerhalb des Vereins der eine dem anderen irgendwie irgendwas nicht gönnt.
Oder whatever.
Das muss ich sagen, kann ich wirklich 0,0 bestätigen.
Also ich bin im Gegenteil in einen Verein reingekommen, der aufgeräumt ist.
Wo wir uns gut abstimmen.
Ich mit meinen Vorstandskollegen super auskomme, auch mit dem Aufsichtsrat.
Und wo wir, ich meine, wir hatten letztes Jahr ja auch eine Phase, wo es nicht so gut lief und trotzdem die Ruhe bewiesen haben.
Und das ist etwas, was mich positiv stimmt.
Und wo ich einfach das, was einem Traditionsverein nachgesagt wurde, bisher so in der Form halt nicht erlebt habe.
Heißt, Sie haben am Montag auch nicht dauernd nervös aufs Handy geschaut,
nachdem Ihr Bochumer Kollege Dirk Dürfner ja am Wochenende fast wortgleich für den Trainerpartei ergriffen hat,
gesagt hat, man muss jetzt zusammenhalten.
Ganz ähnliche Worte hatten Sie in Karlsruhe auch benutzt.
Und dann sind am Montag halt beide rausklucken, was auch in Nürnberg schon mal der Fall war damals bei Kölner und Bonnemann.
Also da waren Sie sich schon relativ sicher, dass das in Nürnberg nicht passieren wird?
Ja, ich habe es ja auch aus Überzeugung gesagt.
Ja, Dirk Dürfner wahrscheinlich auch.
Ja, ja, das glaube ich.
Das glaube ich.
Ich kenne den Dirk gut.
Wir hatten uns ja dann auch bei der Liga-Veranstaltung, bei der Generalversammlung auch gesehen und uns unterhalten
und tatsächlich gesagt, dass wir uns in ein paar Tagen wiedersehen.
Aber das ist halt im Fußball dann doch manchmal anders.
Am Ende sind wir sehr eng auch miteinander abgestimmt.
Und ich glaube, das ist auch wichtig, dass man in einer Krise oder in einer schweren Situation sich Gedanken macht,
sich austauscht und dann einfach schaut, okay, wie bewertet man insgesamt die Lage?
Und das ist wichtig, dass wir intern auch die Themen bewerten und uns klar Gedanken machen,
in welcher Situation oder welche Schritte folgen müssen oder nicht folgen müssen.
Und ich glaube, da sind wir alle gemeinsam mit den Protagonisten innerhalb des Vereins einfach sehr, sehr gut abgestimmt.
Und nein, ich habe am Montag nicht auf mein Handy geguckt.
Ich schon.
Ich habe das.
Sie schon.
Gut, schön.
Aber nein, weil am Ende darf man auch da keine Angst haben.
Also ich bin kein Mensch, der Angst hat, sondern am Ende möchte ich bei mir bleiben.
Ich möchte meine Gedankengänge, meinen Weg auch gemeinsam mit den Leuten mitgehen.
Wir haben einen Plan, den haben wir besprochen, wie der auszusehen hat oder wie der aussehen kann.
Ich liebe es eigentlich, wenn immer ein Plan aufgeht.
Aber in der jetzigen Situation ist es halt einfach so, dass ich trotzdem der Meinung bin,
dass wir einen sehr vernünftigen Kader haben.
Ich der Meinung bin, dass wir jeder Mannschaft ein paar Goli bieten können, ähnlich wie im letzten Jahr.
Wir es aber vielleicht noch nicht so gezeigt haben.
Und das ist, glaube ich, im Moment der springende Punkt, dass ein paar Prozentzahlen und das Quäntchen Glück,
in Anführungsstrichen, was man sich einfach erarbeiten muss, fehlt.
Und das ist die Situation, der wir jetzt entgegensehen müssen.
Und von daher hatte ich es, glaube ich, jetzt auch schon die Tage gesagt,
bin ich einfach guter Dinge, dass wir den Bock halt umstoßen können und das Guter umreißen können,
um tatsächlich dann auch mal belohnt zu werden, wenn man vor allen Dingen auch mal ein gutes Spiel gemacht hat.
Aber es ist wahrscheinlich keine gute Situation, wenn man so früh in der Saison schon Böcke umstoßen und Ruder rumreißen muss.
Absolut, absolut. Das ist für uns alle nicht gut, weil du dich ja auch immer wieder mit anderen Themen dann noch beschäftigst.
Die fernab von, Sie haben es gerade gesagt, ein Sportvorstand muss ja auch strategisch überlegen.
Wir haben ja auch ein paar andere Themen, wo wir uns einfach verbessern wollen, wo wir Dinge optimieren wollen.
Und natürlich kommen die dann kürzer oder treten die automatisch kürzer, weil du in dem Tagesgeschäft einfach agieren musst.
Und die Situation ist halt, wie sie ist, aber du musst dich dann halt der Situation auch stellen.
Wir hatten uns kurz vor der Aufnahme überlegt, ob wir uns duzen oder sitzen.
Haben wir mit dem Sitzen jetzt gerade angefangen oder du?
Ich weiß es nicht, aber ich habe vorher schon gesagt, dass es mir...
Wir bleiben bei der Mischform.
Jeder, wie er gerade Lust hat, vielleicht.
Du hast noch zu einer Frage angesetzt, oder?
Christoph Kramer hat gerade so ein kleines Plädoyer gehalten für den 1. FC Nürnberg, auch für Miroslav Klose.
Die kennen sich natürlich von früher.
Aber so sinngemäß, glaube ich, hat er gesagt, wenn er die Wahl hat, also man muss sich halt entscheiden,
schaut man auf die Ergebnisse oder schaut man aufs Spiel?
Und er würde in 100 von 100 Fällen aufs Spiel schauen, weil die Ergebnisse dann immer automatisch sind.
Wann ist denn der Punkt erreicht, wo man halt dann doch aufs Ergebnis schauen muss?
Ich habe es tatsächlich nicht gelesen. Ich lese sehr, sehr wenig.
Das ist gut für uns, ja.
Sie könnten ein Abo abschließen. NNDE ist eine ziemlich gute Seite.
Nicht heute, auch nicht nach dem Podcast. Definitiv nicht.
Ich sehe es ähnlich.
Und ich kriege natürlich auch viel Zuspruch.
Ich weiß nicht, wie es im Netz ist und nochmal, wie es vielleicht irgendwo anders geschrieben wird
oder wie es vielleicht auch der ein oder andere Fan sieht.
Aber ich glaube auch, viele Fans, viele Menschen, die ich treffe, viele Menschen, die zu uns ins Training jetzt kommen,
beschwören ja einen und sagen, bitte...
Habe ich gestern live miterlebt?
Stimmt, beim öffentlichen Training.
Ich habe ihn nicht eingekauft.
Also der hat von mir keinen Zehner bekommen nach dem Training.
Das war tatsächlich reiner Zufall, aber es war nicht der Einzige gestern, sondern mehrere Menschen.
Und ja, sie sehen die Spiele.
Das tue ich auch.
Ich weiß auch, woher wir kommen.
Ich weiß den Gedankengang, den wir haben.
Ich weiß, mit welchen Mitteln wir arbeiten müssen.
Das sind ja alles Themen, die du in dem, wie du entscheidest und was du tust, das musst du einkalkulieren.
Das musst du für dich einfach im Vorfeld wissen.
Und in unserem Fall ist es so, ich schaue auf die Spiele, sehe, wie jetzt in Karlsruhe,
aber auch in den anderen Spielen eine Mannschaft, die vielleicht in dem einen oder anderen Punkt,
in der Offensive, Defensive vielleicht nicht die letzte Konsequenz hat.
Ich glaube, das ist vielleicht auch der Punkt, wieso wir im Moment auch nur mit einem Punkt dastehen.
Aber nichtsdestotrotz, wir wirklich sehr viele spannende Spieler wieder haben in unserem Kader.
Jungs haben, die Potenzial haben.
Und wir mit diesem Potenzial arbeiten.
Und das ist auch der Grund, wieso ich einfach auch auf unser Trainerteam anders schaue.
Ich schaue auf ein Trainerteam, die Spieler entwickeln wollen, die Spieler entwickeln können,
die Lust haben, mit den Spielern zu arbeiten, die sehr akribisch auch mit den Themen umgehen.
Weiß Gott, uns gelingt nicht alles immer.
Nicht den Trainern, nicht mir.
Das ist normal.
Und ich glaube, wir brauchen da auch eine gute Fehlerkultur, auch in unserem Sport.
So bitter es manchmal ist, wenn du dann in der 90. oder 19. plus Tore kassierst.
Und ich sage, es war jetzt bisher noch keine Mannschaft da, die uns an die Wand gespielt hat.
Die uns vor Voraussetzungen gestellt hat, die wir nicht irgendwie entgegnen konnten.
Und das stimmt mich einfach zuversichtlich auf der einen Seite.
Und auf der anderen Seite habe ich einfach den Glauben, dass es für uns wichtig ist,
in unserer Rolle und in der Rolle auch, in der sich Miro befindet,
Spieler einfach zu entwickeln.
Und wenn ich sehe, was ein Zimas letztes Jahr für einen Entwicklungsschritt gemacht hat,
was Kaspar Jander, Tim Janisch, der jetzt ein Debüt bei der Nationalmannschaft gegeben hat,
und Raphael Lubeck.
Also es sind so viele Jungs, die ich aufzählen kann, die einfach durch die Art und Weise,
wie wir mit den Jungs arbeiten, sich entwickelt haben.
Und wir natürlich dann auch Werte schaffen für den Verein.
Das darf man auch nicht vergessen.
Bestimmt kommt irgendwann mal noch die Frage zu Jander und dem Verkauf.
Ich will sie nicht vorweg greifen, aber es gibt keinen richtigen Zeitpunkt in einer Transferperiode.
Eine Transferperiode geht von dem einen Tag bis zum letzten Tag.
Und du musst in diesen Fällen vorbereitet sein auf alles, was kommt.
Und natürlich können Überraschungen kommen.
Also für mich war es auch überraschend, dass ein Championship-Verein mich irgendwann mal anruft
und sagt, die wollen den Kaspar Jander haben.
Und wir es innerhalb von ein paar Stunden ausgefuckert hatten.
Und das Thema war erledigt.
Und natürlich in einer Situation, wo viele Fans mit Sicherheit da auch traurig drüber waren, erbost, wie auch immer.
Aber schlussendlich, sage ich, hätten wir fünf Punkte mehr gehabt oder sechs Punkte mehr,
dann hätten wir wahrscheinlich alle eine Champagnerflasche aufgemacht.
Dann hätten gesagt, ey, super, so viel hat der Klub noch nie eingenommen.
Und das gehört ja dann auch zu einer Arbeit, wenn wir wieder über meine Rolle sprechen als Sportvorstand,
die perspektivisch ist, wo wir einen Langzeitblick, den habe ich nicht im Fußball.
Also da bin ich viel zu klar, auch wenn ich jetzt 20 Jahre beim DFB war.
Aber es ist eine andere Rolle, es sind andere Thematiken drin.
Da hast du nicht dieses wöchentliche Tagesgeschäft.
Und ja, das führt am Ende dann dazu, dass wir ja auch irgendwo gesunden müssen.
Ich bin hierher gekommen, wir hatten viele Verbindlichkeiten, Schulden.
Wir haben jetzt wirklich geschafft, in einem Jahr auch für den Verein viel Werte zu generieren.
Und jetzt schließt sich der Kreis wieder zu dem Trainerteam.
Und das ist etwas, was ich im Blick habe, wo ich mir sage, wir werden kein Verein sein, der jetzt aufsteigen wird.
Wir werden kein Verein sein, der jetzt irgendwie sofort oben mitspielen wird.
Wir dachten Platz 1 bis 7 ist der Plan.
Da steigen wir bei zwei, eineinhalb Plätzen zumindest auf.
Genau.
Ja, auch das finde ich ist legitim.
Ich bin halt ein sehr ehrgeiziger Mensch.
Und manchmal vom Ehrgeiz zerfressen.
Meine Frau sagt auch immer, du musst aus allem Wettbewerb machen.
Da hast du nie irgendwie Ruhe.
Das stimmt, da ist irgendwie, was war das dran.
Jetzt sehen Sie diesen Podcast jetzt gerade als Wettbewerb zwischen uns.
Ich zwischen Ihnen?
Nein, nein, das nicht.
Aber es gibt Situationen, wo ich einfach jemand bin, der sich auch gerne mal ambitionierte Ziele setzt.
