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Folge 297- Keine Pizza Hawaii mit dem -Tarzan Boy-

01:19:01.500 3583 Segmente mlx-community/whisper-large-v3-turbo
Kein Gerch in dieser Episode

Fadi, Golotze? Keiner da. Kadepp geht am Stock und nach dem Golotze, der vom Fahrrad gefallen ist, ist jetzt offenbar auch der Fadi irgendwo runtergefallen oder keine Ahnung. Auf jeden Fall ist er krank und ist nicht da.

Und ich bin aber nicht alleine. Ich bin umso glücklicher und froh, dass immerhin unser Gast heute da ist, den wir eingeladen haben. Enrico Valentini, herzlich willkommen bei Kadepp. Geht's dir wenigstens gut?

Ja, vielen, vielen Dank. Ja, ja, mir geht's gut. Ich bin gesund. Alles gut.

Also stehen wir die Stunde unbeschadet durch, glaubst du?

Das kriegen wir, glaub ich, hin.

Sehr schön. Du bist ja nicht das erste Mal bei Kadepp. Wir haben uns gerade ein bisschen erinnert. Du warst schon in unserem ganz alten Studio, wo es noch ein bisschen beengter war und nicht ganz so modern, nicht ganz so schön.

Dann waren wir auch mal im Clubhouse zusammen mit Lea Paulik. Haben einen Podcast gemacht und da kann ich mich erinnern, da hast du gesagt, da ging es um diese Trikot-Geschichte,

wo du dich mal geäußert hattest, dass du irgendein Trikot nicht ganz so geil fandest. Und du hast gesagt, man kann halt als Spieler nicht immer alles sagen, was man denkt.

Ich hoffe, man kann als Trainer jetzt alles sagen, was man denkt. Ich plane einen Enthüllungspodcast.

Ja, schauen wir mal, wie enthüllend der wird.

Wer war dein schlechtester Trainer?

Super Frage.

Zum Eisbrechen eine einfache Einstiegsfrage.

Nein, schlechtester Trainer ist, glaub ich, ein bisschen zu überspitzt. Also tatsächlich will ich da auch gar nicht, kann man so drauf.

Es gab Trainer, die fand ich super, Trainer, die fand ich halt nicht so toll. Ist jetzt aber auch, glaube ich, eher so in Richtung Geschmackssache.

Ich glaube, der Trainer kann dann für den anderen…

Man nimmt von jedem was mit.

Genau, also richtig gut gewesen sein. Am Ende nimmt man wirklich von jedem was mit. Das ist jetzt keine Phrase, sag ich mal.

Aber ja, für mich persönlich waren halt nicht alle geil, waren aber auch nicht alle scheiße.

Dann machen wir es einfacher. Wir waren dein bester Trainer. Loben ist immer einfacher.

Ja, mein bester Trainer.

Kannst du auch zwei, drei nennen. Hast du auch einige erlebt in deiner Karriere?

Ich müsste da ein paar nennen. Also der, der mich, sag ich mal, menschlich am besten auf das Geschäft vorbereitet hat, war René Müller in der zweiten Mannschaft beim Klub.

Weil er halt einfach nicht nur den Spieler gesehen hat, sondern was könnte sein, beziehungsweise das erwartet euch.

Und er hat uns dementsprechend auch trainiert. Also er hat uns mehr als eine Männermannschaft trainiert, als eine Jugendmannschaft, sag ich mal, als eine U23.

Ist jetzt keine Jugend mehr an sich, aber wir kommen alle aus der A-Jugend raus. Ich war auch 18 Jahre alt, 17, 18.

Von daher eher rein menschlich. Markus Kautzinski war menschlich auch top.

Haben auch zwei gute Jahre miteinander gehabt.

Hat mich auch, ja, ein bisschen groß werden lassen, sag ich mal, auch als Mann.

Michael Kölner, muss ich nennen.

Gut, die Erfolge sprechen für sich. Der Aufstieg zusammen, aber auch er, wie er mit der Mannschaft umgegangen ist.

Hat auch viel von uns weggehalten, muss man sagen, mit seiner Art. Das wisst ihr ja auch, klar.

Den muss ich auch nennen. Und dann rein menschlich, mit dem ich sehr, sehr gut zurechtgekommen bin, beziehungsweise ein super Verhältnis zu ihm hatte.

Der war Christian Fjell. Ja, wir waren auf einer Wellenlänge, einfach von unserer ganzen Art und Weise.

Das heißt, du wusstest schon eher, dass er geht, als alle anderen?

Tatsächlich nicht. So waren wir dann auch nicht informiert. Ich konnte ihm halt einfach sagen, was ich denke.

Und es ist ja den Leuten eigentlich bekannt, dass ich eigentlich gerne sage, was ich denke.

Und das konnte ich mit ihm machen und er andersrum genauso. Und das mag ich an Leuten, ja.

Hast du es verstanden, dass er diese neue Herausforderung angenommen hat, die jetzt auch nicht so gut lief, wie man im Nachhinein weiß?

Im Nachhinein ist man immer schlauer.

Ja, man muss ja immer den Gesichtspunkt des Menschen betrachten, der diese Entscheidung trifft.

Als Club-Fan, als Spieler natürlich nicht, weil ich natürlich gerne gehabt hätte, dass er bleibt.

Oder einfach, dass wir weiter zusammenarbeiten.

Rein aus seiner privaten, menschlichen Sicht kann ich es nachvollziehen, ja.

Definitiv. Er hat seinen Lebensmittelpunkt in Berlin gehabt mit seiner Familie.

Ich glaube, da ist es dann legitim für ihn. Aber es gibt bestimmt Leute, die nicht mit mir einer Meinung sind.

Wie soll es geben, ja.

Wir wollen heute ein bisschen plaudern über deine Karriere.

Du hast einiges erlebt, auch über dein Leben danach, wenn man es mal so nennen möchte.

Wie ist denn so ein typischer Tagesablauf bei Enrico Valentini?

Du stehst um halb elf auf, siehst dir ein Cappuccino, dann gehst du dir mal mittags schnell eine Pizza essen.

Oder wie muss man sich das vorstellen?

Das klingt doch super. Leider nicht.

Also der Ablauf ist jetzt ein komplett anderer, an dem ich mich gewöhnen muss und meine Frau auch sehr.

Weil du jetzt so viel zu Hause bist, so wie bei L'Oreal.

Ja, auch. Also sie findet immer eine Aufgabe für mich. Das ist ihr großer Vorteil jetzt.

Der Nachteil ist natürlich, dass wenn sie mit dem Arbeiten fertig ist, die Jungs nach Hause kommen und ich dann aber los muss.

Und dann so ab Nachmittag, sag ich mal so, dann weg bin.

Ein paar Sachen kann ich zu Hause erledigen am PC, aber das hält sich in Grenzen.

Wobei ich gerade mit dem Trainerlehrgang einiges zu tun habe.

Das nimmt dann schon Zeit in Anspruch. Das ist gerade so ein bisschen meine Aufgabe.

Aber grundsätzlich die Jungs Schule, Kindergarten bringen, dann was essen, dann ein bisschen was am Laptop machen, ein bisschen was vorbereiten.

Die Trainingswoche und so weiter. Das ist immer Anfang der Woche so.

Und dann irgendwann nachmittags geht es zum Club raus und dann bin ich halt bis abends, stehe auf dem Platz.

Wie oft trainiert ihr? Du hast die U14 übernommen, erstmal zur Einleitung im NLZ.

Wie oft seid ihr da am Platz in der Woche mit den Kindern?

Viermal.

Viermal? Immer Nachmittag?

Immer, ja. 17.30 Uhr ist Trainingsbeginn bis 19 Uhr.

Die Jungs haben ja meistens Nachmittagsschule noch.

Also die kommen direkt nach der Schule, die meisten.

Oder halt dann eben, ich habe ein paar Jungs auch, die von außerhalb kommen.

Es sind zwar nicht so viele, aber ja.

Und Trainerlehrgang, sagst du, du machst die Fußballlehrer-Lizenz jetzt?

Nein, so weit bin ich noch nicht. Da muss man erstmal so ein bisschen aufsteigen.

Die C-Lizenz kriege ich praktisch schon aufgrund meiner Erfahrung.

Und die B-Lizenz mache ich gerade in Oberhaching.

Und dann geht es immer weiter. Je nachdem.

Noch andere bekannte Ex-Profis dabei?

Ja, bei uns. Also es ist dieser Sonderlehrgang für die Profis.

Felix Lohkämper unter anderem.

Spielt der noch in Mannheim?

Ja, ja. Es sind sechs Mannheimer dabei.

In dem Lehrgang. Es ist immer Montag, Dienstag.

Und dann, deswegen ist es so geregelt, dass die Profis dann wenig fehlen, sag ich mal.

Sebastian Rudi ist mit dem Lehrgang drin.

Und dann sind noch ein paar andere Spieler, die jetzt gerade Regionalliga Bayreuth kicken und so weiter.

Jetzt eher nicht bekannt, aber für die Kenner bestimmt.

Ist Enrico Valentini ein strenger Trainer?

Oder ein fordernder Trainer?

Vorher mal so.

Also fordernd auf jeden Fall.

Streng, wenn ich muss.

Ist jetzt bisher nicht so häufig passiert.

Aber ich glaube, ich bin schon sehr, sehr fordernd.

Kommt da zugute, wenn man selber zwei Söhne hat.

So ein bisschen, wie man mit denen umgehen muss.

Die würde ich gerne so fordern, wie ich meine Jungs fordern im Training.

Die lassen sich nicht so fordern.

Die vom Papa nehmen die nicht so viel an.

Nur das Spaßige.

Geht es in dem Alter jetzt ja wahrscheinlich nicht nur darum, den Ball stoppen zu können,

sondern auch so ein bisschen Persönlichkeitsentwicklung.

Wie viel Pädagoge muss man denn sein, wenn man so einen Job macht?

Ja, ich glaube schon sehr.

Also ich glaube, das ist in meinen Augen fast mit das Wichtigste jetzt als Trainer.

Aber auch für die Profis.

Alles, was jetzt nach oben geht.

Wenn ich jetzt sehe, die Qualität, die bei uns im NLZ herrscht.

Egal, welche Mannschaft ich mir anschaue.

Es ist wirklich schön anzuschauen.

Da ist richtig Dampf dahinter.

Und es macht wirklich Spaß, die Jungs zu trainieren,

weil die umfassbar schnell auffassen und umsetzen.

Da glaube ich, ist es wichtiger, sie mental darauf vorzubereiten,

was kommt als nächstes.

Jetzt nicht unbedingt aufs Profi-Dasein,

weil da ist der Weg jetzt für meine Jungs noch sehr, sehr weit.

Aber einfach nur, was ist der nächste Schritt?

Was passiert in der U15?

Was passiert in der U16?

Was könnte in der U17 passieren?

Da geht es schon los mit Bundesliga.

Ich glaube, die Persönlichkeitsentwicklung ist in meinen Augen fast noch wichtiger,

weil der Rest, das Talent und so weiter, das Fußballspiel.

Das Kicken, das können die alle.

Es ist einfacher, wenn man ein paar Bundesliga- und Zweitligaspiele vorweisen kann,

vom Respekt her.

Also ein gewissen Namen mitbringt.

Du bist jetzt neben Andi Wolf, glaube ich, der prominenteste Nachwuchstrainer im NLZ.

Hilft das?

Ich glaube schon.

Also ich denke schon, das müsste man jetzt meinen Co-Trainer fragen, weil der hat jetzt

einen Haufen Erfahrung schon gesammelt als Jugendtrainer.

Der hat die A-Lizenz, der hat 15 Jahre Jugend trainiert.

Also der weiß schon einiges.

Und ja, aber es macht schon was aus, wenn ich halt dann vor den Jungs stehe.

Gerade wenn ich das erste Training nehme, da haben die Vollgas von der ersten Sekunde,

was sie natürlich direkt beweisen wollten.

Und sie wissen auch viel.

Also ich glaube schon, dass das was ausmacht.

Jetzt weiß man ja, man bringt immer nur einen Bruchteil der Spieler wirklich mal dahin,

wo sie alle hinkommen wollen, wo sie davon träumen.

Wann fängt denn dieser Ausleseprozess an?

Wann musst du den Spielern oder wann müsst ihr Spielern sagen,

okay, bis hierher, aber leider geht es für dich nicht weiter.

Ist das in der U14 schon der Fall?

Oder gibt es da schon wirklich Kandidaten, wo man dann am Saisonende sagen muss,

okay, es reicht halt dann doch nicht für die nächste höhere Jahrgangsstufe?

Ja, könnte passieren.

Könnte passieren.

Wie schwer fällt einem das, wenn man dann doch die Kinder begleitet ein Jahr lang

und dann so Träume zerstören muss?