Und vielleicht erreicht man sie nicht, aber trotzdem hat man ja den Willen, diese Leidenschaft und die Gier,
vielleicht auch das zu ermöglichen und zu erreichen.
Und deswegen war für mich einfach auch, und das ist in meinem Naturell, nicht zu sagen, ja gut, ich würde gerne wieder eine ruhige Saison spielen.
Dann hätten mich alle für verrückt verkauft und dann gesagt, was ist mit dem los?
Hat er überhaupt keine Ziele?
Hat er kein Ambitionsniveau?
Und deswegen habe ich gesagt, ja, ich würde mir wünschen, dass wir unter die Top 25 kommen.
Das ist eine Zielsetzung, die ich formuliert habe, wo ich wirklich irgendwann mal auch mit dem Club hin möchte.
Und von daher habe ich die ausgerufen.
Und ich lese sie immer mal wieder, wenn die Kollegen mir irgendwelche Pressespiegel etc. dann mitgeben.
Es wird einem immer wieder aufs Brot geschmiert, aber auch damit habe ich kein Problem.
Wir müssen irgendwann mal Werbung für unseren Sponsor machen.
Jetzt schon?
Das ist für unsere Verhältnisse auch immer noch relativ früh.
Aber dann nochmal zwei Nachfragen oder zu zwei Punkten eine Nachfrage.
Das bei Kasper Jander war sicherlich der Zeitpunkt seines Verkaufs.
Also dass der so nach der Verpflichtung von Fint Ule Becker und alle dachten,
oh jetzt super Mittelfeld beim 1. FC Nürnberg und so und am nächsten Tag ist dann plötzlich Jander weg.
Lag aber, glaube ich, die Enttäuschung auch daran, dass sie ein paar Wochen vorher bei uns auch gesagt hat,
eine Woche vor Ende der Transferphase braucht eigentlich keiner mehr kommen.
Und dann kommt noch dieses Saisonziel, beste 25 Mannschaften Deutschlands.
Wie sehr ist man sich im Fußball, als Verantwortlicher im Fußball auch bewusst,
dass einem die Sätze, die man ja glücklicherweise auch für uns immer mal wieder mutig raushaut,
dass sie einem drei Wochen später genauso wieder um die Ohren fliegen können,
weil sich Dinge eben geändert haben?
Das stimmt. Ich finde, man muss Mut haben, auch auf dem Platz und neben dem Platz.
Ich habe es nie verneint. Man wollte mir immer in den Mund legen,
dass ich irgendwann mal eine Deadline setze, was Kasper angeht.
Und ich habe es meistens immer offen gelassen und habe gesagt, im Fußball kann alles passieren.
Aber bei uns war es relativ deutlich.
Ja, und ich habe gesagt, wir brauchen für die letzte Woche dann irgendwann mal auch Planungssicherheit.
Wenn ich keine Planungssicherheit gehabt hätte und wenn ich mir vielleicht in dem einen oder anderen Punkt
nicht sicher gewesen wäre, dass wir möglicherweise noch einen Transfer machen,
der für uns einer ist, wo wir sagen, wir haben einen adäquaten Ersatz,
dann weiß ich nicht, wie ich reagiert hätte.
Aber ich wusste, dass wir drei, vier Optionen haben.
Und wir haben mit Adam dann jemanden aus diesen Optionen gezogen.
Eine andere Option ist uns abgesprungen, weil dann, so wie es im Fußball ist,
es einen Tag oder zwei Tage vorher da schon eine Zusage vom Spieler zum anderen Verein gab.
Und von daher war es so, dass wir wussten, dass wir reagieren können.
Und deswegen der Zeitpunkt für uns auch richtig.
Vor allen Dingen, wenn du den Gesamtverein im Fokus haben musst und dann auch unsere finanzielle Situation im Fokus haben musst.
Darf ich darüber?
Jan, da noch eine Frage und dann machen wir Sparkasse?
Alles klar.
Dann haben wir das abkackt.
Dann machen wir diesmal einfach eine Stunde bis zur Sparkasse.
Wir sind ja unter uns.
Natürlich.
Hatten Sie zwischenzeitlich doch mal ein bisschen Angst auch, dass man sich bei der Sache Jander einfach auch ein bisschen verpokert hat?
Insofern, dass die Gespräche mit dem VfB Stuttgart dann irgendwo mal, zumindest hieß es, offiziell beendet sind.
Und auch Stuttgart hätte ja 10 Millionen plus x wahrscheinlich geboten.
Und das ist ein Geld, was der Klub trotzdem nicht einfach mal so en passant ausschlagen kann.
Und die Gefahr ist natürlich, dass man einen Spieler hat, der eigentlich unbedingt weg will.
Man weiß dann trotzdem nicht, wie er wieder in die Spur findet.
Oder hätten sie es wirklich begrüßt, wenn er da geblieben wäre?
Weil es ja auch ist, dieser Transfer war finanziell, ist auch wichtig, um auch wieder selber investieren zu können.
Natürlich.
Aber auf der anderen Seite hatten wir durch die Transfers, die wir vorher getätigt haben, auch Jeltsch, Usun, Kasper.
Also wir hatten ja einige Transfers, die wir getätigt haben.
Es ist nicht so, dass wir es auch nicht ohne geschafft hätten.
Also Kasper, wir hätten die Saison auch mit Kasper spielen können.
Keine Frage.
Dadurch, dass wir Kasper dann verkauft haben, haben wir natürlich dann auch nochmal nachlegen können.
Dann haben wir mit Adam und auch mit Adriano einfach nochmal zwei Spieler am letzten Tag geholt,
wo wir der Meinung waren, dass sie zu uns passen und dass sie uns unterstützen können.
Gezockt.
Ich weiß nicht, ob man das Zocken unbedingt nennen muss.
Ich glaube, am Ende, rückblickend, und da ist man immer schlauer, ich glaube, da ist der VfB jetzt auch schlauer,
hat jeder das bekommen, was er für den Spieler haben wollte.
Und das war für mich einfach wichtig.
Kasper ist, ich habe es ihm auch gesagt, ich habe gesagt, Kasper, vielleicht ist das Problem auch, dass du einfach mit einer meiner Lieblingsspieler bist insofern,
dass ich einfach es mag, wie du Fußball spielst.
Ich deine Entwicklung sehe und weiß, was für ein Potenzial du hast.
Und ich weiß, dass wenn ich das Angebot vom VfB Stuttgart angenommen hätte, mich geärgert hätte,
weil ich einfach das Potenzial in dem Jungen sehe und weiß, dass der Junge, wenn er gesund bleibt
und wenn er entsprechend jetzt auch seine Entwicklung nimmt, wie ich sie sehe, irgendwann mal 20, 30 Millionen wert sein wird.
Und dann hätte irgendwann mal jeder gesagt, naja gut, der Jotti, der Vollidiot, der hat den Jungen verscherbelt
und hat ihn einfach so rausgegeben.
Und für den Klub ist jeder Euro, hätte ich jetzt gesagt, oder jede Million in dem Fall viel wert.
Und wir haben einfach viel mehr Millionen für Kasper in dem Transfer generiert.
Und von daher würde ich das trotz der Tatsache, dass er uns als Mensch und auch als Spieler mit Sicherheit irgendwo auch fehlt,
als Erfolg sehen.
Weil es am Ende für alle, auch für den Reisenden, der natürlich dann auch weg möchte, eine Win-Win-Situation ist.
So eine schöne Überleitung von den Millionen jetzt zur Sparkasse.
Ich wollte zur Sparkasse.
Habe ich extra gemacht.
Schönen Gruß an die Kollegen der Sparkasse.
Kadepp, der Club-Podcast des Verlags Nürnberger Presse.
Präsentiert von Club-Community-Partner Sparkasse Nürnberg.
Vermissen Sie Olaf Rebbe?
Lacht als Audiokommentar.
Als Audiokommentar.
Ich habe persönlich nichts und nie was gegen Olaf gehabt.
Also das kann man vielleicht hier in so einem Podcast auch mal klarstellen.
Und wenn wir uns sehen, gehen wir auch, so wie es sich gehört, vernünftig miteinander um.
Natürlich war es so, dass auch jetzt in meiner Rolle als Sportvorstand viele Themen hinzugekommen sind,
die ich einfach abwickeln musste in den letzten sieben, acht Monaten.
Das ist Fakt.
Aber ich war nie jemand, der sich vor Arbeit scheut, sondern das am Ende dann auch sportlich gesehen hat.
Im Gegenteil, wir sind einfach sehr eng zusammengerückt.
Ich habe eine große Unterstützung auch von vielen Menschen intern erhalten, die einfach dann auch den Schritt mehr gemacht haben,
so wie wir uns das irgendwie auch auf dem Platz vorstellen.
Und nichtsdestotrotz wusste ich, dass wir aus meiner Sicht eine sehr gute Auswahl dann getroffen haben mit dem Michi Bischof.
Unabhängig davon, dass er jetzt erst ab 1.9. dann beginnt.
Aber wir verstehen uns ja gut und da kann man sich auch das ein oder andere Mal austauschen über das ein oder andere,
was dann so auf dem Schreibtisch liegt.
Und von daher ist es so, dass diese Rolle wichtig ist.
Ich möchte sie aber in unserem Verein einfach anders interpretieren
und habe dafür auch eine andere Person gesucht
und dazu auch eine andere Stellenbeschreibung, Positionsprofil anders formuliert,
um die Dinge bei uns rund um die Akquise von Spielern, Scouting etc. dann einfach umzustellen.
Und das hat in erster Linie nichts mit der Person Olaf Rebbe zu tun.
Ich frage deshalb, weil es war ein, würde ich schon sagen, wilder Transfersommer beim 1. FC Nürnberg.
Und als dann die Ergebnisse in den ersten Pflichtspielen ausblieben,
gab es durchaus im Umfeld nicht nur Menschen, die gesagt haben, weiter so,
wie der nette Mensch, der gestern beim Training vorbeigeschaut hat bei Ihnen,
sondern es gab auch viele, konnte man lesen im Internet, konnte man hören,
wenn man sich unter Fans bewegt hat, die gesagt haben, Jotti Hacielixio kann das nicht.
Da hat Olaf Rebbe, Olaf Rebbe war dann plötzlich wieder das Mastermind der vorherigen Transfers.
Waren Sie manchmal ein bisschen überfordert in dieser Transferperiode
oder ist es dann doch so gelaufen, wie Sie es sich gewünscht haben?
Und von außen betrachtet wirkt es ja wie zwei Transferperioden eigentlich.
Erst kamen sehr viele junge Spieler aus den unterschiedlichsten Ligen und sowas.
Und ich glaube im Trainingslager in Südtirol haben Sie auch gesagt,
so mehr oder weniger ist es durch.
Also so habe ich das damals auf jeden Fall interpretiert, da ich da dabei war.
Es wurde noch der Kastrop-Nachfolger gesucht.
Und es war auch eher nicht im Gespräch zum Beispiel Oliver Willersen als Rechtsverteidiger zu ersetzen,
weil es hieß, wir vertrauen den Jungen und sowas.
Und dann gab es diese Transferphase nach dem Fehlstart, nach dem Pokal aus,
als dann doch nochmal Geld in die Hand genommen wurde zum einen
und dann vielleicht auch ein bisschen, nicht unbedingt vom Alter her,
aber schon von dem, was Sie erlebt haben im Erwachsenenfußball,
erfahrenere Spieler dazu geholt wurden.
Ist das ein gänzlich falscher Eindruck, dass das die zweite Transferperiode,
so wie ich sie nenne, so ein bisschen, auch die Einsicht war die erste,
hat nicht so ganz funktioniert?
Oder war das von Anfang an so geplant?
Geplant.
Also was geplant war, war, dass wir tatsächlich den Markt sondiert haben
und geschaut haben, welche junge Spieler haben Potenzial,
die wir möglicherweise wieder zu uns holen können.
Wo wir auch aus unserem eigenen Leistungszentrum
vielleicht auf der einen oder anderen Position nicht haben.
Und das haben wir getan, indem wir einfach mit Ayub Cajko,
mit Justin van der Hitz und wie sie alle heißen,
Christian Mandic etc. Spieler geholt haben,
für die Zukunft des Klubs und das auch sehr bewusst.
Und auch mit dem einen oder anderen sehr klare Absprachen,
wie der Verlauf und der Plan mit dem Spieler aussieht.
Das gilt für die internen wie auch für die externen.
Wenn ich jetzt Christian Mandic als Beispiel nehme,
dem hatten wir ganz klar gesagt,
dass er jetzt ja noch A-Jugendspieler ist.
Wir ihm einfach die Gelegenheit geben wollen,
in den Erwachsenenfußball schneller reinzukommen.
Das war auch die Chance,
ihn da auch von Eintracht Frankfurt wegzulotsen.
Das ist ja auch ein sehr, sehr guter Verein
und mit einer guten Struktur und mit guten Möglichkeiten.
Aber er hat einfach die Möglichkeit,
bei uns zu trainieren, zu greifen
und bekommt in der U23 einen ganz klaren Platz,
den er entsprechend für seine Entwicklung nutzen kann.
Andersrum haben wir es intern bei Erik Postner
genauso gehandhabt und haben ihm gesagt,
Erik, hör zu.
Er hatte jetzt auch ein paar Anfragen von anderen Vereinen
und wir bewusst gesagt haben,
nein, wir haben uns intern abgestimmt.
Wir wollten, dass er die Möglichkeit hat,
sich bei uns zu entwickeln.
Wir haben ihn auch da an Kaderplatz in der U23 freigehalten,
damit er in den Erwachsenenfußball reinkommen kann.
Und so haben wir das Schritt für Schritt
für jeden Einzelnen durchdacht
und bewusst auch gesagt,
wir schauen uns auch die ersten Wochen an,
schauen, wie sich die Jungs entwickeln.
Der eine adaptiert ein bisschen schneller,
der andere adaptiert ein bisschen langsamer,
um dann möglicherweise auch ein Gefühl dafür zu bekommen.
Aber nichtsdestotrotz ist es so,
dass wir schon glauben,
dass die Jungs, die wir jetzt geholt haben
oder die Jungs, die hochkommen,
also ich nehme die kompletten Jungen,
dass die einfach Potenziale haben
und uns irgendwann mal verstärken können.
Von daher war das schon eine Ausrichtung,
ich will es jetzt nicht planen,
aber eine Ausrichtung,
die wir ganz klar hatten.
Und uns war dennoch bewusst,
dass wir es nicht nur mit Jungen schaffen.
Das war ja so ein bisschen...
Aber eine Zeit lang klang das so.
Also im Trainingslager, wie gesagt,
klang das so,
eigentlich ist die Mannschaft fertig
und wenn halt noch ein Achter,
zweikampfstarker Achter...
Also ich muss Ihnen ja nicht immer alles sagen,
was ich denke.
Das ist richtig.
Wir sind auch hier in einem Podcast.
Auch hier werde ich Ihnen die Dinge sagen,
die ich auch so meine,
aber manchmal muss man ja nicht komplett
die Dinge Menschen mitgeben
und der Öffentlichkeit mitgeben.
Ich kann sagen,
dass wir intern schon das eine oder andere
im Kopf haben und hatten.
Einige Dinge haben sich nicht realisiert.
Das gehört auch zur Wahrheit.
Also die Achterposition,
wenn ich das rückblickend für mich festhalte,
war es so,
dass wir tatsächlich bei einem Spieler,
den wir unbedingt haben wollten,
lange gewartet haben,
auch eine Zusage bekommen haben,
die sich am Ende dann nicht erfüllt hat.
Das ist in unserem Business halt auch so.
Der hat Ihnen auch nicht alles gesagt,
was er wusste.
Anscheinend.
Gut, dass das nicht nur uns passiert.
Beziehungsweise hat sich vielleicht
aus seinem Blickwinkel
oder die Themen dann auch nochmal geändert,
weil dann doch ein anderer Verein
nochmal reingekriegt ist
und der Junge dann
sich das nochmal anders überlegt hat.
Aber sei es drum,
das sind Themen.
Natürlich lernt man dann irgendwo daraus.
Schlussendlich sage ich,
haben wir aber jetzt auch mit Finn
auf der Position jemanden bekommen.
Und das ist ja auch die Wahrheit
zu dem Transferfenster.
Wenn man jetzt sieht,
wir hatten da die Klub-WM
und weiß der Geier was.
Ich persönlich sage auch,
es ist ein Wettbewerbsnachteil
für die zweite Liga,
tatsächlich so früh zu Beginn,
weil wir natürlich auch angewiesen sind,
was passiert denn in der Bundesliga
und insgesamt im europäischen Markt.
Und dann kristallisieren sich nach
Champions League,
Qualifikationsspiel,
Europa League quasi,
etc.
Dinge dann nochmal heraus,
Trainingslager.
Und irgendwann mal fällt ein
Dominosteinchen um
und dann bewegen sich auch andere.
Und ich finde,
und das war unser Vorteil,
in diesem Jahr
hatten wir einfach Möglichkeiten,
auch finanzieller Natur,
hinten raus vielleicht
das ein oder andere,
was dann vor der Linie stand,
über die Ziellinie zu bringen.
Und deswegen haben wir uns einfach
einen Puffer hinten raus gelassen,
also unabhängig jetzt von dem Verkauf von Kasper.
Das ist unabhängig davon.
Weil wir der Meinung waren,
ja, wir wollen einfach in den Kader investieren.
Das haben wir auch im Vorstand
mit Stefan und Nils
auch so besprochen gehabt
und haben dann einfach
auf Marktgelegenheiten
auch gewartet und gehofft.
Und ich glaube,
in der einen oder anderen Situation,
auch da rückblickend,
haben wir am Ende
wirtschaftlich gesehen,
man stehen ja dann immer
unterschiedliche Zahlen,
auch in unterschiedlichen Portalen
und so,
wir wissen, was wir bezahlen.
Wir können es ja alle verraten.
Ja, das ist wirklich.
Genau, so hatten wir es vereinbart.
Ja.
Wir haben ein sehr finanzkundiges Publikum.
Wir haben ja gerade die Sparkasse
auch als Werbepartner.
Genau.
Da passt das wahrscheinlich
dann auch gut rein.
Aber nein, wir wissen einfach,
dass wir und welche Kapazitäten,
welche Möglichkeiten wir hatten
und wir sind da auch in unserem Rahmen
und in unseren Möglichkeiten geblieben.
Und deswegen hat das vielleicht
nach außen hin so einen Anschein.
Und ja, am Ende
liegt es natürlich dann auch immer
an den Jungs.
Das liegt auch immer daran,
wir müssen ja nicht auf Alter schauen,
sondern im Endeffekt dann auch auf die Leistung.
Aber ich weiß auch,
dass wir mit jungen Spielern
einfach andere Werte schaffen können.
Deswegen brauchst du auch eine Balance im Kader
und die haben wir gewährleistet.
Und dann ist es halt einfach auch so,
dass man einen gewissen Konkurrenzkampf auch braucht.
Und im letzten Jahr
wurde uns ja vorgehalten,
dass wir nicht einen breiten Kader hatten.
Den haben wir jetzt.
Wir haben jetzt einen breiten Kader,
haben jetzt Spieler,
denen wir aber auch Zeit geben wollen.
Noah Mabulu zum Beispiel,
der ist jetzt auch verletzt.
Aber das ist auch ein Junge,
wo wir einfach glauben,
den haben wir aus der fünften Liga geholt.
Also wenn ich jetzt gesagt hätte,
das ist unser Halsbringer im Sturm,
dann hätten mich ja einige für verrückt verkauft.
Das ist er aktuell vielleicht nicht.
Aber das ist jemand,
der wirklich sehr, sehr viel Potenzial hat
und der uns irgendwann hoffentlich
dann auch Freude bereiten kann.
Und das sind die Gedankengänge,
die wir halt intern
zu dem einen oder anderen Spieler hatten
und so den Kader zusammengestellt haben.
Wir haben jetzt Mandic und Poston
zum Beispiel angesprochen.
Ich denke auch Kusanovic zum Beispiel.
Die Art von Spielern,
wo man das nachvollziehen kann,
wo man jetzt auch nicht so erwartet hat,
dass die jetzt gleich
den ganz großen Schritt machen.
Es gibt aber jetzt auch Spieler
wie Artem Stepanov
oder Justin Vonderhitz,
von denen man schon dachte,
dass sie auch gleich
eine gewisse Rolle übernehmen können.
Gerade Stepanov ist für ein Jahr ausgeliehen.
Also dann macht es ja auch keinen Sinn,
erstmal ihn lange aufzubauen.
Hat man die vielleicht ein bisschen überschätzt
oder gemerkt,
dass nicht jeder Spieler dann doch
wie Zimas, Can Usa und Madri
beispiele in den vergangenen Jahren,
die dann wirklich erstaunlich wenig Zeit gebraucht haben,
um diesen Herrenfußballfuß zu fassen,
dass das halt nicht ein Automatismus ist
und bei jedem funktioniert.
Das ist hochinteressant.
Das ist hochinteressant.
Ich lese ja dann auch die Themen.
Wir haben im Reli Antist Zimas
mit keine Ahnung wie vielen Toren,
was waren es?
20, 30?
Ich weiß es gar nicht.
Mit wie vielen Toren verkauft.
Und das ist ein riesen Adalas,
den wir hatten im Sturm.
Das ist keine Frage.
Aber wenn ich wirklich mal zurückblicke
und schaue,
wie viele Stürmer-Tore wir im letzten Jahr hatten
zur gleichen Zeit,
da hatten wir ein Zimas-Tor.
In Ulm.
In Ulm, am fünften Spieltag.
Und im Reli hat am neunten Spieltag
sein erstes Tor gemacht.
Antist ist uns in den Schoß gefallen
am letzten Tag der Transferperiode im Winter.
Und auch da,
weil es eine Marktgelegenheit war,
sind wir draufgegangen.
Wir hätten niemals damit gerechnet,
so einen Spieler zu bekommen.
Aber der Spieler wollte unbedingt spielen.
Der hatte Bock auf Miro.
Und wir haben gesagt,
ey, supergeil.
Den nehmen wir definitiv mit dazu,
weil er uns helfen wird.
Dass wir den danach nicht mehr kaufen können,
weil wir jetzt nicht wie Wien international spielen.
Also ich glaube,
da muss jeder ein Verständnis haben
in dem Gehaltsvolumen,
in dem er sich bewegt hat.
Plus die Tatsache,
dass er natürlich auch
einen hohen Transfererlös hatte.
Also wenn ich den Stand vergleiche
und auch die Statistiken und viele Themen,
dann hat man wenig Argumente,
wenn man nur einen Punkt hat.
Aber wenn wir den Zimas nehmen,
ich meine, aufgrund meiner Herkunft
saß ich in mindestens 20 bis 25 Videositzungen,
Einzelgesprächen mit dem Miro,
Co-Trainer meiner Person und Stefanos.
Der Stefanos war ein schwarzer Hengst,
der kreuz und quer rumgelaufen ist,
der kein Verständnis hatte für Deckungsschatten,
der kein Gespür hatte,
wann er rausstechen soll,
wie er gewisse Themen machen soll.
Auch eine Laie übrigens.
Von Olaf Rebbe, oder?
Von Olaf Rebbe.
Ich sage nicht,
dass Olaf einen schlechten Job gemacht hat.
Wir reden hier auch gerne über ihn.
Das wird immer mal wieder daran erinnert.
Es ist schön.
Nochmal,
da habe ich kein Problem mit.
Und schlussendlich ist es so,
dass der Junge dann einfach in kürzester Zeit
eine enorme Entwicklung gemacht hat.
Und bei dem dann irgendwann mal auch der Knoten geplatzt ist.
Ich glaube, es war unser Derby gegen Fürth,
was wir, glaube ich, da auch 4-0 gewonnen haben,
wo dann Emreli und auch der Stefanos und so
ihre Tore gemacht haben.
Und jetzt kommen wir zu Artem Stepanov.
Ja, er ist sogar noch jünger.
Er ist jetzt 18 geworden.
Aber wenn man sieht,
was der für Veranlagungen hat,
was er für Möglichkeiten hat
und wo der Junge irgendwann mal auch hinkommen kann,
das sind Themen,
die uns einfach dazu bewegt haben,
zu sagen, ja,
wir holen wieder so einen Ungeschliffenen,
dem wir vielleicht auch gewisse Dinge beibringen müssen.
Der Artem glaubt ja immer noch,
der kann durch 4 durchdribbeln wie in der U19,
weil er es körperlich dann schafft
und weil er dann halt auch den Schritt schneller ist.
Der muss sich natürlich anpassen.
Der muss sich umstellen.
Der muss die Laufwege,
der muss gucken,
wie er sich positioniert.