Du warst auch mal ein kleiner Junge, der irgendwann davon geträumt hat,

Fußballprofi zu werden.

Du hast das geschafft, wenn man solche Kindheitsträume dann zerplatzen lässt.

Ja, die Geschichte habe ich den Jungs tatsächlich erzählt,

weil es mir ja im Endeffekt passiert ist.

Also ich war ja hier genau vor dem Szenen.

Bisschen später dann.

Bisschen später, genau.

Und das ist ja fast noch schlimmer eigentlich,

weil ich schon geäugelt habe damit und bei den Profis mittrainieren durfte und so weiter.

Und dann habe ich schon gedacht, dass das klappen kann.

Und dann wurde mir sozusagen die Tür ins Gesicht geschlagen.

Das ist ein bisschen hart formuliert, aber so war es für mich.

So hat es sich angefühlt.

Aber ja, es ist jetzt schon schwer teilweise,

wir haben auch schon mal einen Kader gemacht und so

und dann den Jungs mitzuteilen, dass sie da nicht dabei sind.

Face-to-Face und dann die Reaktion sehen.

So das erste Mal, da habe ich schon lange dran geknabbert, muss ich ehrlich sagen.

Also da habe ich schon beim ersten Mal Kader machen,

habe ich schon eine Woche wirklich dran geknabbert.

Das hat mir auch wehgetan, muss ich ehrlich sagen.

Aber es gehört halt dazu und es ist auch, glaube ich, eine Frage der Gewohnheit.

Du hast gesagt selber, du hast ja zwei Söhne, Emilio und Elia,

die spielen beide auch Fußball, aber nicht beim 1. FC Nürnberg.

Zahlt Zappo Eintracht mehr?

Die zahlen mehr, ja.

Die zahlen mehr an Zeiten.

Wir sind ja praktisch Elternbuddies.

Meine Tochter ist ja bekannt, habe ich ja auch schon ein paar Mal erwähnt,

spielt auch bei der Spielverhandlung Zappo Eintracht.

Ist es dir ganz recht, dass sie dort erst mal ihre ersten Schritte machen

und nicht gleich beim 1. FC Nürnberg, wo der Name natürlich dann auch mitschwingt

und die Erwartungshaltung vielleicht doch nochmal eine andere ist?

Ja, definitiv.

Also das soll auch so bleiben.

Also solange sie beide Spaß haben dran und das gerne machen,

ich lasse sie da auch in Ruhe.

Also ich stehe jetzt ja nicht draußen und schreie rum und kritisiere,

oder wenn wir nach Hause kommen.

Ich händle es so, wie mein Vater es mit mir gehändelt hat.

Also ich hatte nie Druck von zu Hause und ich sage,

bis heute das verdanke ich.

Also meinen Eltern verdanke ich meine Karriere,

weil sie einfach immer entspannt waren,

weil es halt nie eine Drucksituation war,

ob ich jetzt mal schlecht gespielt habe.

Und das Gleiche will ich mit meinen Jungs machen

und der Name schwingt halt leider mit.

Das ist halt so.

Aber leider, also es muss nicht immer ein Nachteil sein.

Je nachdem, wie man es nimmt.

Kann auch ein Türöffner sein.

Kann ein Türöffner sein.

Will ich persönlich aber nicht.

Ich will, dass es, wenn sie wirklich Bock drauf haben,

dass sie sich verdienen,

dass sie auch mal kratzen und beißen

und der Weg auch so aussehen kann wie meiner eben,

dass du mal dann über die dritte Liga dann vielleicht das hochschaffst.

Aber ja, er schwingt schon mit.

Und automatisch, wenn die Leute dann sehen,

oh, das ist der Kleine von Valentini,

so wie es halt dann auf den Sportplätzen ist,

das merkt man dann schon bei den anderen Eltern,

wenn wir gegen andere Vereine spielen.

Sei es TSV-Ort-Zug, Südwest oder...

Ja, ich hole den Valentini mal auf die Socken.

Ja, ist ganz so schlimm,

war es Gott sei Dank noch nicht,

aber man merkt es schon, ja.

Der Lukas hat mich,

den habe ich heute im Ohr,

da der Fadi ja nicht da ist,

meine Premiere.

Lukas, angenehm, dich zu hören ab und zu

und du hast mich dankenswerterweise gerade daran erinnert,

dass wir eine kleine Werbepause noch machen müssen,

nach zwölf Minuten.

Deswegen machen wir jetzt mal ganz kurz Werbung.

So, wir sind wieder da.

Der Lukas hat mir gerade gesagt,

er hat auch schon mal bei Spielfängern

mit Zabo Eintracht gespielt,

in frühester Kindheit vermutlich.

Also man kann was werden in dem Verein.

Warum nicht?

Nee, das sind einige.

Das hat sich gebessert.

Also es sieht tatsächlich sehr, sehr gut aus,

muss ich sagen.

Haben sie da ein Talent geerbt, deine Kinder?

Also sie können Fußball spielen.

Kann man das schon absehen?

Also die einzige Referenz, die ich habe,

sind die anderen Kinder teilweise.

Ich finde es jetzt zu früh zu sagen,

da ist ein super Talent.

Es gab sicher bessere.

Bei meinem Großen ist es so,

er ist immer der Kleinste,

weil er ist Ende des Jahres geboren

und er spielt gegen manche,

die sind Anfang des vorherigen Jahres geboren.

Also da sieht man dann körperlich den Unterschied.

Aber sagen wir mal so,

ich bin schon mal glücklich,

sie können beide Fußball spielen.

Das sieht schon mal gut aus

und sie haben Spaß daran.

Also das ist schon mal...

Position?

Gute Frage.

Beim Kleinen ist es schwer.

Die haben nur von Ninho gespielt.

Der Große...

Wo der Ball halt ist, ne?

Ja, der Große spielt vorne lieber.

Hat noch einen guten Schuss.

Linksfuß.

Da war ich sehr glücklich drüber.

Aber ja, ne, es sieht schon gut aus.

Würdest du ihnen raten,

Fußballprofi zu werden?

Es raten.

Sie müssen es wollen.

Oder würdest du es forcieren,

will ich jetzt nicht sagen,

weil das klingt dann so mit Zwang,

sondern würdest du es wohlwollend begleiten?

Definitiv.

Also wenn sie es wirklich wollen,

dann ja, 100 Prozent.

Also die Schule geht vor

und alles, was da dazugehört.

Das muss anständig gemacht werden.

Weil das kann auch schnell gehen.

Fußball kann man sich schnell verletzen.

Das stimmt einfach.

Ist mir auch so passiert

und dann hatte ich im Endeffekt Glück.

Aber ja, ich würde es nicht forcieren,

wenn sie es wollen.

Und sie wollen es wirklich

und ich sehe es und ich merke es auch,

wenn der Tag kommt und sie sagen,

Papa, ja, ich will es.

Dann werde ich es auch so dementsprechend begleiten

und ihnen helfen.

Ansonsten, Spaß haben.

Inspiration dürfen sie zu Hause finden.

Hast du bestimmt einiges aufgehoben,

ein paar Souvenirs.

Ich weiß, bei Heini Müller war ich mal,

der hat so wirklich so einen ganzen Keller

mit Reliquien aus alten Zeiten

und alte Trainingsanzüge,

alte Trikots,

seinen ersten Lizenzspielervertrag.

Gibt es bei euch sowas auch im Keller?

Also ich habe alles zu Hause.

Muss ausgelagert werden,

hat die Frau gesagt,

im Keller darfst du dich austoben,

aber im Wohnzimmer kommt kein Trikot.

Muss ich auch fragen.

Nee, nee, das ist tatsächlich so.

Lustigerweise hat sie aber,

ich habe mir damals von der Aufstiegsmannschaft

komplett mit Staff allen

ein Trikot unterschreiben lassen.

Das hängt tatsächlich bei ihr im Büro,

obwohl zu Hause keine Trikots hängen dürfen.

Aber ja, ich habe eigentlich im Keller

habe ich so gut wie alles aus der Jugend.

Meine Mama hat noch Medaillen, Pokale,

alles was dazugehört.

Ich habe alle möglichen,

ich habe fünf Boxen voller Trikots,

die ich getauscht habe,

weil ich tausche gerne und

oder habe gerne getauscht.

Also ich habe alles Mögliche zu Hause.

Das wird dann irgendwann

im Fundus der Jungs landen.

Vermutlich auch ein paar schöne Bilder

von den Verabschiedungen.

Ich weiß nicht,

ob schon mal ein Klubprofi

dreimal verabschiedet worden ist.

Also ich habe jetzt mal mitgezählt,

das war ja das erste Mal,

war es das letzte Heimspiel gegen Köln,

was schon mal sehr emotional war

mit der Choreo.

Dann gab es aber das wirklich letzte Spiel

in Braunschweig,

wo du auch nochmal in der Kurve warst,

dich nochmal hast feiern lassen.

Und jetzt gab es gegen Paderborn

nochmal eine Abschiedschoreo

mit dem schönen Satz,

ich kann kein Italienisch,

aber ich glaube,

das ist kein Abschied,

aber wir werden dich vermissen.

Was war denn so der emotionalste Moment?

Oder wird es irgendwann so Routine?

Ne, ich kriege auch jetzt Gänse,

aber muss ich ehrlich sagen,

das habe ich selten gehabt.

Ja, Köln war speziell,

aber ich war darauf vorbereitet.

Wusstest, was kommt.

Ich wusste, was kommt.

Dass deine Kinder auch dabei kamen.

Genau, genau.

Ich wollte tatsächlich vom Ablauf,

wie sie es vorhatten,

wollte ich nichts wissen.

Das Einzige,

das sich kurz vor Anpfiff

durch Jan Reichert gespoilert bekommen habe,

war, dass ich mit meinen Jungs

irgendwie einlaufe.

Das wusste ich aber nicht,

weil es stand,

da sind ja auch Pläne ausgehängt,

wie der Ablauf ist

und es war auch tatsächlich

im offiziellen Ablauf

und da wusste ich nicht,

dass die Jungs runterkommen mit mir.

Genau,

weil schön wäre es gewesen,

nochmal ein Spiel von Anfang an zu bekommen

und damit den Jungs einzulaufen.

Das wäre natürlich umfassbar gewesen,

aber okay.

Kleiner Seite.

Du bist eingewechselt worden.

Kleiner Seite.

Grüße.

Grüße gehen raus.

Aber tatsächlich wusste ich vom Ablauf nicht,

war aber mental schon darauf vorbereitet.

Was mich dann wirklich erwischt hat,

war der Abpfiff im Braunschweig.

Das habe ich nicht erwartet.

Weil man einem bewusst wird auch,

das war es jetzt wirklich.

Also jetzt gehe ich herunter,

ziehe meine Schuhe aus,

stelle mich nochmal in die Dusche

und tschüss.

und das war auch das erste Mal

in meinem Leben tatsächlich,

wo ich wirklich auf die Knie gehen musste,

wo ich wirklich mich nicht halten konnte.

Das war wirklich ein sehr,

sehr extrem emotionaler Moment für mich,

weil halt einfach dieses Kind in mir hat geweint.

Dass es jetzt einfach vorbei ist.

Und das war der härteste Moment,

weil ich nicht darauf vorbereitet war.

Und dann das mit der Kurve,

das war dann auch spontan,

auch Chris Martenia,

der mich ja wieder hochgeschubst hat

und so weiter.

Das war alles so eine Mischung.

Und dann wusste ich von der aktiven Fanszene,

dass sie noch eine Choreo geplant hatten

durch die 125-Jahr-Feier.

Hat sich das natürlich dann alles

so eine Kostenfrage und so weiter.

Also es ist schon,

ich habe denen auch gesagt,

ist alles gut.

Also der Abschied war schön genug.

Es war wirklich,

wirklich toll von allen Seiten,

sowohl vom Verein,

wie sie sich gekümmert haben,

als auch von den Fans.

Das war wirklich geil.

Aber dann haben sie gesagt,

nee, wir machen noch eine Choreo.

Und umso schöner,

das war dann nochmal so ein Höhepunkt.

Bist du Zweitliga-Rekordspieler

mit Hanno Bärdens zusammen,

mit 152 Eintritts.

Und deswegen war der letzte Einsatz

in Braunschweig dann auch nochmal wichtig,

um diese Marke zu erreichen.

Du hast aber mal gesagt,

du magst dich nicht als Vereinslegende fühlen.

Das gibt es andere.

Was heißt, mag ich nicht?

Ich weiß halt nicht,

die Definition Legende,

das muss halt jetzt jeder Fan

für sich selbst wissen.

Also es ist halt schwer,

jetzt in der Phase

mit dem ersten Efton-Normack

irgendwie Titel zu gewinnen

und da irgendwie

in die Annalen einzugehen.