Aber ich will ihm jetzt nicht zu viel Last
auf die Schultern büden,
aber ich glaube,
dass der in zwei, drei Jahren
einer der Top-Stürmer in der Bundesliga werden kann,
weil er einfach sehr, sehr viel mitbringt.
Wenn er da auch nochmal ein bisschen reifer wird
in seiner Spielweise,
vom Kopf her,
von seinem Alter her,
dann hat er einfach sehr, sehr viel Potenzial.
Und das Potenzial haben wir gesehen
und deswegen haben wir Artem
auch in unsere Mannschaft geholt.
Er hat es auch in der Vorbereitung gesehen,
muss man ehrlicherweise sagen.
Also da war ja eher der Spieler,
von dem er meinte,
okay, der ist jetzt erstmal gesetzt im Sturm.
Richtig.
Da haben wir natürlich nicht gegen
so starke Mannschaften gespielt.
Es ist dann nochmal ein anderes Niveau,
ein anderes Level,
aber man sieht,
dass in ihm ganz, ganz viel drinsteckt.
Und deswegen war es für uns jetzt auch wichtig,
dass er 90 Minuten in der zweiten Mannschaft
gegen einen sehr starken Gegner
mit Würzburger Kickers spielt.
Dass er einfach nochmal 90 Minuten brummt
und dass er jetzt gut trainiert,
was er heute auch gemacht hat.
Und das sind Punkte,
wo wir dann auch glauben,
dass hoffentlich dann auch bei ihm
mal der Knoten platzen kann.
Also so eine Stellenbeschreibung zu formulieren,
ist ja recht easy.
Man braucht vor allem aussagekräftige Adjektive,
aber natürlich auch Verben, Substantive,
einen Prädikatsverband und so.
Dann vielleicht noch,
weiß ich nicht, Adverbien hier und da.
Sie brauchen vielleicht doch etwas Hilfe?
Kein Problem.
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slash Erfolg.
Vielleicht habe ich es schon wieder vergessen.
Vielleicht habe ich vorhin nicht mal eine Sekunde
nicht ganz aufgepasst.
Wie lange bleibt Miroslav Klose jetzt noch trennen?
Das erste FC Nürnberg.
Gab es da eine konkrete Aussage vorhin in Ihrer,
oder haben Sie uns eingeschläfert mit Ihrer Antwort dann?
Nein, nein, nein, ich habe niemanden eingeschläfert.
Ich hoffe, dass Miroslav Klose,
ich habe vorhin von Kontinuität gesprochen,
ich wünsche es mir einfach,
dass Miroslav Klose hier beim Club auch länger...
Aber garantieren wollen Sie?
Ja, weil ich wie in der Transferperiode
und in vielen anderen Themen einfach Dinge nicht garantieren kann.
Ich kann auch nicht garantieren,
dass ich hier 100 Jahre bleibe beim Club,
weil das andere bestimmen.
Und das ist in unserem Job so.
Ich bin aber trotzdem niemand,
der auf diese Tagesaktualität schaut.
Ich bin auch jemand, der nicht stur ist,
aber trotzdem irgendwo eine gewisse Resilienz in sich trägt
und sagt, ich muss nicht bei jedem Buchruf
oder bei jedem ersten Zeitungsartikel reagieren
und sagen, oh Gott, oh Gott,
sondern ich muss es einfach intern bewerten.
Und ich habe versucht, mal herzuleiten,
ohne dass ich unser Podcast und die Leute
dann irgendwann mal einschläfern möchte.
Ich erinnere mich an die Antwort jetzt wieder.
Das war einfach nur meine gedankliche Faulheit.
Aber man kann es nochmal gerne versuchen.
Das kam vor mir.
Vielen Dank.
Das war noch mal zu fragen.
Herausgekommen ist in dieser Transferperiode auf jeden Fall,
also Sie glauben,
man wird die Qualitäten entdecken
in diesen neuen Spielern.
Aber es sind relativ viele neue Spieler.
Kann man uns so oder so rechnen?
Haben wir auch schon mal miteinander gehabt.
Wen zählt mehr zur Kategorisierung?
Darum geht es mir gar nicht.
Aber es kamen auf jeden Fall so viele Spieler,
dass ich mir dann denke,
das ist natürlich auch ein Zeichen ans NLZ.
Das mit der Durchlässigkeit ist jetzt erstmal
ein bisschen kompliziert.
Das haben wir gerade gesagt,
man musste reagieren auf Positionen,
ist dann wahrscheinlich in Absprache
mit Michael Wiesinger unter anderem.
die sind vielleicht im NLZ jetzt in den nächsten ein,
zwei Jahren nicht so zu erwarten,
auf der oder der Position, dass sie kommen.
Aber so gefühlt
sind jetzt erste und zweite Mannschaft
schon erstmal
voll mit externen Neuzugängen.
Also bei der zweiten Mannschaft
eine leichte Übertreibung.
Ja, bei der zweiten Mannschaft
ist es tatsächlich so.
Aber auch da haben wir den einen oder anderen
dazugeholt,
weil wir vielleicht jetzt nicht
jeden aus dem letzten Jahr
der U23 übernommen haben
oder den Vertrag dann nochmal
verlängert haben,
weil wir da einfach auch sehen möchten,
dafür ist ja die zweite Mannschaft da.
Hat der Spieler Potenzial?
Ja, nein.
Und dann gibt man ihm einfach auch eine Zeit,
zwei Jahre, maximal drei Jahre
und wenn das nicht funktioniert,
dafür ist ja auch die zweite Mannschaft da,
dass du einfach auch diese Durchlässigkeit
und diese Möglichkeit hast,
dann auch hochzukommen.
Wir hatten im letzten Jahr
37 Transferbewegungen,
dieses Jahr hatten wir 38 Transferbewegungen.
Das ist viel.
Keine Frage.
Es liegt aber auch daran,
dass wir im letzten Jahr
im Kader einiges umstellen mussten.
Auch in diesem Jahr so ist,
das hat einmal Qualitätsgründe,
positiv wie negativ,
dass es einfach Spieler und Verträge gab,
wo es nicht anders ging.
Spieler auch,
die wir nicht halten konnten,
wo es halt einfach auch klar war,
dass wir uns verlassen.
Die DNA und die Ausrichtung
und ich bin jemand,
der aus der Jugend kommt.
Ich habe mein Leben lang
auch Jugendfußball gelebt
und habe da auch sehr,
sehr viele Stationen gehabt
und bin Befürworter dafür.
Und das zeigt es ja auch dieses Jahr.
Deswegen muss ich da manchmal
immer ein bisschen schmunzeln,
wenn ich das höre.
Ich will nicht sagen,
dass es provokativ ist,
sondern am Ende ist es nur so,
dass wir weiterhin die DNA aufrechterhalten.
Wir haben vorhin gesagt,
wir haben viele junge Spieler dazu geholt,
auch externe.
Aber es ist ja auch so,
dass wir trotzdem noch viele junge Spieler
bei uns haben,
die wir unter Vertrag genommen haben,
ihnen einen Lizenzvertrag gegeben haben.
Gab es zu der Zeit vorher beim Klub auch nicht,
dass so viele Spieler aus dem Jugendbereich
einen Lizenzvertrag bekommen?
Es gab immer andere Vertragskonstellationen,
aber wo wir ganz klar auf die Jungs bauen.
Ich habe jetzt auch gehört,
dass die Jungs da nicht mehr mittrainieren können,
machen können.
Am Sonntag hatten wir Spielersatztraining,
gemeinsam mit den Jungs aus der U23,
haben die Mannschaften gemischt.
Wir haben heute gemeinsam trainiert,
haben also Spielformen gemacht
zwischen der U23 und den Jungs.
Wir haben Spieler mit Noah Keller,
Mark Kornwax,
wir haben Markus Soldic,
wir haben Spieler im Training gehabt.
Der junge Soldic ist 15, 16?
Der war bei uns jetzt schon zweimal im Training.
Wenn da jemand sagt,
dass wir beim Klub keine Durchlässigkeit haben,
dann soll er mir irgendeinen Verein,
und ich habe in meiner Tätigkeit beim DFB
wirklich in vielen Vereinen
und habe viele Themen beobachtet
und auch viele Trends beobachtet.
Und da muss ich sagen,
vielleicht kriegt man es nicht mit,
vielleicht will man es auch nicht mitkriegen,
vielleicht sieht man es auch nicht.
Aber die Jungs bekommen die Möglichkeit,
immer punktuell,
da auch sich zu zeigen.
Wir hatten mit Piet, mit Tino Jungs dabei,
die wir in der Vorbereitung auch mit dabei hatten,
denen wir einfach auch die Möglichkeit geben wollten,
jeder mit einem unterschiedlichen Weg.
Ich meine, wer weiß,
dass Piet Lasses-Gobel noch vor zweieinhalb Jahren
in der U19-Bezirksliga gespielt hat.
Der hat kein Leistungszentrum von innen gesehen,
ist ein Junge, der einfach auch…
Ich weiß es tatsächlich,
weil es mir Olaf Rebbe erzählt hat,
aber es ist das letzte Mal,
dass ich ihn erwähne.
Sie können ihn gerne erwähnen,
weil nochmal,
das ist ja auch bei Transfers so,
und jetzt auch in diesem Jahr so,
Olaf Rebbe macht Transfers nicht alleine,
ich mache Transfers nicht alleine,
wir haben ja auch Menschen,
Menschen, die Spieler sehen,
die uns Spieler empfehlen,
und wir treffen am Ende die Entscheidung.
Machen wir es oder machen wir es nicht?
Aber da verlasse ich mich,
ich sage immer,
unsere Scouting-Abteilung ist die rechte Herzkammer,
die pumpt frisches Blut in die linke.
Und wir sitzen halt in der linken
und müssen dann irgendwann mal
mit dem frischen Blut entscheiden,
was nehmen wir?
Nehmen wir den Kollegen intern?
Nehmen wir den Kollegen extern?
Brauchen wir noch auf irgendeiner Position irgendwas?
Und deswegen war Piet Lasses-Gobel
von einem Scout von uns
sehr bewusst immer wieder erwähnt worden
und irgendwann mal hat Olaf das über Weihnachten oder so,
hat er auch damals den Deckel drauf gemacht,
was ja auch gut ist.
Ich will nur damit sagen,
viele wissen das ja nicht,
woher der Junge kommt,
vielleicht mit welchen Problemen oder Themen
er einfach nochmal zu kämpfen hatte.
Der hat seinen Körper jetzt super hinbekommen,
der hat auch jetzt heute wieder im Training
einen super Eindruck hinterlassen.
Bei Tino ist es auch so,
Tino ist jüngerer A-Jugendspieler.
Der hat bei uns die Vorbereitung mitgemacht.
Wir glauben,
dass es ein riesen Sturmtalent ist,
der sehr viel Potenzial hat,
keine Frage.
Wir wünschen uns alle,
dass der irgendwann mal bei uns spielt.
Jetzt hat er mal debütiert,
jetzt hat er auch mal einen Stempel
gegen Köln aufgedrückt bekommen,
gegen einen der besten Innenverteidiger.
Und dann wusste er,
okay, alles klar,
die Messlatte ist noch hoch.
Es ist doch fatal,
den Jungen irgendwie irgendwo reinzuschmeißen.
Wir brauchen einen gewissen Plan
und der Plan ist periodisch.
Wir haben gesagt,
wir nehmen ihn mit ins Trainingslager.
Wir beobachten ihn,
wir weisen ihm einer Mannschaft zu.
Das ist die U23.
Er ist als jüngerer A-Jugendjahrgang
bei den Älteren,
gewöhnt sich an Erwachsenenfußball,
macht dort seine Spiele,
macht hoffentlich seine Tore.
Er hatte jetzt viele Chancen,
hat seine Tore nicht gemacht.
Aber wir wissen,
irgendwann einmal kommt das.
Irgendwann einmal wird er auch da
seine Erfahrungen sammeln
und dort sich dann auch
entsprechend entwickeln.
Und für ihn ist es jetzt
genau der richtige Plan,
aus meiner Sicht,
sich dort bei den Jungs
durchzusetzen,
zu spielen.
Und dann setzen wir uns
im Dezember wieder hin
und werden dann schauen,
okay,
wie sieht die Wintertransferperiode aus?
Verändern sich Dinge?
Wie hat er sich entwickelt?
Bleibt er da?
Bleibt er nicht da?
Beim Kollegen Ciomento,
der jetzt leider verletzt ist,
haben wir es eh nicht gemacht.
Wir haben uns intern besprochen
mit den Kollegen
aus dem Leistungszentrum,
haben dann am Ende gesagt,
ja,
das ist jemand,
der bleibt bei der U19,
weil er dort seine Tore schießen kann.
Also den haben wir nicht hochgezogen,
weil wir auch den Piet haben.
Also ich will nur damit signalisieren,
selbstverständlich unterhalten wir uns
und sprechen über jeden einzelnen Spieler
und schauen,
wenn jemand die Leistung bringt,
dann hat er bei uns auch die Möglichkeit.
Und der Miro ist der letzte Trainer
und das dafür schätze ich ihn
und mag ihn auch sehr,
nicht nur als Mensch,
sondern dann auch als Trainer,
der einfach auch den Mut hat,
den einen oder anderen
dann auch immer wieder reinzuschmeißen.
Und in dem letzten Jahr war es so,
dass wir teilweise
Spieler bevorzugt haben,
die jünger waren als Ältere.
Wohlwissend ist Ältere,
möglicherweise irgendwann nochmal,
und das ist in vielen anderen Vereinen auch so,
in der Kabine auch mal Stunk machen können,
wenn sie nicht spielen,
weil man glaubt,
dass man vielleicht zu etwas höheren Berufen ist.
Und diesen Mut,
den werden wir in der Konstellation
hoffentlich dann nicht verlieren
und der ist auch in der Ausrichtung von uns,
ganz klar.
Macht Robin Knoche gerade Stunk in der Kabine?
Nein, macht er nicht.
Im Gegenteil.
Er ist einfach ein guter Kapitän,
angefressen,
aber das ist,
sorry,
aber das ist genau das,
was ich auch von einem Spieler wünsche,
weil er einfach noch
in seinem Alter trotzdem
die Leidenschaft hat
und den Willen hat,
in der Startelf zu stehen.
Und natürlich ärgert ihn das.
Es ist aber nicht der Fall,
dass er in der Kabine Stunk macht,
sondern im Gegenteil.
Wenn man sieht,
wie er auch bei Spielen,
wo er auf der Bank jetzt saß,
in die Kabine geht
und da halt einfach auch nochmal
als Kapitän auftritt,
ist das genau das,
was ich mir von Spielern wünsche.
Und Chris Martenia
ist ein ähnliches Beispiel.
Also im Gegenteil,
ich würde mir vielleicht noch
den einen oder anderen
Chris Martenia wünschen.
Der wusste von seinem Schicksal.
Natürlich weiß er von seinem Schicksal,
aber trotzdem geht er mit seinem Schicksal
so um,
dass es der Mannschaft hilft.
Das ist ein großer Unterschied.
Ich will auch gar nicht unbedingt
auf Robin Knoche
da jetzt bei Robin Knoche hängenbleiben,
sondern damit auch ein bisschen wieder,
bevor wir dann zum Scouting noch kommen
und zu den Veränderungen dort,
aber damit auch wieder
zum Trainer Miroslav Klose kommen,
von dem man durchaus den Eindruck haben könnte,
als außenstehender Beobachter,
der nicht alles mitbekommt,
und dass ihm so die ganz klare Linie
immer mal wieder fehlt
oder grundsätzlich fehlt,
ist vielleicht auch ein bisschen gemein,
aber es war letzte Saison,
startet man mit einer Viererkette
in die Saison
und merkt dann irgendwann,
funktioniert nicht
und es wird zur Dreierkette.
Diese Saison startet man
mit einer Dreierkette,
richtet da sicherlich auch
die Transfers darauf aus,
wenn man nicht ganz verrückt geworden ist
und schmeißt das dann
innerhalb kürzester Zeit
wieder über den Haufen
und muss dann auch den Kapitän sozusagen opfern,
weil der angeblich nicht ins neue System passte.
Wie erleben Sie den Trainer denn da?
Es ist richtig,
wir haben unsere Systeme umgestellt,
die haben uns zu der damaligen Zeit geholfen,
wieder erfolgreicher zu sein
und geholfen,
dass wir auch Punkte bekommen.
Das war dann im Sinne von Robin,
weil wir gesagt haben,
ja, das ist ein wichtiger Faktor,
wir wollen, dass er auch spielt,
deswegen hatten wir ihn ja auch
als Führungsperson und als Spieler
dann auch entsprechend verpflichtet
und geholt.
Und jetzt sind wir in einer Situation
und das gehört einfach auch mit zu unserem Fußball,
dass sich jeder dem Leistungsgedanken,
also jeder ist dem Leistungsgedanken unterliegen.
Das ist nun mal so.
Und auch Robin Knochen,
auch ein Kapitän.
Und wenn man dann schlussendlich der Meinung ist,
dass vielleicht ein paar Themen bei Robin fehlen,
die ein anderer Spieler mitbringt
und sich deshalb für den Spieler entscheidet,
dann ist das eine Entscheidung Richtung Mannschaft.
Und in dem Fall ist es natürlich dann ärgerlich,
vor allen Dingen,
wenn du dann auch mit Robin einen Kapitän hast,
der dann auch auf der Bank sitzt
und wir natürlich auch zu Beginn in der Kaderplanung
sehr häufig über eine Dreierkette nachgedacht haben.
Aber, und jetzt kommt das Aber,
auch in der Gesamtzusammenstellung,
ich hatte es vorhin gesagt,
mit der Breite,
aber auch mit dieser Variabilität,
die wir uns für den Kader gewünscht haben,
waren für uns einfach Themen klar,
dass wir in dem einen oder anderen
einfach nochmal ein bisschen mehr Variabilität benötigen,
um Spiele auch spieltaktisch verändern zu können
oder auch anpassen zu können.
Das konnten wir im letzten Jahr nicht.
Da waren wir zu limitiert,
zumindest aus unserer Sicht
oder auch aus Trainersicht,
aber es war auch meine Sicht,
da gab es keine Trainersicht
und sportliche Leitungssicht.
Und deswegen haben wir das jetzt
in irgendeiner Form auch mitbekommen.
Und wenn wir jetzt zum anderen Transfer noch kommen,
von Tim,
ja, wenn wir die Möglichkeit haben
und wir wissen,
dass Tim,
und das war zumindest zu Beginn der Transferperiode,
anders formuliert,
auch glauben Sie nicht,
dass ich nicht bei Hoffenheim angerufen habe
und gefragt habe,
können wir den Tim nicht vielleicht doch nochmal länger behalten,
wie wir es jetzt bei Berkay gemacht haben.
Das ist ja auch ein Vorteil von Lein,
wenn ich jetzt die Entwicklung von Berkay sehe,
das ist mit unser bester Spieler im Moment auf dem Platz,
das ist brutal,
welche Entwicklungen er genommen hat.
Und wenn man dann jetzt
Tim mit seiner Geschwindigkeit,
mit dem wir,
dass er weiß,
wie wir Fußball spielen wollen
und wie wir im Ballbesitz
gegen den Ball agieren wollen,
ist es eigentlich ein No-Brainer,
zu sagen,
auch da hinten raus,
das sind genau die Türen,
die sich dann am Ende öffnen
und wo wir einfach die Hoffnung hatten,
dass vielleicht dann auch das eine oder andere passiert,
was uns möglicherweise
in der Gesamtkonstruktion helfen kann.
Und dass es für Robin ärgerlich ist,
steht im Moment außer Frage.
Hatten Sie auch die Hoffnung,
dass Robin Knoche vielleicht
sich seine Situation noch einmal reflektiert
und auf sie zukommt,
vielleicht mit dem Wunsch nach Veränderung,
weil momentan ist ja niemandem geholfen?
Nein, gar nicht.
Gar nicht,
weil du auch nie weißt,
wie sich Themen verändern.
Sorry,
da müssen sich zwei verletzen
und dann brauchen wir natürlich dann halt auch
immer wieder einen adäquaten Ersatz,
den du dann auch bringen kannst.
Und wir haben zu keiner Zeit
a, drüber nachgedacht
und b, auch mit Robin oder Berater
oder mit wem auch immer drüber gesprochen,
weil schlussendlich
gibt es jetzt hier Entscheidungen,
aber unser Spiel ist schnelllebig.
Da müssen ein, zwei Dinge vielleicht passieren
oder wie gesagt, Verletzungen,
andere Themen
oder dass er auch über Leistung
einfach so gut im Training ist,
dass die Trainer am Ende dann sagen,
ja gut, dann muss er doch spielen,
weil er hat es ja auch schon
in der Viererkette bewiesen.
Es ist jetzt nicht so,
dass Robin nur Fünferkette spielen kann.
Aber das ist die Entscheidung
und die Entscheidung obliegt dann am Ende
auch dem Trainerteam zu sagen,
das ist der Weg,
den wir jetzt gehen wollen.
Ich will jetzt keinen Innenverteidiger,
keinen Innenverteidiger-Podcast draußen machen,
aber es sind relativ viele Innenverteidiger
und es wurde durch die Abkehr
von der Dreierkette
eine Planstelle in der Innenverteidigung
erstmal gestrichen.
Ich bin mir sicher,
Sie können alle Verpflichtungen
oder alle Innenverteidiger,
die hier sind und hier geblieben sind
oder neu dazugekommen sind,
gut erklären.
Aber was ist die Idee,
was war und ist die Idee
hinter der Laie von Tarek Buchmann?
Tarek ist leider jetzt verletzt
für mehrere Wochen.
Tarek Buchmann ist ein Spieler,
den ich aus meiner Zeit
in der Nationalmannschaft kenne.
Er war im Alter,
als sie in der U17 gespielt haben,
der beste Innenverteidiger Deutschlands.
Er hat danach leider
sehr, sehr viele Verletzungen gehabt,
Rückschläge erlitten
und
ich habe mich dann
natürlich auch mit Verantwortlichen
vom FC Bayern über Tarek unterhalten,
auch mit seinem Berater unterhalten,
auch in dem Trainerteam unterhalten
und zu der Zeit
war es ja auch so,
dass wir
nicht wussten,
ob
noch irgendwie
irgendein Fenster
auch bei irgendwelchen Spielern
in der Innenverteidigung aufgeht.
Und wir uns auch gesagt haben,
Tarek kann beides spielen,
also Dreierkette
und Viererkette.
Das war ein Punkt.
Das war Vorgriff auf den System
Formationswechsel?
Nein, nein, nein, nein,
aber das war eine Überlegung,
also
weil wir
natürlich wissen,
dass
Andre Robin
eher
in der Dreierkette
sich wohler fühlen,
aus
ihrer Art,
wie sie Fußball spielen
und beim
Tarek war es auch so,
Tarek kann
sowohl
mit seinem rechten
als auch mit seinem linken Fuß
sehr gut Fußball spielen,
also ist
beidfüßig,
den hättest du
sowohl auf der einen
als auch auf der anderen Seite
selbst sogar
in der zentralen Position
stellen können,
also er hat eine große
Variabilität,
das einzige,
was er nicht hat,
ist Spielpraxis
und
das war ein Thema,
wo wir uns lange
drüber unterhalten haben,
aber gesagt haben,
wenn wir die Möglichkeit
bekommen,
ihn aufzubauen,
wenn wir die Möglichkeit
bekommen,
ihn auch ins
Spielen zu bringen,
hat er einfach
echt große Qualitäten,
weil er ein gutes Tempo hat,
Körpergröße,
die uns
zum Teil ja auch
gefehlt hat
und ein Thema war
und einfach noch
sehr,
sehr viel Potenzial
und vielleicht ergibt sich
auch die Möglichkeit,
dass ein Tarek Buchmann
dann irgendwann mal
vielleicht auch für sich
die Entscheidung trifft
und sagt,
hey,
dann komme ich zum 1. FC Nürnberg
und spiele beim 1. FC Nürnberg
und lasse mich dort aufbauen,
plus auch die Tatsache,
dass Trainer von ihm
beim FC Bayern München
mir
und auch die sportliche
Leitung gesagt hat,
dass das auch
ein Kaderspieler für den FC Bayern München
aktuell immer wieder
auch in den Diskussionen
und in den Gesprächen
der Name Tarek Buchmann fällt
und wenn ein Spieler
für Bayern München
in dem Kader
eine Relevanz haben kann,
dann glaube ich,
sollten wir
nicht so ignorant sein
und möglicherweise
auch so eine Laie ausschlagen
und wie gesagt,
jetzt war er auf einem guten Weg,
hat sich jetzt leider verletzt
und wird, wie gesagt,
jetzt mehrere Wochen ausfallen,
aber das ist die Geschichte
und die Herangehensweise
zum Kaderbuchmann.