Das ist klar.

Ja, also klar, natürlich.

Also für mich,

der Aufstieg ist natürlich etwas,

was wir erreicht haben zusammen.

Wo ich dann sage,

ja, das kann ich schon vorweisen.

Aber ja,

wenn ich jetzt zum Beispiel

ein Kriterium nehme,

Stadionblock,

was man dafür haben muss.

Gibt es da schon Verhandlungen?

Weil es müsste Nationalspieler sein,

Titel geholt haben

oder 500 irgendwas Spiele.

Ja, 300 glaube ich

oder irgendetwas.

Das sind drei Kriterien,

die erfülle ich ja alle

bei weitem nicht.

Von daher,

da sind halt dann ganz viele.

Wir füllen halt jeden Block

im Stadion.

Vielleicht können Sie

eine Prados-Bude nach oben

nennen.

Ja, das ist okay.

Das nehme ich.

Kein Problem.

Genau, wenn ich jetzt sage,

Marek Mintal ist eine Vereinslegende,

Andi Wolf ist eine Vereinslegende,

Javier Pinola ist eine Vereinslegende,

Rafa Schäfer ist eine Vereinslegende,

von Morlock und so weiter.

Das ist ja wieder eine andere Riege.

Also man definiert es dann trotzdem

auch über einen Titel,

den man geholt hat mit dem Verein?

Naja, auch, ja,

weil die sind dann

mit dem Klub Pokalsieger geworden.

Es ist dann schon nochmal

ganz weit oben.

Das ist die Strafe

der späten Geburt.

Ja, gut,

da komme ich nicht drum rum.

Ich durfte mit der Pokalsiegermannschaft

trainieren,

das ist auch schon mal was.

Ne, von daher,

es freut mich unfassbar.

Also ich finde es schön.

Womit ich es begleiten kann,

ist einfach,

ich liebe diesen Verein einfach.

und dann legitimiert es das so ein bisschen,

ob dann einer Legende zu mir sagen will

oder nicht,

soll er selber entscheiden.

Für mich gibt es andere,

aber es ist auch okay so.

Was du definitiv warst,

ist Kapitän,

und zwar über mehrere Jahre.

Da hat mir jetzt der Kollege

Golotze zwei Fragen geschickt,

die ich stellen soll,

in Vertretung,

weil er kann ja nicht.

Es ist aber erstaunlich,

wie er tippen kann

mit seinem einen Arm.

Respekt.

Gute Reha.

Ich lese es einfach mal vor.

Wie war das vor allem

als Schlüsselspieler,

wenn es nicht lief?

Wie lange bleibt man solidarisch

mit dem Trainer?

Wann sucht man das Gespräch

mit dem Sportverstand?

Was macht man als Kapitän,

wenn der Trainer die Kabine

eigentlich schon verloren hat?

Ich weiß nicht,

ob es den Fall jetzt konkret,

ich könnte mir vorstellen,

ohne jetzt ins Detail zu gehen,

dass es diesen Fall

so ähnlich vielleicht mal gegeben hat.

Ja, hat es gegeben.

Hat es gegeben.

Kann man auch so sagen.

Ist ja nicht schlimm.

Das sind die Mechanismen

des Fußballs,

sage ich mal.

Das gehört dazu.

Als Kapitän,

man muss halt immer

versuchen,

alle Seiten zu sehen.

Das war mein Vorteil,

dass ich eben sowohl

die Führung kannte,

das Umfeld kenne,

den Trainer

und die Mannschaft.

Plus mich selbst natürlich.

Da muss man immer

alles so ein bisschen zusammennehmen.

Es ist nicht ganz einfach,

aber grundsätzlich

immer das Gespräch

mit dem Trainer zuerst zu.

Also immer gucken,

was können wir besser machen.

Das und das läuft nicht.

Die Mannschaft ist dahingehend

unzufrieden.

Die meisten Gespräche

sind aber tatsächlich

immer mit dem Mannschaftsrat

gewesen auch

und mit Trainer

oder Sportvorständen

beim Klub.

Da hat man auch immer

erst das Gespräch gesucht.

Das war tatsächlich immer so.

Also es wurde jetzt nichts

übers Knie gebrochen.

Es wurde immer,

immer gesprochen.

Egal, wer Sportvorstand war

oder egal, wer Trainer war.

Es wurde vorher

eigentlich immer gesprochen.

Gab es auch Trainer,

die da einfach immer zugänglich waren,

wo du auch gemerkt hast,

da bringt das Reden jetzt nichts mehr?

Also ins Gesicht nicht.

Ins Gesicht war jetzt keiner dabei,

der alles abgeschmettert hat,

was sie ihm erzählt haben.

Ob er es dann so gesehen hat

oder hintenrum was anderes gesagt hat,

kann ich jetzt nicht beurteilen.

Es war eigentlich immer konstruktiv.

Es ist eigentlich nie mit Trainern

zum Streit gekommen.

Ich hatte immer ein sehr ehrliches Gespräch,

das habe ich aber gewollt

mit Damian Canadi

ganz am Anfang der Saison.

Das habe ich dann auch gesucht

und dann war es auch besser

zwischen uns beiden.

Ja, und ansonsten,

das war so die größte Form

der Konfrontation,

die ich jetzt mit einem Trainer hatte

beim Klub.

Ansonsten,

ja, es sind halt die Gespräche,

die geführt werden.

Sagen wir es mal so,

was ich sagen kann von mir aus

mit reinem Gewissen

und mit Gesicht ins Spiegel

und ich kann mich anschauen,

ist, ich habe keinen Trainerkopf

auf dem Gewissen.

Also Loyalität,

wir kennen uns auch schon bei Joao,

das war bei dir schon immer sehr wichtig.

Also, wie du dich nach außen darstellst,

wie du dich äußerst,

der Verein stand schon so immer über allem.

Immer.

Weil, ja, wie gesagt,

das bringt ja sonst alles nichts.

Mein Ego,

meine Gedanken,

was bringen die den Leuten?

Also es hilft ja nichts.

Wenn es zum Wohle des Vereins ist,

okay, vielleicht,

aber trotzdem zähle ich trotzdem

nicht über dem Verein,

das ist klar.

Mal konkret zu hören,

wie war die Situation

in dem Bundesliga-Jahr,

da haben wir ja auch schon

öfter drüber gesprochen,

da war ein Trainingslager,

da war ich auch dabei

mit Kollegen,

mit Michael Kölner,

ich war in,

wo war es?

War Natz?

glaube ich.

Achso, in Spanien.

Im Winter dann,

im Winter,

das war Spanien.

Ich war so in so vielen Trainingslagern,

dass ich das nicht mehr

auf die Reihe kriege.

Aber da hatten wir wirklich

so als Außenstehende

das Gefühl,

das passt einfach nicht mehr.

Also da,

auch beim Training,

da hat keiner mehr richtig zugehört.

Hat das getäuscht,

der Eindruck?

Also nach außen wird immer gesagt,

nee, nee, das passt alles,

klar, das muss man dann

erst jetzt schon sagen.

Aber rückblickend war das schon

auch so eine Phase,

wo man gemerkt hat,

das wird jetzt schwierig?

Es ist so ein Weg dazwischen.

Es ist einerseits

der Situation geschuldet,

weil die dann schon,

der Erfolg war nicht da,

dann ist extrem viel

Unzufriedener da,

plus extrem viel

unzufriedene Egos für sich.

Die Mannschaft an sich

war intakt,

vom Spirit her,

bei jeder einzelne Spieler

natürlich an seinen Themen.

Plus die Unzufriedenheit

als Gesamtes.

Es war alles nicht gut damals.

Es war so,

wie der Eindruck war.

Aber das ist, glaube ich,

gar nicht persönlich

gegen Michael Kölner gewesen,

sondern einfach

der Situation geschuldet.

Und irgendwann

ist es dann einfach so,

dann sind manche Dinge

vielleicht auch mal,

sag ich mal,

ausgelutscht.

Und dann,

Glaubst du,

im Rückblick,

das war das eine Jahr

Bundesliga,

dass du mit dem Klub

nochmal spielen durftest,

dass man es vielleicht

so leicht abgeschenkt hat.

Also abgeschenkt gar nicht

in dem Sinne,

dass man nicht wollte,

natürlich wollte jeder,

aber das ist vielleicht

gar kein Hexenwerk gewesen,

wenn diese Chance

zu ergreifen

und sich da vielleicht

zu etablieren.

Das war die letzte Chance,

jetzt spielen wir sieben Jahre

Zweite Liga,

also man trauert immer

so ein bisschen hinterher.

100 Prozent.

Wenn man ehrlich

auf diese Saison guckt

und man sagt,

mit welcher Mannschaft

gehen wir in die Bundesliga

und welche Mannschaft

hatten wir in der zweiten Liga,

dann war in der zweiten Liga

mein Konkurrent

beziehungsweise mein Backup,

dann in dem Fall,

weil ich es mir daran erarbeitet habe,

aber war Mischo Brecciko.

Und ich habe von Mischo Brecciko

unfassbar viel gelernt.

Also wie er sich gegeben hat,

wie er sich mit der Situation

war auch Kapitän,

war Kapitän,

die Erfahrung,

die er hat,

die habe ich heute nicht.

Das, was er gespielt hat,

das, was er konnte,

das, was er im Training

auch gezeigt hat,

war für mich,

das habe ich ihm auch

nach der Saison gesagt,

ich habe unfassbar viel

von Mischo Brecciko gelernt

in einem Jahr.

Das ist Leon.

Ein bemerkenswertes Exemplar,

das alles lieber macht,

als seine Steuer.

Hier beim arttypischen

Bauen zu beobachten.

Wird es ein Stuhl?

Ein Baumhaus?

Wir wissen es nicht.

Aber wir wissen,

es ist nicht seine Steuer.

Dabei hätte Leon

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Lasso Sepsie war

hinter Leibold.

Tobi Werner

als Alter.

Thorsten Kirschbaum

hinter Fabi Bredlow.

Das sind alles Jungs gewesen,

die in der Kabine

überragend waren,

unfassbar viel Erfahrung hatten

und natürlich einen riesen,

riesen Anteil daran hatten,

dass wir aufgestiegen sind.

Das waren nicht nur

Hanno und Ischak

und Leibe und ich

und Everton und Georg

und Möwe.

Das waren die Jungs dahinter,

die halt A,

im Training

Gasgegeben haben.

Trainingsqualität war

unglaublich hoch.

Und dann gehen wir

ins nächste Jahr.

Die sind alle weg.

Und bei allem Respekt

für die Jungs.

Wir holen

Törles Knöll,

wir holen

Timothy Tillman,

wir holen

Simon Rhein

und so weiter.

Das sind alles junge Kerls,

die alle,

die nicht Bundesliga

gespielt haben,

nicht mal Zweite Liga

gespielt haben,

plus Hanno,

Leibe,

ich, Georg,

die haben alle

nicht Bundesliga gespielt.

Und da ist halt

einerseits

ist man als Spieler

dann froh,

ihr vertraut uns weiter

in der Bundesliga,

aber trotzdem haben wir

es nie gehabt.

Und ich nehme mal

ein Beispiel,

Hoffenheim,

erste Halbzeit zu Hause.

Das waren die intensivsten

45 Minuten,

die ich in meinem

ganzen Leben jemals hatte

und es steht 1-1.

Und ich komme in die Halbzeit

und ich war mausetot.

Und die bringen noch,

ich muss gegen Krammeritz

spielen die ganze Zeit

und dann bringen die noch

Salai und noch den

Joelinton,

der jetzt bei Newcastle

spielt und so weiter.

Und dann spielst du

gegen die zweite Halbzeit

und dann hast du

keine Chance.

Du hast keine Chance.

Das war einfach qualitativ

einfach viel zu stark

für uns.

Und dann sage ich halt,

da muss man sich schon

Gedanken machen.

Hätten wir ein bisschen

mehr ins Risiko gehen müssen.

Ja, definitiv.

27 Punkte reichen

für die Relegation

vom VfB Stuttgart.

Also das war definitiv drin.

Da bin ich dann eher

im Nachhinein

dieses Jahr kotzt mich

tatsächlich noch extrem an,

weil einfach,

es hätte definitiv

anders gehandelt werden können

und ganz andere Spieler

geholt werden können.

Einfach nochmal ins Risiko gehen.

Es war mehr Geld da

und wir haben drei

Außenverteidiger

für die ganze Saison

und das sind

Leibe,

Robert Bauer und ich.

Und ja,

ich bin die Hälfte ausgefallen

und dann stehst du halt da.

Was die Mannschaft,

diese Aufstiegsmannschaft

angesprochen,

da hat man auch so

von außen das Gefühl,

es ist eine besondere Mannschaft.

Also man sagt immer

von diesen elf Freunden,

das ist ein Klischee,

aber man hatte damals

schon das Gefühl,

ihr wart glaube ich auch

viel miteinander unterwegs.

Sebastian Kerken noch dabei,

Möbel,

Leibold,

das sind alle genannt.

Ihr habt glaube ich

auch wahnsinnig viel

selber geregelt

da auf dem Platz.

Das hat einfach funktioniert

von der Achse her.

Würdest du das bestätigen

von all den Mannschaften,

die du gespielt hast,

dass das schon

besonders spirituell war?

100 Prozent.

100 Prozent.

Die einzige andere Mannschaft,

die ich so bewerten kann

beziehungsweise

es waren noch zwei

und es waren immer Mannschaften,

die aufgestiegen sind.

Es war die Aufstiegsmannschaft

in Aalen.

Es hat schon seinen Grund,

warum Dinge passieren.

Und es war die Mannschaft,

mit der wir in Karlsruhe

Relegation gespielt haben

gegen HSV.

Hanno und ich

reden da gerne drüber,

weil wir nach zwei Wochen

immer das Gefühl hatten sofort,

ich glaube,

ich glaube,

da geht was.

Und die Erwartung von außen

war ja überhaupt nicht so.

Und wir wussten irgendwie,

als wir in Nats angekommen sind,

die ersten paar Tage,

wir wussten sofort

und spätestens nach dem Interspiel,

wussten wir,

wo die Reise hingeht.

So für uns intern.

War schon sehr besonders.

Lass uns gerne noch ein bisschen

eintauchen in deine Karriere.

Du hast jetzt schon

ein paar Sachen angesprochen.

Du wurdest 2010, glaube ich,

bist du nach Aalen.

Nach 16 Jahren beim Klub

hast du mit vier Jahren angefangen.

Du hast vorhin schon gesagt,

es ist dir schwer gefallen,

weil auch so ein bisschen

die Tür zugeschlagen wurde.

Rückblickend betrachtet

aber der Schritt,

der nötig war,

um zu dem Enrico Valentini zu werden,

der heute hier sitzt?

Ich denke schon.

Ich denke definitiv, ja.

Ich gucke auch gar nicht

so mit Groll zurück.

Ich glaube,

dass alles passiert,

wie es passieren soll.

Und ich glaube einfach,

dass es in dem Moment wichtig war,

für mich mal von hier wegzukommen,

mal Mann zu werden

und alleine zu sein

und dann mal sich beweisen zu müssen.

Und das erste halbe Jahr in Aalen

war das Schlimmste,

fußballerisch gesehen.

Deswegen sage ich das so,

schlimm ist immer relativ.

Fußballerisch gesehen war es das Schlimmste,

aber hat mir bis heute

am meisten geholfen.

Von diesen sechs Monaten

zehre ich bis heute.

Mit Ralf Hasenhüttl damals als Trainer?

Nein, Ralf Schadinger noch.

Der hat mich geholt

und Hasenhüttl hat dann im Winter übernommen

und dann wurde es besser für mich.

Dann ging es 2014 nach Karlsruhe weiter.

Ganz dramatisches erstes Jahr

mit dem verpassten Aufstieg

in der Delegation gegen HSV.

War hochdramatisch damals.

Ich glaube 1-0 geführt

bis Kurzvorschluss im Rückspiel.

Dann 1-1 Verlängerung.

2-1, 11 Meter noch gehalten

von René Adler.

Und dann weiß man noch die Bilder

von dem weinenden Enrico Valentini,

der am Zaun steht

und seiner Familie getröstet wird.

Ja, war das...

War einer der bittersten Momente

in deiner Karriere?

Extrem.

Wenn man sich das betrachtet

und die Delegationen

der Jahre davor sieht,

habe ich eine einzige Delegation

zwischen Bundesliga

und Zweite Liga im Kopf,

die noch knapper war

beziehungsweise die auch

eher unverdient war.

Also werden die Fans

ungern hören,

aber Fürth Hamburg war auch

mit dem Auswärtstor

da in der Bundesliga bleiben.

Wo sich der Soccer

dann vor die Bank stellt

und die Muskeln spielen lässt.

Genau.

Und dann denkt sich alle,

was hast du jetzt hier erreicht?

Genau.

Und das war...

Wir haben in Hamburg besser gespielt.

Wir treffen die Latte.

Wir hätten den Elfmeter

bekommen müssen

für ein 1-0

und kriegen dann

relativ zufällig ein Tor.

In Hamburg hatten die gar nichts.

Und dann spielen wir

in Karlsruhe

und haben eigentlich alles im Griff

und schießen auch noch

zehn Minuten vor Schluss

das 1-0.

Dann dachte ich schon,

ja, das ist es.

Das kriegen wir jetzt verteidigt.

Vor allem wir waren

richtig gut hinten.

und dann kriegst du so

einen Freistoß gegen dich,

der keiner war.

Ich glaube,

Jonas Meffert träumt

immer noch davon.

Und dann so zu verlieren

dann im Nachhinein,

da waren wir gebrochen einfach.

Das Tor hat uns gebrochen.

Und dann nochmal eins kassieren

und dann wusstest du,

zwei Auswärtstore,

du musst jetzt nochmal

zwei schießen.

Der Elfmeter hätte jetzt

auch nicht groß geholfen,

das war 120 plus.

Ja, das war Wahnsinn.

Das war Wahnsinn vom Gefühl her.

Wahrscheinlich das Schlimmste,

Wie lange braucht man,

um sowas abzuschütteln?

Erst mal in Urlaub gefahren danach

oder wirklich mal

zwei Wochen von Fußball

nichts sehen, nichts hören?

Ja, ich habe zu meiner Frau gesagt,

mach du.

Ich will nichts wissen,

mach einfach, entscheide du.

Und dann haben wir irgendwas

in der Türkei gebucht,

all inclusive, einfach weg.

Ich will nichts sehen,

nichts hören, nichts, gar nichts.

Ob sogar das Handy weggelegt,

alles.

Und lag einfach nur da.

Lustigerweise dann nach

ein paar Tagen

der Klub angerufen.

Das war witzig.

Da war ich wieder besser drauf.

Und dann ging es zurück

in die Heimat.

Wie oft hast du diese Geschichte

hören müssen in der Karriere

von der Regensbeuger Straße

und der Pupp aus Zappo?

Können wir es irgendwann

nicht mehr hören?

Oder ist es einfach

eine schöne Geschichte?

Was steht dazu?

Naja, es ist halt eine schöne Geschichte,

die halt dann ausgelutscht wird.

Das ist wie ein gutes Lied,

wenn man es zu oft hört.

Es ist immer noch ein gutes Lied,

es bleibt für immer ein gutes Lied.

Aber beim 317 Mal...

Irgendwann ist die Geschichte

ja auserzählt.

Ja, beim 317 Mal

Bohemian Rhapsody

ist dann auch mal gut.

Aber es ist die Wahrheit trotzdem.

Was war das für ein Gefühl dann,

dass sich dieser Kreis schließt?

Wie gesagt,

du hast damals auch ein bisschen gelitten,

dass du gehen musstest

bei deinem Herzensverein,

der es ja immer war.

und dann bekommt man diese Chance

noch einmal.

Wie groß war da die Freude?

Extrem groß.

Also extrem.

Ich werde auch den Tag nie vergessen,

wo ich den Vertrag unterschrieben habe.

Weil es dann einfach Wahrheit wurde.

Dann wirklich geschlossen

hat sich der Kreis

erst mit dem ersten Spiel

gegen Lautern zu Hause.

Das war dann für mich der Moment,

wo dann das Kind in mir gesagt hat,

jawohl, du hast es geschafft.

Und du wurdest plötzlich

Rechtsverteidiger.

Wer hatte denn diese Idee eigentlich?

Die Idee tatsächlich,

Also du hast ja offiziell

für Stürmer gespielt.

Links, rechts, außen.

Immer außen gespielt.

René Müller hat zu mir

bei den Amateuren gesagt,

pass auf,

du bist für uns

wichtiger Offensivspieler.

Ich glaube aber,

wenn du hoch willst,

musst du Außenverteidiger sein.

Wenn du das Spiel vor dir hast,

bist du besser.

Das hat er mir damals schon gesagt.

Das wollte ich natürlich

damals nicht wahrhaben.

Weil man lieber Tore schießt,

als Tore verhindert.

Was zwar nicht verboten ist,

als Verteidiger.

Ja, aber weil ich aber auch immer

halt offensiv dachte.

Also ich habe meine ganze Jugend

immer,

jeder Trainer hat mich offensiv

aufgestellt.

Also da kam keiner auf die Idee,

mich mal hinten hinzustellen.

Dann musste ich in Aalen,

weil dem Haasenwirtler

der Linksverteidiger

nicht gefallen,

dann hat er mich auf

Linksverteidiger

provisorisch gestellt,

ein paar Spiele.

Das Jahr drauf hat er mich dann

aber wieder offensiv

eingeplant gehabt.

Und so ging es dann auch weiter.

Und dann kam es notgedrungen

in Karlsruhe bei Kautzinski,

weil Sascha Traut und Philipp

Klingmann sich beide verletzt hatten,

beide Langzeit.

Und dann hat er mehr oder weniger

ein Casting gemacht.

Da hat er dann gesagt,

du hast in Aalen schon

Außenverteidiger gespielt,

da habe ich aber links hinten

gespielt.

Da habe ich gesagt,

ja, traust du dir das zu?

Ich so, ja, nicht so lange.

Ich spiele da,

wo der Trainer mich hinstellt.

Ist so, tatsächlich.

In meinem Kopf habe ich aber gedacht,

okay, mache ich jetzt,

bis die wieder da sind

und dann gehe ich wieder nach vorne

und ab da

bin ich wieder weg.

Und irgendwann auch

Spaß dran gefunden.

Ja, so wie ich spielen durfte, ja.

Sowohl bei Kautzinski

als auch bei Kölner

durfte ich voll mitmachen

nach vorne.

Und das Gefühl für hinten

hatte ich schon immer eigentlich.

Deswegen haben sie es auch gemacht,

wahrscheinlich.

Aber ja, doch,

hat es schon Spaß gemacht.

Es gibt ja gerade ganz interessante

alte Parallele,

mit Tim Janisch,

der ähnliche Entwicklung hat,

eigentlich auch Offensivspieler war,

jetzt zum Rechtsverteidiger

umfunktioniert wurde,

wo man jetzt noch nicht

so ganz genau weiß,

funktioniert es,

funktioniert es nicht.

Wie siehst du ihn?

Ich glaube,

du schaust da nochmal

mit anderen Augen drauf,

weil du die Erfahrungen teilst.

Ja, mit Tim habe ich viel gesprochen

die letzten Jahre.

Und ich sehe einen Jungen,

der halt eine halbe Saison

gespielt hat,

die sehr gut gespielt hat,

für das,

das aus dem NLZ kam

und dann die Leistungen,

die er gebracht hat,

waren sehr,

sehr gut in meinen Augen.

Dinge,

die er verbessern muss,

das weiß er selber aber auch,

aber ich glaube einfach,

dass so ein bisschen

zu wenig Geduld

jetzt da war,

gerade am Anfang der Saison,

für so einen jungen Spieler.

Er ist immer noch

ein junger Spieler.

Also man wollte ihm ja auch

das Vertrauen geben,

dass man auch zunächst verzichtet.

Das sind ja doch,

du hast aufgehört,

Oliver Wielerzen

ist zurück nach Dänemark.

Man dachte,

man kann es mit den Jungen

wuppen.

Und dann ist dann

der Erfolgsdruck doch so groß,

dass man sagt,

man kann,

du bist selber Trainer,

wie würdest du entscheiden?

Also wenn die Ergebnisse fehlen,

er hat natürlich auch

war dumme Elfmeter verursacht,

hat Fehler gemacht.

Kann man es sich dann leisten,

an seinem jungen Spieler

festzuhalten,

oder wird dann der Druck von außen

einfach doch der Ergebnisdruck

zu groß?

Ja, die Frage ist halt,

ist man wirklich überzeugt

von der Entscheidung?

Und wenn man überzeugt

von der Entscheidung ist,

dann muss man in Kauf nehmen,

dass da Fehler passieren.

Weil er nicht so viel Erfahrung hat,

wie die Leute ihm gerne zuschreiben.

Und es muss passieren,

dass du Fehler machst,

weil sonst lernst du ja nicht.

Erfahrung ist ja

aus Fehlern lernen.

Aber dürfen sie sich Fehler wiederholen?

Wie lange dürfen sie sich wiederholen?

Naja, spätestens jetzt

müssen alle Glocken läuten.

Ich persönlich würde es ihm

noch zugestehen,

es ist halt immer dann subjektiv,

wie stehst du zu dem Jungen,

wie siehst du ihn,

wie gibt er sich in der Kabine

und so weiter.