Das wird den Etat
wahrscheinlich nicht zu sehr belasten.
Und das kommt halt
bei der einen oder anderen Laie
auch dazu.
Deswegen macht man Laien,
dass man einfach auch weiß,
okay,
du hast einfach
eine Möglichkeit,
die sich öffnet.
Und nochmal,
ja,
ich glaube,
wir haben sieben Laien,
wenn ich es jetzt
genau zusammenrechne
und für mich ist
Berger Jilmatz
ein sehr positives Beispiel.
Ich dachte,
acht Laien waren es, oder?
Sind es acht?
Ja, ich will es hören,
aber gut.
Dann sehen Sie nochmal nach.
Ich schaue nochmal nach.
Wir haben ja nochmal Werbung
bestimmt eins,
können wir gemeinsam nochmal drüber gehen.
Sei es drum.
Aber Berger ist ein sehr positives Beispiel.
Wir hatten auch Beispiele,
die nicht funktioniert haben.
Janni Serra hat letztes Jahr
nicht funktioniert.
Das gehört leider.
Dann froh,
dass er nur geliehen ist.
Wie bitte?
Da ist man dann auch froh,
dass der Spieler nur geliehen ist.
Und dann ist man auch natürlich froh,
wenn er geliehen ist,
weil wenn du dann einen Kauf machst,
dann hast du Probleme,
die wir jetzt mit dem einen
oder anderen Spieler
einfach auch hatten,
den wir nicht im Kader sehen.
so und den du dann vielleicht
dann doch nicht irgendwie
A, überzeugen konntest,
vielleicht zum anderen Verein zu gehen
oder B, auch der Markt,
der wirklich übersättigt teilweise ist
von vielen Spielern.
Also mit Verlaub,
ohne jetzt auf die anderen zu gucken,
aber es gibt viele Mannschaften,
die auch einen relativ großen Kader haben,
ob es jetzt in der Bundesliga ist
oder auch in der zweiten Liga.
und von daher ist es dann manchmal auch schwer,
den einen oder anderen
irgendwo anders auch runterzubekommen.
Auch weil die Verträge
einfach so gut dotiert sind,
dass der eine oder andere,
ohne Namen zu nennen,
sich dann überlegt,
vielleicht doch dieses Jahr
hier auszusitzen,
obwohl es gerade in der Phase
der Karriere ist,
wo man eigentlich Fußball spielen müsste.
Genau.
Und jetzt kommt wieder meine Ehrgeiz.
Sowas ärgert mich,
weil ich einfach sehe,
und das hat wenig jetzt erstmal
mit meiner Klubbrille zu tun
oder als Vereinsbrille,
sondern wenn es Spieler gibt,
die so viele Möglichkeiten
und Potenziale haben
und die einfach auch noch
in einem Alter sind,
wo sie vorankommen sollten,
müssten,
dann verstehe ich es nicht.
Ich verstehe es einfach nicht,
dass man sich gegen
das Fußballspielen entscheidet,
weil so viele Möglichkeiten
bekommen so viele Menschen nicht,
in diesem Job tätig zu sein.
Und dann muss es jeder
für sich selber entscheiden.
Und dann müssen wir aber auch
klar sein,
in unserem Handeln
und in unserem Tun
und dann auch wissen,
wohin die Reise geht.
Und klar,
wenn man dann gut verdient,
kann man sich drauf ausruhen,
aber es müssen ja noch
ein paar Jahre
dann in die Kassen gespielt werden.
Also das kommt ja auch noch hinzu.
Acht Leitspieler sind es.
Berger Jelmers,
muss man noch mit dazu rechnen.
Vielleicht fällt der da manchmal
dann raus aus den Rechnungen.
Nein, nein, den habe ich auch schon.
Aber sind es 18?
Rechnungen.
Wenn ich das jetzt zusammenfasse,
dann war der Transfersommer
eigentlich gut und geplant
und es dauert nur noch ein bisschen,
bis die Mannschaft das auch
auf dem Platz zeigt,
weil auch der Trainer gut arbeitet.
Ist das richtig?
Du wolltest schon immer mal
Spanisch lernen,
um im Urlaub
endlich problemlos zu bestellen
oder italienisch,
um dich mal richtig
mit der Familie
deines Partners zu unterhalten?
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Zusammengefasst?
Klingt mir sehr positiv.
Wir reden hier manchmal anders
in diesem Podcast
über den Verein.
Könnt ihr meinen,
Sie arbeiten für den?
Ich arbeite für den.
Ich habe ja
eine gewisse Überzeugung.
Sonst wäre ich,
glaube ich,
auch fehl am Platz,
wenn ich nicht den Glauben hätte
auch an ein paar Spieler
und auch an unsere Jungs.
Ich hatte gesagt,
dass ich zufrieden bin
mit dem Transfersommer.
Und das bin ich tatsächlich,
weil ich wirklich glaube,
dass wir wieder
sehr, sehr interessante
Spieler haben.
Und wenn man auf
Veranstaltungen ist,
wenn man in Stadien ist,
dann kriegt man ja auch
Zurufe von Kollegen,
die sich Spieler anschauen,
die dann sagen,
hey,
ihr habt wieder spannende Jungs,
die sogar für uns
interessant sind.
Deswegen sind wir da.
Und das ist trotz
des fünften Spieltags
und Tabellenplatz 18
ein Punkt der Fall,
was einem positiv stimmt.
und wo ich mich jetzt
vielleicht wiederhole,
aber sage,
ja,
es war jetzt nie so,
dass wir wirklich
irgendwo komplett
unterlegen waren.
Und es wird auch mal
ein Spiel geben,
wo du eine Watsche bekommst
und irgendwie vielleicht
mal 3-0 verlieren wirst.
Auch das wird passieren.
Das hatten wir
im letzten Jahr auch.
Und dann wird es aber
auch wieder Spiele geben,
wo du die Dinge
drehen kannst.
Von daher sage ich,
bin ich zufrieden.
Ja,
ich weiß gar nicht,
ob es einen perfekten
Sommertransfer
jemals geben wird.
Weil ich glaube,
da immer wieder
Themen mit reinkommen
und am Ende,
wenn man so viele
Transferbewegungen macht,
ich sage ja dann immer
so ein bisschen
aus Spaß ernst,
wenn man 10 Transfers
tätigt,
dann sollten
6 bis 7
bei uns
klappen müssen,
weil wir es
finanziell nicht anders
stemmen können.
Da haben vielleicht
andere Vereine
andere Möglichkeiten,
die Zahlen zu justieren.
Aber ich sage,
wenn 6 bei uns
funktionieren,
dann ist das schon
eine sehr, sehr gute Zahl.
In England
spricht man meistens
von 40 Prozent,
aber die haben einfach
andere Möglichkeiten.
Bei uns müssen
die Dinge klappen,
funktionieren.
Und von daher
weiß ich gar nicht,
ob dieser
Perfektionismus
in einem
Transfersommer
jemals von
irgendjemandem
so deklariert
werden kann.
Das heißt,
es sind immer
ein paar Graupen
dabei.
Aber ich würde es
natürlich nicht so
formulieren,
weil es gegen
unsere Jungs wäre
und am Ende
ja,
also gibt es
vielleicht auch
das eine oder
andere,
wo man dann,
wenn man den
Spieler
näher kennenlernt,
wenn man ihn sieht,
wie er trainiert,
wie er möglicherweise
spielt,
dass man am Ende
sagt,
ja,
okay.
Vielleicht passt es
nicht und das hast
du,
ich bin von überzeugt,
egal,
wer hier auf dem
Stuhl sitzen würde,
in der Funktion als
Sportvorstand,
Sportdirektor,
Chefscout,
Kaderplaner,
was auch immer,
ich glaube,
am Ende hast du
immer mal das
eine oder andere,
wo du dich auch
selber hinterfragst
oder den Spieler
hinterfragst.
Ich glaube,
das ist normal.
Und es fällt dann,
wenn man einen
Spieler für,
wie jetzt wir,
für viele Millionen
oder bei
Eintracht Frankfurt
für 90 Millionen
oder so,
dann fallen natürlich
andere Themen
oder bei Bayern München
oder so,
die fallen ja einfach
dann so ein bisschen
unter den Teppich.
Dann ist es so
und dann ist es
einkalkuliert
und ich finde auch
diese Mischkalkulation,
die wird es im Fußball
immer geben.
Deswegen würde ich nie
von einem perfekten
Sommer sprechen können.
Gibt es Spiele,
bei denen Sie wirklich
überrascht waren,
dass es nicht funktioniert hat?
Weil man eigentlich
vom Bauchgefühl her
und von allem,
was das Profil betrifft,
eigentlich gedacht hat,
das müsste funktionieren?
Ich habe vorhin
Janni Serra genannt.
Janni ist ein Spieler gewesen,
den ich aus der Vergangenheit
kannte,
wo wir dann halt einfach
auch uns nochmal informiert hatten,
damals mit Olaf,
und gesagt haben,
okay,
der Junge,
der hat in Dänemark
jetzt schon,
war da voll im Training
und so weiter und so fort,
der bringt uns Körpergröße,
das ist ein Spieler,
der den Ball halten kann.
Und das war unser Mindset zu ihm,
das waren die Rückmeldungen,
die wir teilweise dann auch
durch Testspiele
und andere Themen bekommen haben.
Und ich war erschrocken
über seinen Leistungszustand
im Pokalspiel gegen Saarbrücken.
Das sah ich auch auf der Tribüne
und habe gesagt,
das kann doch nicht wahr sein.
Und daraufhin haben wir dann
die Reißleine auch bei ihm gezogen
und haben gesagt,
ey, wir bereiten nicht einmal
komplett fünf, sechs Wochen auf,
weil es einfach wichtig war,
dass er wieder auf ein Niveau kommt,
wo er möglicherweise
seine Stärken einbringen kann.
Es hat am Ende nicht funktioniert,
aber das Gute daran ist,
ja, es war eine Laie.
Man hat aber auch gesehen,
wie wir mit Laihspielern
trotzdem umgehen,
weil wir hätten auch sagen können,
weißt du was,
im Winter schicken wir dich
wieder zurück
und lass gut sein.
Was wir bei Michael Sefczyk
zum Beispiel gemacht haben.
Was wir bei Michael Sefczyk
gemacht haben,
weil es aber auch
andere Voraussetzungen waren.
Weil der Junge
einfach wusste,
dass er bei seinem Verein
oder vielleicht dann auch nochmal
ausgeliehen werden kann.
Das war zumindest die Diskussion,
der einfach noch in einem
Stadium ist,
wo er sehr jung ist
und einfach spielen wollte.
Ich will jetzt nicht sagen,
dass Janni nicht spielen wollte,
aber da waren andere Voraussetzungen
einfach gegeben
in seinem alten Verein.
Und deswegen sind wir da sehr
vernünftig mit umgegangen.
Und am Ende,
ja, hat es nicht gematcht.
Und das ist jetzt aber mein Aber.
der Janni war in jedem Training
und war auch insgesamt in der Kabine
jemand, der sich hat nie hängen lassen.
Also der nie irgendwie irgendwo,
ich will jetzt gar nicht von Stunk oder sowas,
im Gegenteil.
Also es war immer jemand,
der trotzdem irgendwo versucht hat,
das Beste auch für sich dann
da rauszuziehen.
Und das ist ja auch wichtig,
dass der Charakter des Spielers
dann einfach auch zu der Truppe passt.
Wollen wir noch zum Scouting?
Ich hatte eine.
Ja.
Bitte.
Vorher noch eine Frage,
was mir auffallend ist.
Sie haben jetzt sehr viel
über diese ersten fünf Liga
oder sechs Pflichtspiele
der Saison gesprochen.
Machen Sie eine klare Zäsur
zur letzten Saison?
Weil es natürlich auch viele Menschen gibt,
die sagen,
ja gut,
der jetzige Zustand
oder jetzige Situation
ist das eine.
Wenn man aber den Gesamttrend beachtet,
auch die letzte Rückrunde
war hinten raus nicht gut.
Man hat jetzt von den letzten 14 Pflichtspielen
zehn verloren.
Wenn man es in der Gesamtheit sieht,
ist der Trend halt nicht erst
seit dem Sommer bedenklich,
sondern schon in der Rückrunde
der letzten Saison.
Die Vorbereitung lief holprig.
Man muss auch mal
die Gesamtentwicklung betrachten.
Was würden Sie dem entgegnen?
Oder machen Sie da wirklich
einen Schnitt und sagen,
was in der vergangenen Saison war,
interessiert nicht mehr.
Neue Mannschaft,
neuer Kader,
selber Trainer.
Da ist ein Stück Wahrheit mit dabei.
Also du musst die Dinge trennen.
Natürlich kannst du sie
in dem Kontext,
in dem wir uns jetzt bewegen,
auch wieder reinmischen.
Ich sage,
es ist ein alter Kader gewesen,
es ist ein neuer Kader gewesen.
Wir wissen die Thematiken
oder die Probleme,
die wir im letzten Jahr dann hatten,
weil einfach auch,
wir können es uns halt nicht erlauben,
dass einige unserer Führungsspieler
nicht spielen.
Jens Kastrop hatte nicht gespielt,
Janis Santist war eine Zeit lang gesperrt,
Zimas hat,
was habe ich da alles gelesen,
der Vertrag und
die Brighton-Verletzung
und Brighton wollte nicht,
dass er spielt.
Er hat jetzt erst am Wochenende
sein erstes Pflichtspiel gemacht.
Hat lange leider noch aussetzen müssen
in der Vorbereitung.
Also nicht immer alles glauben,
was irgendwo steht.
Was wir jetzt.
Was Sie dann schreiben.
Das schreiben wir uns
in die Podcast-Beschreibung.
Nicht alles glauben,
ist ein schöner Folgentitel.
Wenn ich vielleicht auch
einen Werbeblock bekomme,
dann würde ich dafür
mit Sicherheit werben.
Wenn Sie dafür bezahlen,
haben Sie ja selber.
Sie haben ja jetzt viele Millionen.
Das heißt,
die Jander-Millionen
fließen in Kanteb.
Persönlich habe ich sie nicht.
Von daher
kann ich sie leider
auch nicht sponsoren.
Aber
ja,
insgesamt klar,
kann man das
so sehen.
Ich glaube auch,
dass wir
jetzt,
und das gehört ja dann auch
irgendwo mit
zur Wahrheit,
hinten raus einfach nochmal
ein paar Transfers getätigt haben.
Mit Zoma,
mit
Makiev,
mit Grimaldi
und so weiter und so fort.
Demba,
der dazu gekommen ist,
jetzt nochmal vier
Spieler mit
einer aus meiner Sicht
hohen Qualität,
guten Qualität
nochmal mit in den Kader
gekommen sind.
Und
deswegen ist es auch gut,
wenn das Trainerteam
auch die Zeit bekommt,
dann auch mit den Spielern
arbeiten zu können.
Jetzt
Scouting.
Sie haben über die
rechte Herzkammer
gesprochen,
die das Scouting
darstellt
und dass sie eigentlich
grundsätzlich zufrieden sind
mit dem,
wie die
Spielerverpflichtungen
liefen
in der Vergangenheit,
bauen das Ganze
jetzt aber schon
einigermaßen
radikal
um.
Also im Sommer gab es die
Jamestown-Zusammenarbeit,
Michael Bischof
hat am 1.9.
angefangen.
gestern glaube ich wurde,
war das gestern,
dass Christopher Schindler
nochmal als,
die genaue Bezeichnung
habe ich vergessen,
aber Teil auch dieses,
Leiter-Scouting.
Bitte?
Leiter-Scouting.
Leiter-Scouting,
genau.
Dabei ist Flo
Blüchel
übernimmt eine Rolle
im Scouting.
Grüße,
ne?
Treue
Kattephörer.
Stimmt,
auch ein Freund
dieses Podcasts.
Wer jetzt von allen,
die aufgezählt wurden?
Ja,
ich glaube,
uns hören einfach alle.
Alle,
ich freue mich.
Ich freue mich.
Erstmal,
macht dann so eine Zusammenarbeit
mit Jamestown,
wenn sie sagen,
es 6,
7 müssen funktionieren,
ist da das Ziel,
dass dann irgendwann
10 funktionieren,
10 von 10 funktionieren?
Ist das beim Daten-Scouting
der Plan?
Das wird es auch nicht geben.
Wird es auch nicht geben?
Davon bin ich auch überzeugt.
Okay.
Weil es den Menschen
auch immer wieder benötigt
und die Daten für mich
einfach ein Fundament abbilden
und ich einfach auch möchte,
dass der Club,
das gehört auch
zur strategischen Ausrichtung,
dass der Club nachhaltig
in gewisse Themen
jetzt investiert
und wir auch jetzt
in Datensätze,
in Dienstleister,
in Partnerschaften investieren,
die möglicherweise
uns in
einem, zwei, drei Jahren
helfen werden,
noch bessere Entscheidungen
zu treffen,
noch klarere Entscheidungen
zu treffen
und sich nicht nur
auf das Auge zu verlassen
oder auf eine
subjektive Meinung,
die vielleicht auch
der eine oder andere
Scout hatte,
sondern für mich
spielt diese Schnittmenge
einfach eine ganz
entscheidende Rolle,
dass wir
sowohl
aus dem Datenanbieter
als auch von unseren Scouts
die Spieler genannt bekommen,
die am Ende
möglicherweise auch
zu unserer Art,
wie wir Fußball spielen,
zu den jeweiligen
Positionsprofilen,
die wir haben,
passen
und daran haben wir
in diesem Jahr
sehr, sehr stark
gearbeitet.
Also auch das war
eine Thematik,
die
für mich sehr wichtig ist,
weil ich
auch in meiner Funktion
angewiesen bin,
dass wir
vernünftige
Entscheidungen treffen können
oder dass es ich
vielleicht mit einer
größeren Sicherheit
und Klarheit
Entscheidungen treffen kann,
weil wir
kein Geld verbrennen
können bei uns
und ich das auch
nicht möchte,
weil wir uns
konsolidiert haben,
weil wir jetzt
wirtschaftlich gesunder
sind und ich möchte
einfach,
dass wir hoffentlich
sieben von zehn
erreichen,
wenn wir bei sechs
von zehn waren
und da auch den
Schritt höher machen
und
nur weil ich zufrieden
bin,
heißt es nicht,
dass wir es nicht
besser machen können
und das ist für mich
einfach eine Klarheit.
Ich bin
einfach gewillt,
dass wir uns
optimieren,
genauso wie wir es
auf dem Platz
immer versuchen sollten.
Das ist normal.
Da ticken
Leute unterschiedlich.
Der eine sagt,
du bist doch alles
gut gegangen,
ich kann es mit
den Beratern abwickeln,
ich kann es hier,
ich kann es da.
Ich habe da einfach
einen ganz anderen
Ansatzpunkt
und einfach auch
für den Club,
für unsere Zukunft.
Ich sage,
wer nicht
mit dem Thema
Digitalisierung,
Transformationsprozessen,
Datenbänken,
wenn da nicht mitgeht,
der wird in ein paar
Jahren den Schlag
nicht hören.
Also der wird in ein paar
Jahren einfach
vielleicht auch als
Traditionsklub oder
was auch immer
im Fußball
nicht mehr existent
sein oder nicht
da, wo er
es sich wünscht
und
da habe ich eine
Überzeugung
und deswegen versuche ich
diese Überzeugung
mit reinzubringen
und
mit Jamestown
haben wir einfach
Menschen gefunden,
die es in anderen
Ligen bewiesen haben,
die in Deutschland
einen Partner
gesucht haben,
der sehr klar ist
in seiner Ausrichtung
und das bin ich.
Meine Ausrichtung
ist sehr klar.
Ich möchte
datenbasierter
Entscheidungen treffen
und ich glaube
in Brighton
haben sie es gut gemacht,
in San Julio
haben sie es gut gemacht.
Ich meine,
schauen Sie sich an,
San Julio gewinnt
gegen PSV Eindhoven
und da spielen
teilweise Spieler,
sorry,
die kannte
keine Sau vorher
und bei Zoma
haben auch alle gesagt,
was habt ihr da jetzt
jemanden aus der dritten
Liga geholt?
Ich sage,
der Junge,
der wird uns
noch viel Spaß
bereiten.
Das ist meine
Überzeugung
und
dann ist es ja
nicht so,
dass das nur
eine Empfindung
von Jamestown ist,
sondern am Ende
ist es eine Empfindung
von unserem
Gesamtkonstrukt,
was wir gerade bauen,
von Menschen,
die klare Aufgabenprofile,
klare Aufgabenpositionen
dann auch innehaben
und wir einfach
von unseren Prozessen
klarer werden.
Wir haben auch
in unseren Prozessen,
in unseren Abstimmungsthemen
noch nicht
das erreicht,
was ich mir wünsche.
Vielleicht bin ich da
auch ein bisschen Monk
oder Nerd
oder möchte da einfach
auch eine ganz andere
Klarheit haben
und diese Klarheit
will ich jetzt auch
durch die Menschen,
die jetzt bei uns
im Scouting sind,
versuchen umzusetzen
und auf die Bahn
zu bringen,
sodass wir hoffentlich
dann auch gute Jungs
bei uns haben.
Weiß man ja,
dass es bei diesem Ansatz
auch immer drauf kommt,
dass es Menschen gibt,
also auch im Verein,
die die Zahlen
und die Daten
lesen,
interpretieren,
können,
wirklich auswerten,
können,
sind Bischof
und Christopher Schindler
da,
die Experten
in diesen,
zumindest bei Christopher Schindler,
wüsste ich jetzt,
wäre es mir
in den letzten Jahren
nicht aufgefallen,
aber vielleicht
habe ich auch
irgendwas verpasst,
das kann sicher sein
oder haben die
komplett andere Aufgaben
und der Teil
wiederum liegt dann
irgendwann bei
dem noch größer
werdenden Team
vielleicht.
Er lächelt wieder.
Ja,
ich lächle,
ich verstehe,
ich verstehe
die Frage,
deswegen muss ich
lächeln.
Michi ist ein sehr
datenaffiner Mensch
und deswegen auch bewusst
ausgewählt worden,
der hat in Karlsruhe
eine große Kooperation
im Datenbereich
in den letzten Jahren
aufgebaut mit
der Uni Karlsruhe
und mit vielen anderen
auch,
also das zu Michi
und ich habe geschmunzelt,
weil ich
Wegen Schindler
Wegen Schindler
Ja,
aber da kamen tatsächlich
auch viele Fragen
unserer Hörerin,
wie es dazu kommt.
Also die ist nicht,
die habe nicht
ich mir so wirklich
ausgedacht.
Also Michi und ich,
wir haben uns
tatsächlich
viele Gedanken
drüber gemacht,
wer passt
da in unser Team,
wer könnte uns
weiterhelfen
und wie gehen wir
auch mit den
Datenthemen um
und wenn man sich
dann mit dem Chris
unterhält,
dann ist er jemand,
der ein ehemaliger
Spieler ist
und der die
Auffassungsgabe,
ich kenne ihn noch
als Jugendnationalspieler,
als Kapitän,
er war damals schon
ein Führungsspieler,
hat damals eine
Personality gehabt,
das sind Dinge,
die du nicht lernen kannst,
das sind Soft Skills,
die einfach wichtig ist.
Ich stelle Menschen
mit Soft Skills ein
und sage,
ich kann ihnen
andere Dinge beibringen,
das ist meine Überzeugung
und natürlich
haben wir uns auch
im Markt umgeschaut
und uns auch mit dem
einen oder anderen
extern unterhalten,
am Ende ist es so,
dass man,
wenn man in ein
gewisses Regal greift,
da auch Menschen
mit dabei sind,
die dann doch auch
andere Möglichkeiten haben
oder in ihrem Verein
glücklich sind,
das gehört auch
zur Natur der Sache
und dann haben wir uns
einfach sehr intensiv
mit Chris beschäftigt
und haben gesagt,
warum holen wir dann
nicht jemanden,
der smart ist,
der einfach auch
ein Auge hat
und vielleicht auch
nochmal einen
anderen Blickwinkel
auf einen Spieler hat,
der mir persönlich
in unserem Scouting
gefehlt hat,
aus einer Profisicht
und das ist für mich
ganz entscheidend gewesen,
dass jemand
als ehemaliger Spieler
einfach auch nochmal
einen anderen Blick
auf Situationen hat,
der vielleicht
nicht aus der
Wissenschaft kommt,
der vielleicht
den Fußball
nicht als
Professur ansieht,
sondern einfach
am Ende sagt,
der schafft das
oder der schafft das
nicht,
so und
das ist für mich
auch ausschlaggebend,
solche Menschen
bei uns im Team zu haben.