Aber rein fußballerisch betrachtet,

glaube ich,

müsste man ein bisschen

mehr Geduld ihm entgegenbringen,

weil ich finde,

ich sehe das Potenzial

und ich sehe,

was er schon geleistet hat.

Und letztes Jahr

hat es auch keiner

in Frage gestellt

und die Fehler werden kommen

und auch ein Jan Usun

hat nicht alles perfekt gemacht

und ein Nebraun

hat nicht alles perfekt gemacht

und auch ein Finn Jeltsch

hat nicht alles perfekt gemacht.

Finn Jeltsch hat auch mit Rot

gegen Fürth vom Platz fliegen können,

Anfang Derby,

nach dem Anstoß direkt,

dann hätte die Geschichte

auch ganz anders aussehen können.

das sind alles Sachen,

wie gesagt,

wenn er jetzt

die richtigen Schlüsse draus zieht,

dann wird er wieder kommen,

weil ich überzeugt von ihm bin.

Jetzt hat sich der potenzielle Vertreter,

Kodosu,

leider auch schwerer verletzt,

fällt länger aus,

jetzt spielt Team Drechsler,

eigentlich ein gelernter Innenverteidiger.

Muss man also auch so

polyvalent,

wie es heißt,

sein und das auch spielen können.

Siehst du das optimal

oder hörst du schon lieber

einen richtigen

Rechtsverteidiger

auf der Position?

Und heutzutage,

die Jungs,

die müssen ja auch

in der Ausbildung

schon mehrere Positionen

kennenlernen.

B ist es dann der Vorteil,

wenn du polyvalent bist,

dass du halt eben

schönes Wort polyvalent bist,

dass du halt einsetzbar bist,

halt auf Positionen

und jetzt der Stabilität geschuldet,

sag ich mal,

für Tim,

auch als Sicherheit

so ein bisschen

verstehe ich das auch,

die Entscheidung,

weil Tim Drechsler

dann natürlich

dann defensiv

ein ganz anderes

Fußball spielt

als Tim Janisch.

Aber grundsätzlich

auf Dauer,

glaube ich,

wird es sich dann

wieder rotieren.

Wie nah bist du noch dran?

Also gerade in solchen Situationen,

du sagst,

du kennst den Tim Janisch

ja auch schon länger,

sucht man doch mal

das Gespräch

und gibt ein paar Tipps

oder sagst du,

ich bin raus aus der Kabine,

ich mische mich da nicht ein,

wenn jemand was will,

kann er zu mir kommen,

aber so proaktiv

halte ich mich da zurück.

Ja gut,

das wissen die Jungs

ja grundsätzlich,

dass sie immer kommen können.

Ich war jetzt beim Training

ab und zu,

meint der Früh,

habe dann zugeschaut,

viel mit den Jungs

auch gesprochen,

so auch mit Tim geredet.

Also ja,

ich bin schon noch dran,

nicht ganz so nah wie früher,

aber der Kontakt

ist schon noch da,

definitiv.

Wie sehr leidest du mit momentan

oder in den letzten Wochen?

jetzt ist halt wieder,

das ist wieder das schlechte Leiden,

das ist wieder dieses

nicht eingreifen können,

nicht,

nicht,

Wo bist du im Stadion?

Tribüne oder Kurve?

Du warst ja schon mal in der Kurve,

da immer,

als du gesperrt warst.

Ja genau,

gegen Paderborn war ich ja,

bei der Koto war ich unten gehockt,

auf der Haupttribüne.

Jetzt nach unserem Spiel gegen,

gegen wen haben wir gespielt?

Zu Hause,

Regensburg zu Hause,

haben wir gespielt

und nach der Halbzeit,

also wir haben dann zu Ende gespielt

und sind dann zur Halbzeit

ins Stadion gekommen gegen Hertha.

Das heißt,

ich dann oben auf der Haupttribüne

kriegt das NLZ,

die Karten da oben.

Genau,

dann habe ich es von dort

mir angeschaut.

bist du emotional?

Wenn du auf der Bank sitzt,

ist es anders.

Richtig mit schimpfen

und Schiedsrichter beschimpfen.

ich bin auch aufgestanden,

die Leute um mich herum

haben mich angeschaut.

Am Ende des Tages bin ich schon noch Fan,

da bin ich noch voll mit dabei.

Aber es ist schwer dann,

gerade wenn es nicht läuft,

noch schwerer als früher,

wo man gedacht hat,

vielleicht zumindest im Training,

du hast dann auch noch so viel gespielt

am Schluss,

aber du konntest in der Kabine

noch Einfluss nehmen,

konntest die Stimmung mit beeinflussen,

was ja auch immer gesagt wurde,

wie wichtig du bist

für dieses Klima,

für diese Kabine,

wie man es nennt.

das hat tatsächlich,

diese Konstellation hat bei mir

auch ein bisschen den Blick

aufs Trainerdasein geöffnet,

weil wenn du mich vor zwei Jahren

gefragt hättest,

dann war ich noch nicht auf dem Punkt.

Dadurch,

dass ich dann die Jungs beobachtet habe

und als Spieler,

die halt so ein bisschen

strugglen,

sag ich mal,

das hat es dann so ein bisschen geöffnet,

weil ich halt gemerkt habe,

denen kann ich schon helfen

und das hat es mir dann ein bisschen

einfacher gemacht

und das ist natürlich,

wenn du das nicht mehr beeinflussen kannst,

in dieser Hinsicht,

du hast ja nichts mehr in der Hand,

auch wenn du,

das war für mich ja letztes Jahr

auf der Tribüne auch so

oder wenn ich daheim

vor dem Fernseher saß,

war ja,

das war ja

nicht so schön,

nicht so schön.

Verfolgst du den Klub

ja auch schon viele Jahre

als Fan,

als Spieler,

als externer Spieler,

als Klubspieler,

was immer wieder kommt,

ist das schwierige Umfeld,

also immer,

wenn der Verein

eine schwierige Phase durchläuft,

auch jetzt zuletzt

wurde das schwierige Umfeld

wieder ausgepackt.

Wie hast du denn das

als Spieler wahrgenommen?

Wer ist denn

dieses schwierige Umfeld?

Sind wir das?

Die Medien?

Sind es die Fans?

Das ist immer so ein

abstrakter Begriff.

Wie hast du das früher

als Spieler wahrgenommen?

Das ist ein Zusammenspiel

aus beiden,

aber es ist da.

Es ist wirklich da?

Es ist kein urbaner Mythos,

das schwierige Umfeld,

das gibt es wirklich.

Es gibt es wirklich.

Erklär es uns.

Ich erkläre es euch.

Es ist relativ einfach,

wenn ich jetzt

Beispiel KSC nehme,

der auch ein Traditionsverein ist,

der vielleicht nicht ganz so ambitioniert ist

wie der Klub,

aber trotzdem im Umfeld

Bundesliga-Vergangenheit hat,

Europapokal-Vergangenheit hat.

Genau,

und da herrschen auch Erwartungen,

die sind auch hoch,

im Negativfall

ist dann

auch im Stadion,

wenn ich mal die Fans nehme

jetzt nicht mal zu sehr

die aktive Fanszene,

sondern

eher der Rest,

ist dann immer die Frage,

wie schnell

bin ich sehr unzufrieden?

In Nürnberg geht es nicht darum,

wie schnell bin ich unzufrieden,

sondern wie schnell bin ich sehr unzufrieden?

Und das ging in Nürnberg extrem schnell.

Ich nehme ein bestes Beispiel,

Luki Mühl.

Wenn ich jetzt Luki Mühl als Beispiel nehme,

die Art und Weise,

wie ihm entgegangen wurde,

ohne riesengroße Fehler gemacht zu haben,

sondern für Pässe zum Torwart,

weil er sich unsicher war.

Und du pfeifst deinen eigenen Spieler aus,

der gerade nicht mal einen Fehler gemacht hat,

sondern einfach nur von der Option

die Unsicherheit er genommen hat.

Und du pfeifst deinen Spieler aus,

der für deinen Verein spielt,

hilfst du ihm dann.

Ich bezweifle es stark.

und dann sind wir ja schon bei Umfeld Punkt 1.

Und Punkt 2 seid ihr.

Und ihr,

ich sag mal so,

wenn sich die Chance ergibt,

dann seid ihr eher nicht

mit dem Zuckerbrot unterwegs,

sondern eher mit der Peitsche.

Tatsächlich so?

Ja, doch.

Ich find schon,

also ich find schon,

dass dann schon diese so,

diese stichelnden Fragen und so,

man muss es abkönnen,

ist es klar,

aber man muss auch verstehen,

was man damit auslöst.

ich bin irgendwo,

ich bin irgendwo zwiegespalten,

weil ich sag,

ich jetzt als Kapitän

oder als Trainer,

dir muss bewusst sein,

dass das kommt.

Und du musst auch vorbereitet drauf sein,

weil du trägst Verantwortung.

Das ist klar.

Das geht nicht darum,

die Verantwortung abzusprechen

und zu sagen,

ihr seid schwer

und deswegen ist es scheiße hier,

sondern einfach nur,

es trägt halt nicht

zur Besserung bei.

Wo verläuft die Grenze für dich

zwischen sachlicher Kritik

und eben diesen Dingen,

die dann drüber rausschießen?

Wenn es,

sag ich mal,

wenn es persönlich wird

auf der Ebene,

dass die Kritik

dann überhand nimmt,

dass es viel wird

und jeden Tag

und so weiter,

dann ist es zu viel einfach.

Weil dann drehen wir nicht mehr über,

dann muss man sich halt

die Frage stellen,

wäre ich jetzt der,

der Geschädigte,

sag ich mal,

stelle ich mir die Frage,

hat der jetzt eine Agenda,

der das über mich schreibt?

Macht der das jetzt bewusst

gegen mich,

um jetzt dafür zu sorgen,

dass jetzt so viel Druck

auf mich kommt,

dass beim nächsten Mal

bin ich weg?

Ist es jetzt so?

Das reicht ja schon,

dass ich mir diese Frage stelle

von innen.

Ob es dann so ist oder nicht,

das werde ich nie,

nie erfahren.

Das würde mir derjenige

niemals erzählen.

Das ist ganz interessant,

weil mit deiner Schwester,

Luana,

Grüße,

du hörst bestimmt zu,

die wir auch öfter

das Gespräch hatten

und sie hat ja beide Seiten

miterlebt als Pressespeicherin

beim FCN,

sowohl die Auseinandersetzung

mit uns,

mit unseren Bedürfnissen,

als auch natürlich durch dich,

weil sie natürlich auch

sehr nah an der Spielerseite dran

und sie hat immer gesagt,

wir sollen mal die Perspektive

der Spieler mehr einnehmen.

Also ich glaube,

jetzt mal so sinngemäß,

schreibt mir Luana,

wenn ich die jetzt falsch zitiere,

kein Spieler geht ins Spiel

und will verlieren.

Die Jungs tun alles dafür

und es ist ihr Lebenstraum

und sie wollen jedes Spiel gewinnen.

Es gelingt halt nicht immer.

Aber man kann ihnen nie unterstellen,

sie wollen nicht

oder es ist halbherzig

oder sie wissen nicht,

für wen sie hier auflaufen.

Würdest du das so bestätigen?

100 Prozent.

100 Prozent,

weil wie ich das Beispiel

von Luki gerade genannt habe,

wenn du einen Jungen hast,

der die ganze Trainingswoche

überragend trainiert,

der Anlagen hat,

die richtig gut sind

und sobald er das Fuß

in dieses Stadion setzt,

ist alles weg.

Er hat es an seiner Körpersprache

dann auch irgendwann gemerkt,

diese Verunsicherung,

die sich dann auch

in der Haltung ausdrückt.

Und kein Trainer stellt

einen Spieler auf,

der so trainiert die Woche.

Keiner.

Also trainiert er so die Woche,

sagt der Trainer zu ihm,

komm, lass mal weg,

passt schon.

Schauen wir mal,

dass wir jetzt langsam

wieder da wegkommen.

Sondern der spielt,

weil er so dementsprechend trainiert.

Der Trainer ist ja nicht dumm,

der will ja seinen Job auch behalten.

So und das Gleiche gilt

für Trainer wie für Spieler

und keiner von den Jungs,

also ich,

außerdem fällt mir einer

und Chris Martini

gerät schmerzt dann

irgendwann dazwischen

und sagt dann,

nee, der und der.

Aber mir fällt keiner ein,

der auf den Platz gegangen ist

und gesagt hat,

ist mir scheißegal,

was heute passiert.

Ich meine,

es gibt sicherlich noch

einen Unterschied

zwischen Spielern,

jetzt Chris Martini oder du,

die sich wirklich

mit diesem Verein identifizieren,

weil sie einfach schon

lang da sind

und Anführungszeichen

irgendwelchen Legionären,

die halt jetzt mal

ein Jahr hier sind

und wo es nicht läuft

und dann wissen sie,

dann sind sie halt

nächstes Jahr wieder woanders.

Wahrscheinlich gibt es da

schon noch einmal Abstufungen.

Aber generell,

glaube ich,

jeder Spieler,

jeder Fußballer

will gewinnen.

aber kann man dann

einen Spieler das verübeln,

der ausgeliehen ist

und der in seinem Hinterkopf

immer das hat,

na gut,

wenn das passiert,

es wäre unfassbar,

wenn dieser Spieler

so einen Charakter hat,

dass er sagt,

ja geil,

ich ballere mich jetzt

voll rein,

ein Jahr lang,

egal was passiert.

Aber jetzt nehme ich mal

Beispiel Tim Drechsler,

der hat es hier so gemocht,

der hat sich voll reingehauen.

Egal was passiert wäre,

der hat jetzt keine Negativphase

erlebt hier beim Klub,

das ist auch klar,

aber trotzdem sind es alles Jungs,

denen gefällt es schon,

hier zu sein.

Es waren jetzt ganz wenige dabei,

die wirklich nichts geliebt haben,

hier mit dem Stadion,

den Fans,

der Stadt,

dem Verein und so weiter,

dass das hier nicht gefallen hat.

Also grundsätzlich,

die Grundausrichtung des Spiels,

das ist wie Luana gesagt hat,

der will gewinnen,

der will hier sich zeigen auch.

Manchen gefällt es sogar so gut,

dass sie sich ja auf die Tribüne setzen.

gibt es auch.

Verstehst du sowas?

schwierig ist es dir mal?

Schwierig,

schwierig,

weil es dann doch nicht immer ganz so ist,

wie es nach Hause dargestellt wird.

Also es gibt immer zwei Sichtweisen.

es gibt immer zwei Sichtweisen.

Und ja,

von daher,

es macht es halt nicht leichter,

wenn halt sehr schnell Unzufriedenheit herrscht.

Und ich kann es ja sagen,

ich war der Block neben der Haupttribüne links,

vier glaube ich,

sehr schnell sehr oft gepfiffen.

Und irgendwann habe ich dann auch als Kapitän gesagt,

wir gehen da nicht mehr hin.

Einfach nur,

dass sie es sehen,

so ey,

ich verstehe euch,

ihr zahlt,

ist alles gut.

Aber ich jetzt für mich,

meine Lage versetzen,

ich gebe Vollgas hier,

ich reiße mir den Arsch auf für den Verein,

alles,

und ich muss mir ständig von euch

und nur von euch

die ersten Pfiffe gefallen lassen.

Dom P jubelt bei euch unter der Tribüne

und ich ziehe ihn weg.

Und solche Dinge,

die uns halt einfallen,

wir denken an diese Dinge,

gerade ich.

Und dann muss ich mich,

und dann muss ich,

hören wir ihr als erstes,

den Luki Mühl aus Pfeift und so weiter.

Vielleicht fühlen sie sich jetzt mal angesprochen,

vielleicht denken sie sich jetzt ein paar,

was labert der Valentini da?

Aber am Ende des Tages,

das war das Gefühl,

was auf dem Platz war.

Und dann sage ich,

muss ich mir das gefallen lassen immer?

Oder kann ich sagen,

pass auf,

lasst uns das mal zusammen machen.

Ihr versteht,

was ich euch sagen will,

weil ich kann nicht mit euch allen reden.

Aber so zeige ich es euch mal

und dann schauen wir mal,

was daraus passiert.

Die aktive Fanszene,

das muss man ihnen lassen.

Bei aller Kritik und bei allem Lob.

Sie sagen immer,

wenn wir sehen,

dass ihr euch den Arsch aufreißt,

dann werden wir nicht pfeifen.

Und dann werden wir immer die Unterstützung haben.

Und das war bis jetzt,

bis heute immer so.

Sie haben die immer eingehalten.

Wenn der Punkt einmal überschritten ist,

kann es auch unangenehm werden.

Genau.

Ich denke mal an Trikot abgeben

in Karlsruhe damals.

das habe ich ausgelöst,

sage ich mal,

mit meiner Truppe damals.

Aber ich sage nur so,

also das wurde doch dann immer eingehalten.

Solange das so ist,

ist alles in Ordnung.

Weil die Spieler wissen schon selber auch,

wann das Engagement gefehlt hat

oder nicht genug war.

Aber grundsätzlich,

man muss schon als Kritik äußern da,

sich auch die Frage stellen,

was macht denn der die ganze Woche?

Der muss sich die ganze Woche beweisen.

Der muss die ganze Woche,

jeden Tag in seinem Leben,

muss er sich einem Konkurrenzkampf stellen.

Plus er muss sich dann

von 30, 40, 50.000 am Wochenende

auch noch bewerten lassen.

Abliefern.

Himmelhoch-Jaustens kann auch nach oben ausgehen,

aber kann auch krass nach unten ausschlagen.

Also man muss beide Seiten sehen,

aber ich finde es schon in Nürnberg

schon sehr, sehr extrem.

Weil du,

weil du jetzt ein paar Mal

Lukas Mühl angesprochen hast,

ist das auch so eine gewisse Schizophrenie.

Die Leute fordern immer,

Eigengewächse,

fränkische Talente

auf junge Spieler setzen.

Aber man hat das Gefühl,

gerade die Spieler

sind dann auch wahnsinnig schnell

diejenigen,

die gekreuzigt werden

im übertragenen Sinne.

Auch Tim Janisch zum Beispiel,

auch so ein Beispiel,

der jetzt natürlich viel Kritik

abbekommen hat

für die Fehler,

die er natürlich gemacht hat.

Lukas Mühl.

Eigentlich komisch,

dass dann gerade so

Eigengewächse

so wenig Kritik genießen.

Hattest du auch mal das Gefühl,

als Eigengewächse,

als rückgekehrtes Eigengewächse,

du stehst strenger

unter Beobachtung

als vielleicht jemand anders?

Ob ich jetzt streng

unter Beobachtung,

so habe ich mich nie gefühlt,

um ehrlich zu sein.

Der Klub-Fern ist aber auch

sehr sensibel,

muss man auch sagen.

Die sehen schon auch,

wenn einer,

weil Pino

hat nicht immer

den besten Fußball gespielt.

Aber Pino haben sie alle gesehen.

Der ballert sich in alles rein.

Pino hat auch einige

rote Karten bekommen,

die der Mannschaft

beschadet haben.

Wofür aber heute gefeiert wird,

weil er halt dann

Einsatz gezeigt hat.

Jetzt kann es jeder

entscheiden, wie er will.

Der Trainer wird sagen,

Pino ist irgendwann mal gut.

Der Fan wird sagen,

ja, wenigstens einer

holt sich rein.

Das kann man jetzt

aus beiden Seiten betrachten.

Wird aber ein glorifizierter

im Nachhinein vieles.

Ja, genau.

Ohne dem Pino was wegzunehmen,

um Gottes Willen.

Aber es ist halt

dann die Frage,

wie sich was.

Und für Tim und für Luki

zum Beispiel,

wo ich es halt hautnah

miterlebt habe,

die wollen das so sehr.

Die spielen die Jugend

beim Klub,

die lieben den Verein.

Und die wollen das ja

noch mehr als andere.

Und dann das zu bekommen,

der Schlag ist viel härter

für so einen,

als für einen,

der nicht aus Nürnberg kommt

oder nicht hier

in der Jugend gespielt hat.

Das ist dann schon ein Brett.

Gab ja dann wirklich die Phase,

wo das sogar in diesen

ominösen Morddrohungen

gegipfelt hat.

Warst du da Kapitän

so derzeit?

Nee, Hanno.

Aber Hanno noch Kapitän,

genau.

Ich konnte das nicht mehr

genau einordnen.

Das ist so ein Moment,

wo man dann sicher

wirklich auch denkt,

du hast jetzt nicht

persönlich betroffen,

aber andere Spieler,

aber ich denke,

man leidet dann auch mit

mit den Kollegen

oder fragt sich,

was ist jetzt eigentlich

in welchem Film bin ich jetzt?

Das ist Wahnsinn.

Ohne jetzt zu bewerten,

wie ernst das gemeint war.

Allein die Tatsache,

dass ein Spieler Angst

haben muss,

brauchen wir nicht drüber reden.

Das reicht ja schon.

Das reicht ja schon,

dass der Hanno und der Luki

mit der Polizei

voraus,

die geschlafen haben.

Das ist Wahnsinn.

Das ist Wahnsinn.

Wegen Fußball.

Also es leiden Menschen

auf dieser Welt

und wir kriegen Morddrohungen,

weil wir schlecht Fußball spielen.

Also bei aller Liebe,

das ist dann,

dann ist die Grenze

weit, weit, weit, weit überschritten.

Und das,

das war dann auch

so ein bisschen

der letzte,

der letzte Nagel

für den Luki auch,

glaube ich.

Das hat dann,

das war dann

zu Ende.

Das werde ich aber auch

nie wieder verlassen,

glaube ich.

Das wirst du immer mittragen.

Das war dann auch der Punkt,

wo man dann sagt,

das hat halt hier keinen Sinn mehr.

Ich habe hier keine Zukunft mehr.

Auch für dich ein Grund,

dass du aus Social Media

dich weitgehend

raushältst

oder zurückgezogen hast.

Du hast mal gesagt,

irgendwie,

du brauchst es einfach nicht.

Also die Beleidigungen,

den Hass,

den man dann teilweise abkriegt,

muss man zahlen.

Es sind zwei Gründe gewesen.

Das ist Leon.

Ein bemerkenswertes Exemplar,

das alles lieber macht,

als seine Steuer.

Hier beim arttypischen

Bauen zu beobachten.

Wird es ein Stuhl?

Ein Baumhaus?

Wir wissen es nicht.

Aber wir wissen,

es ist nicht seine Steuer.

Dabei hätte Leon

mit Taxfix

seine Steuer

ganz einfach

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einfach machen.

Punkt 1 ist,

ich habe es

wirklich abgewegt,

ich sage mal so,

als gläubiger Christ

habe ich schon eine Plattform,

da etwas

zu zeigen

in der Welt,

da habe ich mich

dafür entschieden,

das in meinem

privaten Umfeld zu machen

und so wie ich halt kann,

mit Interviews und so weiter.

Das war auch eher so ein Grund,

der mich noch auf Instagram

gehalten hat,

sage ich mal.

Andererseits dachte ich mir so,

ich kriege jetzt jedes Wochenende

irgendwelche Nachrichten,

die jetzt,

Gott sei Dank,

habe ich gelernt damit umzugehen,

aber ich musste lernen damit umzugehen,

das war nicht immer so.

Und die haben auch wehgetan

und die habe ich auch mitgenommen.

Und andererseits

war ich zu viel am Handy.

Also das ist so ein Dreigespann,

sage ich mal.

Und dann habe ich es abgeweckt

und habe gesagt,

ich versuche es jetzt

und habe eine rasche

Qualitätsaufwertung

meines Alltags erlebt.

Du kannst es empfehlen,

diese Detox.

Detox,

Social Media Detox.

Was hilft es uns denn?

Also ich war eh nicht

der Selfie-Typ,

der sich jetzt mal nach dem Spiel

so ein Bild posten,

aber dann dachte ich mir auch,

jeder macht es

und irgendwelche Hashtags

und für wen mache ich das eigentlich?

Also für wen mache ich es eigentlich?

Tatsächlich war nur der Gedanke,

die Plattform als Christ,

diese Plattform zu nutzen.

Aber ja,

wir haben nach dem Spiel

gegen Bayern,

haben wir Nachrichten

von Dortmund-Fans bekommen.

Das könnt ihr euch nicht vorstellen.

Also der Leibert

Nachrichten bekommen.

Deswegen nehmen wir

fast schon eine Elfmeter damit.

Ja, das war Wahnsinn.

Das war Wahnsinn.

Von Leuten, die tippen,

die Geld verloren haben wegen uns.

Das muss man sich mal vorstellen.

Also keiner zwingt dich dazu,

dein Gehalt

für Tippscheine auszugeben

und du beleidigst mich auch noch

für ein 1-1 gegen Bayern zu Hause.

Also das ist unglaublich.

Und dann sage ich,

gut, komm,

in dieser Welt will ich nicht leben.

Gutes Stichwort,

glaube.

Hast du immer betont,

glaube ist dir sehr wichtig.

Du bist aber aus der katholischen Kirche

ausgedreht ja vor vielen Jahren,

bist in einer freien Gemeinde.

Gab ein Zitat von dir,

glaube und Religion

sind unterschiedliche Dinge,

das verstehen viele nicht.