Ich möchte
ein heterogenes Team haben,
ich möchte
unterschiedliche Menschen haben,
die mit einem
unterschiedlichen
Blickwinkel
auf Spieler schauen,
die Daten
mit in Betracht ziehen,
die sowohl
der Michi Bischof
als auch
der Chris Schindler
nicht verarbeiten
und veredeln,
sondern wir dafür
Menschen haben,
die wir
in unserem
Portfolio haben.
Die sind schon alle da.
Die sind da.
Da wird nicht mehr
noch mehr Personal
eingestellt
oder anderes Personal.
Die werden jetzt
nicht in den nächsten
Monaten kommen,
aber ich sage nicht,
dass wir uns da
nicht weiterentwickeln
müssen.
Also auch das gehört
zur Wahrheit.
Wenn wir
cool werden wollen
und wenn wir
ein geiler
Club werden wollen,
um zukünftig
dann auch
mit den großen
pinkeln zu können,
müssen wir es
irgendwann mal machen.
Dann müssen wir
auch diesen Schritt
gehen und auch
dort rein investieren.
Und wir haben
jetzt in viele
Themen rein investiert.
Also wir haben
in Scouting rein investiert,
in Menschen rein investiert,
in Daten rein investiert,
wir haben in Steine
investiert,
also auch zum Thema
Jugend.
Wir haben komplett
den Jugendtrakt
im Athletikraum
ausgebaut,
wir haben Athletiktrainer
neu dazu geholt,
einen Reha-Trainer
neu dazu geholt,
wir haben für die
Frauen die Kabinen
und so ausgebaut.
Also für mich
ist es wichtig,
einen Club
nicht nur als
kurzfristiges
Produkt zu sehen,
sondern am Ende
nachhaltig gewisse
Themen zu hinterlegen.
Wenn man am Ende
dann auch keinen Erfolg hat,
dann ist es klar,
wie die Nummer läuft.
Aber dann sagen sie,
na der Kollege hat
vielleicht noch das
eine oder andere
vernünftige
hinterlassen.
Und so ist es auch
im Scouting.
Ich glaube,
dass wir dort
nachhaltiger arbeiten
müssen und dass wir
da einfach auch
klarer in den
Positionen sein müssen.
und jetzt haben wir
für jeden einzelnen
Mitarbeiter ein sehr
klares Aufgabenprofil
auf Papier gebracht,
was wir jetzt
mit Leben füllen wollen
und da wird der Chris
auch derjenige sein,
der als
Mensch,
so wie er
von seinem Charakter
gestrickt ist,
sehr klar geradeaus ist,
da vielleicht dann auch
die Führungsrolle
jetzt nicht mehr
auf dem Platz,
sondern neben dem Platz
übernehmen kann.
Dazu habe ich dann
tatsächlich noch
eine Anschlussfrage.
inwieweit,
aber wenn Sie sagen,
dieser andere
Blick den Schindler
mit reinbringt,
der ist auch wichtig,
wurde uns auch
zugetragen,
die Frage,
achtet der Klub
bei Spielverpflichtungen
auf deren Haltung
in gesellschaftlichen
Fragen?
Oder muss einem
das als 1. FC
Nürnberg
wurscht sein,
wie einer tickt,
weil man
ja selbst
auch mit Saab
und so
und
wie lange
wird unser Podcast
eigentlich
sein?
Wir sind
bei 1.15,
ich glaube,
Pia hat es da draußen
ganz gut unter
Kontrolle,
ich habe ja gesagt,
Pia,
hol mich hier raus,
wenn es irgendwo
mal kritisch wird.
Wir kommen zum Ende.
Haben Sie noch
Anschlusstermine?
Müssen Sie noch
den Spieler verpflichten?
Nein,
das nicht,
aber wir haben
noch andere Themen.
Ernährungsthemen,
die um 17 Uhr.
Das wäre hier auch
ganz gut,
Ernährungsthemen.
Ernährungsthemen
passen auch,
die sind auch
wichtig.
Natürlich,
uns spielt die Kabine,
das Miteinander
spielt eine große Rolle.
Wir haben so viele
gesellschaftliche Themen
innerhalb unseres Vereines,
unser Leitbild,
da kann ich ja viele
Themen mit dazunehmen.
Wir haben mit Sicherheit
in dem Bereich
auch Potenziale,
also ich finde,
wir haben über das Thema
mal Integration
und so gesprochen,
dort wollen wir auch
gewisse Punkte
für uns verbessern,
wo ich einfach auch da
Optimierungsbedarfe
insgesamt sehe.
Ich glaube,
der Fußball wird
immer internationaler,
es wird wichtig sein,
dort halt einfach
immer wieder die Brücken
zu schlagen
und
ja,
wenn wir Transfers
tätigen,
dann beschäftigen wir uns
dann schon,
zumindest jetzt
bei den Neuen.
wir haben mit der
Helena eine
Sportpsychologin bei uns,
die auch
auf diese Themen achtet
und dann auch schaut,
okay,
wie gehen die Jungs
in Interviews
und in anderen Themen um,
wir versuchen natürlich
auch mit vielen Leuten
zu sprechen,
dass das vielleicht
noch nicht optimal ist
und dass das jetzt
nicht bei uns
im Moment
der Transfer
oder des Transferfensters
eine übergeordnete
Rolle spielt,
das ist so,
aber wir haben da
auf jeden Fall
auch noch Luft nach oben,
um uns zu verbessern.
Definitiv.
Ich müsste noch eine Frage
stellen,
die unser Kollege
Sebastian Golotzek-Loser
uns hinterlassen hat,
der normalerweise
auch hier mit uns sitzt,
aber diesmal
aufs Kind aufpassen muss,
es geht aber trotzdem
immer noch um
Wichtiger als sich
mit mir zu unterhalten.
Das stimmt allerdings,
es gibt wirklich
sehr viele wichtigere Dinge,
als hier mit uns abzuhängen,
aber Sie machen es trotzdem,
vielen Dank.
Bei dem geht es auch
um Scouting tatsächlich
und er,
wenn ich die Frage
richtig verstanden habe,
geht es ihm darum,
wie groß die Gefahr ist,
dass wenn man sich jetzt
wirklich sehr auf Daten
und Zahlen
konzentriert im Scouting,
wie groß ist die Gefahr,
dass man trotzdem
mal Spieler übersieht,
weil die aus
ganz anderen Gründen
vielleicht gerade
an diesem anderen Standort
nicht performen,
also da geht es dann
wahrscheinlich,
wenn ich das auch
richtig verhält,
ins Private,
ins wie wohl fühlen wir sich
und dann bin ich eben
nicht zu den 700
progressiven Läufen
in der Lage,
die ich sonst drauf hätte.
Also ist das
ein kleiner Nachteil
am Datenscouting
oder kann man das auffangen,
indem man dann
Christopher Schindler
dabei hat,
der sieht,
dem geht es nicht gut
oder die
Teampsychologin.
Die Teampsychologin
wird auch nie wissen,
ob derjenige
sich in
wo auch immer
wohlfühlt
oder nicht wohlfühlt.
Oder auch
in der eigenen Mannschaft,
also es kann ja sein,
dass jetzt jemand
hier nicht funktioniert.
Und genau das wollte ich
jetzt auch sagen,
deswegen wird der erste
Schritt für uns sein,
bevor wir uns Gedanken machen,
ob derjenige da da
funktioniert oder nicht
funktioniert,
dass wir die Themen,
die für uns relevant sind,
Zusammengehörigkeit im Team,
Integrationsthemen,
noch klarer zu leben.
Wir unternehmen mit der Mannschaft
immer alle sechs Wochen
gemeinsam was.
Mal machen sie es alleine,
mal machen wir es im gesamten Team.
Das ist in Anführungsstrichen
eine Vorgabe oder ein Wunsch von mir,
weil ich einfach weiß,
wie wichtig es ist.
Ich sage mal,
die geilste Team-Bilding-Maßnahme
ist mal ein Saufen gehen zusammen
und ein bisschen auch mal
Spaß zu haben.
Ja, es ist so,
da können wir zehnmal klettern.
Am Ende helfen die Themen...
Das wäre auch ein schöner Podcast-Titel.
...helfen die Themen
im Fußball auch.
Ich habe da auch schon
die eine oder andere
Team-Bilding-Maßnahme gesehen,
die gescheitert ist
und es am Ende hinten raus
dann doch witzig wurde.
Von daher wird das wichtig sein,
dass wir da tatsächlich
auf uns achten
und dort nochmal Themen
anpacken und verändern.
Und bei uns ist es ja auch so,
ich sage ja auch,
wenn sich die Frau,
deswegen machen wir auch einiges
mit den Familien zusammen,
wenn die Frau hierher kommt,
vielleicht die Sprache nicht spricht,
keinen Kontakt hat,
vielleicht auch kulturell irgendwo
keinen Anknüpfungspunkt hat,
dann müssen wir helfen.
Weil wenn ihr es nicht gut geht
oder es vielleicht dem Kind
nicht gut geht
oder dem Hund
oder was auch immer,
dann kann vielleicht
der Spieler auch nicht
die Leistungen erbringen,
die wir uns möglicherweise
von ihm wünschen.
Und das kann
unterschiedliche Faktoren haben.
Deswegen müssen wir erstmal
bei uns intern schauen,
wie wir das handeln und regeln.
Und da sage ich,
haben wir definitiv
auch noch Potenziale.
Das andere ist,
natürlich können das die Daten
nicht auffangen.
Deswegen sage ich,
das eine tun,
das andere nicht lassen.
Wir haben weiterhin unsere Scouts,
wir haben weiterhin unsere Menschen,
und ich glaube,
ein großer Vorteil ist,
dass wir einfach,
ich würde es auch so sagen,
wir haben ein brutales Netzwerk.
Mit dem Hintergrund,
dass Miro sehr,
sehr viele Menschen kennt,
ich aus meiner Vergangenheit
wirklich sehr,
sehr viele Leistungszentren,
Vereine,
Nationaltrainer,
Menschen in unterschiedlichen Ländern
kenne,
durch UEFA-Gremien
und weiß der Geier was,
wo ich anrufe und sage,
sag mal,
hast du die Nummer mal von dem,
kann ich da mal mit dem sprechen
und wir versuchen schon,
so viel wie möglich
an Informationen uns reinzuholen.
Aber natürlich weiß ich nicht,
ob es dem Hund schlecht oder gut geht,
das weiß ich nicht.
Aber wir versuchen schon,
gewisse Themen zumindest abzuklopfen.
Und ob dann vielleicht
der eine oder andere Spieler
mal flöten geht
oder wir den übersehen,
wir werden auch mit Daten
und mit unserem kleinen Konstrukt
an Scouts,
also wir sind ja im Vergleich
zu vielen Zweitligisten,
es ist ja relativ wenig Manpower,
wird es uns immer passieren,
dass wir vielleicht
den einen oder anderen Spiel
auch übersehen.
Man braucht Jamestown
auf der anderen Seite
auch nicht,
um Adriano Grimaldi zu verpflichten.
Und man braucht Jamestown
nicht, um eine,
ja,
ich habe noch zweieinhalb Minuten,
wurde mir gerade
auf mein Ohr gesagt.
auch.
Auch?
Auch.
Die Zielsetzung
ist für mich zukünftig,
wenn möglich,
genau diese Schnittstelle
zu bilden,
dass wir nicht von dem einen
und nicht von dem anderen sprechen,
sondern wir von einem
Gesamtkonstrukt sprechen.
Da sollten,
wenn möglich,
auch die Zahlen
und die Dinge passen.
Und erstaunlicherweise
hat Adriano vielleicht
für Sie
gute Zahlen.
Das war
sehr angenehme,
ich weiß gar nicht wie lange,
eineinhalb Stunden,
glaube ich.
Vielen Dank,
dass Sie sich die Zeit
genommen haben.
Ich bin inzwischen
nach diesen 90 Minuten
davon überzeugt,
dass der 1. FC Nürnberg
eigentlich schon auf Platz 7
in der 2. Liga steht.
Ich schaue jetzt dann
gleich nochmal
auf die Tabelle.
Ich habe noch eine
letzte Frage
mit der Bitte
um eine kurze Antwort,
weil Sie weiter müssen
oder weil du weiter müsstest.
Wir wollten ja switchen.
Steigt der 1. FC Nürnberg ab?
Ich habe gehört,
dass das die Anfangsfrage
eines jeden Podcasts war.
Jetzt ist es das Ende.
Ist nicht schlimm.
Nein,
davon bin ich überzeugt.
Vielen Dank.
Tschüss.
Dankeschön.
Ciao.
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und nn.de
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