Kannst du es uns erklären?

Ich kann es euch erklären.

Also Religion,

wenn man einer Religion folgt,

dann folgt man auch Traditionen.

Dinge, die in die Kirche,

in den Glauben mit reingebracht wurden.

Nehmen wir jetzt mal

die katholische Religion.

Da gibt es zum Beispiel,

die Bibel ist nicht die gleiche

wie für mich jetzt,

sage ich mal.

Da sind Bücher hinzugefügt worden,

die dem Kanon jetzt nicht entsprechen.

Und das ist dann die Frage.

Ist es dann authentisch?

Ist es dann von Gott eingegeben,

diese Bücher,

die hinzugefügt worden sind?

Das ist das Erste.

es kommen Traditionen eben von,

Menschen dazu.

Und dann,

wenn ich jetzt ein Beispiel nehme,

muss ich aber glaube und glaube.

Das sind zwei grundsätzlich

verschiedene Dinge.

Heißt,

wenn ich daran glaube,

dass ich jedes Mal,

wenn ich mit meinem rechten Fuß

auf den Platz drauf laufe,

dass wir dann gewinnen,

dann glaube ich eher

an meinen rechten Fuß

als an Gott.

Oder an die Tatsache,

dass ich jetzt

dieser Marotte,

sage ich mal,

das damit auslöse.

Und das hat sich für mich,

als ich angefangen habe,

die Bibel zu lesen,

war das für mich im Gegensatz gestanden.

Und ich war sehr abergläubig.

Und das war so für mich

dann die ersten Momente,

wo ich gemerkt habe,

die Bibel sagt mir,

dass Jesus für uns gestorben ist

und auferscheinend ist.

Also warum muss ich an Heilige glauben,

wenn ich doch Jesus habe?

Jesus ist das perfekte Beispiel.

Warum muss ich dann?

Was in der katholischen Kirche

natürlich ein elementarer Bestandteil ist.

Genau.

Und da sind dann Heilige,

weil ich kann jetzt nur,

ohne jetzt der katholischen Religion

etwas wegnehmen zu wollen,

es geht nur einfach darum,

ich nehme jetzt einfach das Buch,

das wir teilen,

und das ist die Bibel.

Und in der Bibel sehe ich nichts davon,

dass ich Heiligen glauben muss.

Es gibt Menschen,

die jetzt heilig angesehen werden,

aber wir haben Jesus als Beispiel bekommen

und nicht irgendwelche Heiligen

und nicht den Leuten,

die an die Heiligen,

also ich will jetzt hier niemanden

vor den Kopf stoßen,

aber am Ende des Tages habe ich gesagt,

es ist ein elementarer Unterschied

zwischen Glaube und Religion.

Und ich glaube an Jesus

und ich glaube an die Bibel

und deswegen habe ich für mich entschieden,

aus der Kirche auszutreten.

Nicht das Geld deswegen,

sondern einfach,

das war eine bewusste Entscheidung,

weil es eben freie Gemeinden gibt,

die so glauben wie ich.

So habe ich es auch gelernt,

so wurde mir die Bibel auch vorgestellt

und der entscheidende Unterschied ist einfach,

ich kann erzählen,

so viel ich will,

ich habe es gespürt.

Ich habe einfach einen Unterschied

als Mensch gemerkt,

als ich diese bewusste Entscheidung getroffen habe,

beziehungsweise als ich angefangen habe,

die Bibel zu lesen

und das war für mich der Hauptgrund,

zu sagen,

ich glaube das,

was du machst,

es hat mein Leben verändert,

von Grund auf,

ich wäre ein anderer Mensch,

wäre es nicht so garantiert,

100 Prozent

und deswegen sage ich,

es ist ein sehr,

sehr großer,

grundlegender Unterschied

zwischen Glauben und Religion.

Es gibt da gefühlt gerade

sehr viele junge Fußballer,

wo man auch das fühlt hat,

die suchen so ein bisschen Orientierung

und auch im Glauben,

ich sage jetzt bewusst

nicht in der Religion,

sondern im Glauben,

Tim Brexler zum Beispiel,

auch ein Spieler,

der auch sehr offensiv damit umgeht,

manchmal wird es aber auch kritisch gesehen,

weil es dann manchmal

in so eine Richtung abkippt,

die sehr,

ich nenne es mal,

sehr dogmatisch ist,

sehr konservativ ist,

dann natürlich zum Beispiel

Akzeptanz von Homosexualität

in Frage stellt,

wie siehst du die Entwicklung?

Verstehst du Menschen,

die dann sagen,

Glaube ist Privatsache,

natürlich,

aber gewissen Sachen

muss man sich dann halt auch,

gerade mit öffentlichen Äußerungen,

vielleicht ein bisschen überlegen,

was man liked,

was man macht?

also jetzt muss man sich die Frage stellen,

wenn ich jetzt sage,

als gläubiger Mensch

sagen die Leute gerne,

wenn ich sage,

ich bin gläubiger Christ,

automatisch wird es jetzt Leute geben,

die mich im Spektrum

ganz weit rechts sehen,

und sagen,

der sagt,

Homosexualität ist falsch

und das und dies und das,

jetzt gehen wir wieder

auf den Punkt Jesus zurück,

was hat Jesus gepredigt?

Und die Sache ist,

wenn er sagt,

Homosexualität ist falsch,

und ich inkludiere dann nicht mehr

die Menschen,

ich bin jetzt exklusiv,

wer kann sich das Recht ausnehmen,

mich als Menschen zu beurteilen

und zu sagen,

ich schließe den Homosexuellen aus,

wie gehe ich mit dem Homosexuellen um?

Und wenn du mich nicht kennst

und diesen Kamm über mich herst,

dann liegst du einfach falsch,

weil den Homosexuellen

behandle ich ganz genauso,

wie ich jeden anderen Menschen

auch behandeln würde.

Darum geht es ja letztlich.

Genau,

so wie ich behandelt werden möchte,

so behandle ich andere Menschen.

und ich begegne jedem

mit Nächstenliebe,

ob er schwarz,

weiß,

grün,

ob er Homosexuell ist

oder was auch immer

sein Pronouns sind,

was er haben will.

Ich nenne dich,

wie du willst,

das ist kein Problem.

Bin ich einer Meinung mit dir?

Aber ich behandle dich trotzdem so,

wie ich alle anderen behandle.

Ich werde dich trotzdem nicht

schlechter behandeln

oder besser behandeln,

sondern,

und es gibt auch eine Geschichte

in der Bibel,

wo es sagt,

seid nicht so,

dass ihr dem Reichen

den Platz anbietet

und dem Armen

auf den Boden setzt,

der dreckig ist

und stinkt,

sondern den behandeln wir

genauso wie den Reichen.

Wir behandeln alle gleich

und Gott behandelt alle gleich

und das habe ich gelernt

und das steht in der Bibel.

ich behandle den Homosexuellen

wie jeden anderen Menschen auch.

Ich behandle ihn wie meine Familie

und ich werde ihm immer

mit Nächstenliebe begegnen

und hätte ich einen Homosexuellen

in der Mannschaft gehabt,

hätte ich ihn genauso behandelt,

wie alle anderen auch.

weil ich bin

ein Mensch,

der sagt,

das ist auch eine Form von Rassismus

und das hat kein Mensch verdient

und das lernen wir auch nicht.

nicht in der Bibel.

bin ich jetzt einer Meinung mit dir,

das was du praktizierst?

aber muss ich mit dir

einer Meinung sein?

wenn der sich jetzt beleidigt fühlt dafür,

dass ich das nicht für gut heiße,

was er tut,

das ist genauso,

wenn ich einem Rassisten sage,

das was du machst ist falsch,

ist genau dieselbe Geschichte

und der Rassist sagt zu mir,

lass mich in Ruhe,

die Welt war besser,

als sie noch so war früher

und das ist für mich das gleiche Prinzip,

deswegen,

als Christ,

als gläubiger Christ,

behandelst du den Menschen,

egal was er ist,

egal für was er sich hält

und was er sein möchte,

genauso wie alle anderen auch.

Müssen wir einer Meinung sein?

Ohne jetzt zu sehr

in religionsphilosophische Gefilde

abzudriften,

du berufst dich dann trotzdem

auf die Bibel

als Grundsatz deines Lebens,

auch als Orientierungshilfe.

Aber ist das nicht auch oft

Auslegungssache,

wie man die Bibel interpretiert?

Deswegen muss man die Bibel auch studieren.

Also die Bibel,

man muss die Bibel immer im Kontext,

man kann sich mit Sicherheit

Verse rausholen,

die mir jetzt dann gesagt werden

und sagen,

aber da steht so und so und so

und da muss man sich den Kontext anschauen.

Deswegen ist es wichtig für einen Christen,

dass er sein Wort kennt.

und ich kenne es mit Sicherheit nicht perfekt

und deswegen muss man das auch

jeden Tag pflegen

und das ist auch ein wichtiger Bestandteil,

das ist auch immer der Anfang meines Tages,

weil am Ende des Tages geht es nicht darum,

mich vor irgendwelchen Leuten zu verteidigen,

sondern einfach nur darzustellen,

woran ich glaube

und warum ich daran glaube

und was es für einen positiven Einfluss haben kann.

Und ich glaube,

jeder Mensch, der mich kennt,

kann es so beurteilen und sagen,

ich habe in der Kabine,

wenn ich jetzt Fußball dann wieder zurückhole,

sage ich mal,

jeden gleich behandelt

und das war auch immer mein Mantra,

sage ich mal,

dass ich mit jedem gleich umgehe,

egal wer ist, egal wie er heißt.

Für dich ein Unterschied,

zwischen Akzeptanz und Toleranz.

Ja, wobei aber dann die Toleranz ist,

ich handele ja dann nicht intolerant,

wenn ich es nicht toleriere.

Also ja,

akzeptieren tue ich alle,

aber tolerieren,

wenn der Homosexuelle mich fragen würde,

findest du es falsch, was ich mache?

Dann würde ich ihm meine Meinung sagen,

aber wenn er mich nicht fragt,

dann werde ich einen Teufel tun

und zu ihm hingehen und sagen,

hey, das, was du machst, ist falsch

und ihn urteilen,

weil wer bin ich,

dass ich ihn beurteile?

Das hat er auch gesagt,

Jesus hat auch gesagt,

schmeiß den ersten Stein,

wer ohne Schuld ist.

Ich bin sicher nicht ohne Schuld,

also garantiert.

Ich, Henry Correntini,

bin mit Sicherheit nicht ohne Schuld.

Also sollte ich der Letzte sein,

der irgendjemanden beurteilt?

Hast du da einen gewissen

missionarischen Eifer auch

oder ist das übertrieben?

Weil du sagst ja selber,

du hättest jetzt die sozialen Medien

auch gerne durchaus genutzt,

um dein Glauben zu propagieren,

Menschen zu überzeugen vielleicht.

Also ich rede gerne drüber

und ich habe kein Problem damit,

darüber zu reden.

Heutzutage ist halt Social Media

eine sehr, sehr einfache und große Plattform,

das darzustellen.

Andererseits denke ich mir aber,

ich kann das auch anders nutzen

und eher bei mir im privaten Umfeld

oder die Art und Weise,

wie ich zu den Jungs bin,

ohne ihnen.

Wenn sie mich danach fragen,

erzähle ich ihnen gerne darüber.

Aber ich werde sie sicher nicht aufzwingen

und aufdrücken.

Das mache ich nicht,

aber ich rede gerne drüber,

wenn ich angefragt werde für Interviews,

das mache ich sehr, sehr gerne.

Aber grundsätzlich drücke ich es jetzt

keinem auf die Nase.

Noch ein anderes Thema.

Du bist Deutsch-Italiener.

Wir haben kürzlich den Sportvorstand

hier zu Besuch gehabt

und im Vorgespräch so ein bisschen mitbekommen,

er mag es eigentlich gar nicht,

diese griechischen Wurzeln so zu betonen.

Er sagt, er ist eigentlich ein Frankfurter Bub,

er ist in Frankfurt geboren.

Musst er sich dann auch oft schon

mit diesen Klischees ein bisschen rumärgern,

als er beim DFB angefangen hat,

immer dieser Migrationshintergrund,

der aber eigentlich gar nichts der Sache tut,

weil er hier geboren ist.

Du betonst deine italienischen Wurzeln.

Also du bist schon auch in gewisser Weise

stolz auf deine...

Auch bist du ein Nürnberger Bub.

Bist du ein Nürnberger geboren, aber...

Wieso nicht beides verbinden?

Also ich bin stolz Italiener zu sein,

ich bin aber auch sehr, sehr stolz

in Nürnberger zu sein.

Wenn man mich fragt,

wonach ich mich fühle,

ist, ich fühle mich als Italiener,

aber das ist rein jetzt,

sag ich mal, auf den Sport bezogen,

weil ich bin auch sehr, sehr stolz,

einfach hier geboren und aufgewachsen zu sein.

Ich bin sehr, sehr dankbar für das,

was das Land Deutschland uns ermöglicht hat.

Wäre Deutschland nicht,

wäre unsere Familie jetzt nicht...

Hätten wir nicht alles machen können,

was wir getan haben.

und meine Eltern haben sich integriert

und Deutschland hat ihnen diese Chance geboten.

Die hätten wir in Italien nicht gehabt.

Ganz einfach.

Fragt man mich jetzt nach meinem Herzen,

wenn ich jetzt Nationalmannschaften schaue,

so fühle ich mich einfach.

Ich will Deutschland nichts wegnehmen,

aber ich fühle mich einfach Italien mehr hingezogen,

was das anbetrifft.

Aber grundsätzlich verbinde ich gerne beide Welten

und bin stolzer Franke, stolzer Nürnberger,

auch am deutschen Pass, auch mit Stolz

und genauso anderswo mit Italien.

Aber in der Klubkabine sollen auch schon mal

Juve-Hymnen gesungen worden sein in der Vergangenheit.

Ja, ja.

Ja, ja.

Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen.

Das sind Leibold und Behrens gewesen.

Ja, ja.

Ich habe es als Einstand gesungen,

aber das Lied kam tatsächlich,

dass es dann berühmt wurde,

war durch Hanno und durch Leibe.

Aber deine große Liebe, Juve, neben dem Klub?

Ja, definitiv.

100 Prozent.

Also ja, das ebbt auch nicht nach.

Ich habe gehofft,

dass mit dem Alter,

dass ich da nicht mehr ganz so mitfieber.

Aber es wird nicht weniger.

Das Herz klopft immer noch,

wenn Juve spielt oder Italien oder der Klub.

Mit Adriano Grimaldi ist jetzt sozusagen ein Landsmann beim Klub,

der witzigerweise auch aus einer Gastronomenfamilie stammt.

Also die Eltern haben mehrere Restaurants,

sogar in Göttingen.

Ich hatte,

wir gekommen jetzt mit eben kurz das Gespräch mal

und habe gesagt,

warst du schon Pizza essen bei Valentini?

Ich habe gesagt,

wusste noch gar nicht,

aber er würde auf jeden Fall vorbeischauen.

War er schon da?

Soweit ich weiß,

war er noch nicht da beim Papa.

Hattet ihr euch schon mal ausgetauscht irgendwie?

wir haben jetzt mal,

wir haben vor ein paar Wochen,

sind wir zum Auslärtsspiel gefahren,

habe ich ihn getroffen draußen,

als er vom Training kam

und dann haben wir nur mal ausgetauscht

und ja,

wird dann bald kommen, denke ich.

für dich auch so eine zweite Karriere

als Gastronom denkbar gewesen?

Auf gar keinen Fall.

Ich glaube,

du hast mal gesagt,

Steg kriegst du hin,

Nudeln kriegst du auch hin,

aber ansonsten überlässt du das gerne deiner Frau.

ich bin schon ein passabler Koch,

aber jetzt großartige Dinge von mir zu erwarten,

jetzt nicht,

aber ich koche schon auch,

wenn ich Bock habe,

gerne,

das ist dann immer mit Betonung auf Bock,

aber Gastronomie,

ich glaube,

Luana wird mich bestätigen

und Roberta auch.

danke.

Wir müssen mal über Pizza reden.

Ich weiß,

du bist auch ein Pizza-Hawaii-Hasser.

Ich glaube,

dein Vater,

die Luana mal erzählt,

hätte schon mal fast einen Gast

des Lokals verwiesen,

der eine Pizza-Hawaii bestellen wollte,

die ja damals nicht auf der Speisekarte stand.

Ich frage mich,

warum?

ihr macht auf Pizzas Artischocken,

ihr macht Sardellen,

also wie unschuldig kann ja Ananas sein.

Das ist eine Frucht?

was ist eine Artischocke?

Ich weiß gar nicht.

Ich bezweifle,

dass es essbar ist,

aber ist es Gemüse?

Aber was ist denn so schlimm

an einer Ananas?

Das ist,

weil du...

Ich weiß,

es ist eigentlich eine nordamerikanische

Erfindung,

Pizza-Hawaii.

weil du etwas,

was Süßes,

Fruchtiges

auf etwas Deftiges legst.

das ist für mich ein Gegensatz.

Das geht nicht.

es ist für mich,

das kann nicht sein.

der Geschmack ist es...

Das kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Pizza-Hawaii ist eigentlich eine Beleidigung.

Aber wie Italiener,

muss ich auch sagen,

sind auch sehr extrem,

was so gewisse Etiketten angeht.

Erzähl.

Na ja,

ein Cappuccino nach zwölf...

Geht nicht.

Geht nicht.

Das geht nicht.

Das ist ein...

aber da geht es eher darum,

du isst zu Mittag,

du isst einen Teller Gnocchi,

meinetwegen,

Bolognese,

und dann hast du,

keine Ahnung,

ein Glas Weißwein dazu getrunken

und dann haust du dir dahinter

ein Cappuccino mit Milch,

warmer Milch.

ich verstehe nicht,

wie der Magen das aushält.

Das geht halt nicht in meinen Kopf.

das verstehe ich halt nicht.

Da geht es eher um,

warum tut man sich sowas an?

Oder ein Latte Macchiato,

nachdem man Fisch gegessen hat.

Das ist Wahnsinn in meinen Augen.

Das geht nicht.

Das war in den Genen dann so...

man lernt es halt natürlich,

wenn du in der Gastro aufwächst,

lernst du das auch.

wie gesagt,

da kriegt man auch schon einiges dann

von den Eltern aufgedrückt,

sag ich mal,

was geht und was nicht geht.

Wir haben dann,

meine Schwestern essen Sushi,

mir schmeckt es jetzt nicht.

Ich esse kein Sushi,

aber nicht aus ideologischen Gründen,

sondern einfach nur,

es schmeckt mir nicht.

wie gesagt,

meine Jungs essen Sushi,

ich verbiete denen jetzt ihnen auch nichts.

Aber bei Pizza Hawaii

ist dann die Grenze erreicht.

Da bietest du Tiefkühlpizza?

wenn wir schnell was brauchen

und es daheim,

dann machen wir das so.

da wir auch der Kulinarik-Podcast hier sind,

wenn die italienische Küche betrifft,

was ist so deine absolute Lieblingsspeise?

es ist alles so.

Also man kommt ja immer in die Klischees,

Pizza,

Nudeln,

aber italienische Küche hat ja durchaus noch mehr zu bieten.

aber so Bucatini a la matriciana,

das ist so.

Von Mama gemacht?

was Mama macht.

Aber Bucatini a la matriciana sind so,

mein Go-To,

das schmeckt schon richtig geil.

Wenn wir schon bei Italien sind als Thema,

ich hätte,

wir sind ja auch ein großer Fan von Rankings.

Ranking,

ich sage dir,

zehn Begriffe

und du rankst die,

ohne natürlich zu wissen,

was am Schluss noch übrig bleibt.

Und Golotzi hat ja gemeint,

ich soll das mit Trainern mit dir machen,

aber das wollte ich dir ersparen.

danke.

Deswegen,

ich bin ja sehr musikinteressiert,

machen wir ein italienische Musikkünstler-Ranking.

Also du sagst,

ich sage es dir,

und du von eins bis zehn rankst du dann.

Wir fangen mal an mit,

ich schreibe es auch auf,

dann weißt du am Schluss,

was du noch übrig hast.

Albano und Romina Power.

für mich

Zu schlagerhaft?

ist nicht meine Zeit.

Zu Asker?

ist nicht meine Zeit.

Albano so,

Felicita?

schon,

das ist ein Lied,

aber das war so.

Zucchero?

Zucchero ist gut.

Zucchero,

ich weiß nicht,

was kommt noch,

Du entlarst natürlich wieder gleich mal eine falsche Aussprache.

Zucchero,

Baltimora,

kennst du nicht?

Kenn ich gar nicht,

Tarzan Boy,

Tophit,

Italo Disco,

damals mit,

Gazebo,

Dan Harrow,

Fancy,

Sabrina.

Wenn ich es höre vielleicht,

aber der Name sagt mir nichts.

Ich singe es nicht.

Einige Italiener werden mich jetzt.

Unsere Hörerinnen und Hörer nicht antun,

auf zehn?

Alice.

Sechs.

Kirlian Camera.

Hab ich mir jetzt fast gedacht,

das wäre jetzt meine Nummer eins,

italienische Darkwave Band,

sehr gut,

aber nicht ganz deine Musik.

Ich hab noch nicht einmal gehört,

jetzt habe ich,

neun und zehn habe ich weg,

Was habe ich?

Acht, ja,

Muss kommen,

Eros Ramazzotti.

wir waren nie die größten Eros-Fans,

wir haben viel Eros gehört.

Aber man kommt nicht an ihm vorbei,

man kommt nicht an ihm vorbei,

er hat schon richtig gute Lieder.

Tim Leibold hätte ihn jetzt auf die Eins,

100 Prozent,

der hat immer Eros gehört in der Kabine.

aber gewisse Ähnlichkeit,

Leibe und Eros Ramazzotti.

Vom Typ her.

Ich weiß ja nicht,

was kommt noch.

Ich mach vier,

ich mach vier.

Maneskin.

die sind schon gut.

Maneskin ist gut.

Grand Prix,

Gewinner,

weiß nicht wie viele Jahren.

Adriano,

Celentano.

ich hab die,

was hab ich,

sieben?

Sieben hast du noch nicht.

Denn die sieben ist noch frei.

Also du hast jetzt,

sechs,

Also hab ich eins

und fünf und sieben.

da ist er,

da ist er falsch auf der fünf.

fünf,

wer weiß,

was noch kommt.

Roberta Valentini.

auf die Eins,

siehst du,

da ist immer drauf.

Ich wusste doch,

dass da was kommt.

dann bleibt für Gianna Nini

die sieben.

weil die hätte ich dann am Ende des Tages,

wenn ich die anderen gekannt hätte,

hätte ich die auf die zehn gemacht.

Die hat sich mal eine italienische Flagge

durch den Schritt gezogen.

das darf man nicht.

Weiß ich nicht,

muss es sein.

Du kannst ja auch dein Landmeiering hassen,

aber muss es sein.

ist okay.

Aber eine schöne Fußballhymne.

stimmt.

Geschrieben.

ich bin zufrieden.

kannst du damit leben,

mit dem Ranking.

Kennst du Baldi Mora nicht?

Bin entsetzt.

muss ich mir nochmal anhören.

wahrscheinlich eher nicht.

überlege ich gerade.

Ach ja,

eine Frage,

die ist jetzt vorhin ein bisschen untergegangen,

die würde ich gerne noch stellen.

Du warst ja auch Kapitän

und hast aber nicht gespielt.

Es gibt momentan auch einen Fall

beim Klub,

der ist Kapitän,

spielt aber nicht mehr so viel.

Schwierig?

Ist es suboptimal

oder kann man auch als Kapitän

auf der Bank

noch genügend Einfluss nehmen?

Das ist eine Charakterfrage,

glaube ich.

Das ist dann inwieweit,

ist man bereit,

sich da noch einzubringen,

noch dasselbe Feuer zu bringen,

wenn man spielt.

Aber ich glaube halt einfach,

dass ein Kapitän

sich immer auf dem Platz sieht.

War auch bei mir so.

War auch bei Christian Fjell so,

als er die Entscheidung getroffen hat.

War auch unser Gespräch

tatsächlich damals,

wo ich ihm gesagt habe,

aber dir ist schon klar,

wenn ich nicht spiele,

solange ich deine Unterstützung spiele,

ist alles gut.

aber wenn ich nicht spiele,

dann kriegst du auch Feuer.

Also das wussten wir schon beide.

Aber ja,

grundsätzlich,

das ist dann immer

eine Charakterfrage

und man darf dann auch nicht,

es wäre unfassbar cool,

wenn er sich einbringt

und Vollgas

und macht und tut

und dann immer noch

dieselben Aufgaben erfüllt,

wie wenn er auf dem Platz stehen würde.

Man darf es aber nicht erwarten.

Ich glaube,

Robin macht es.

Warst du überrascht,

wie schnell er doch

seine Position verloren hat?

Also ich meine,

man macht sich als Trainer

Gedanken von der Saison,

wen will ich als Kapitän?

Und dann ist er normalerweise

doch ein Spieler,

von dem ich davon ausgehe,

der wird auch spielen.

Und dass dann doch noch

gleich drei Spieltagen

das System gekippt wird

und dann sagt man,

in dem System kann der das aber nicht

und dann

enteiern ist so ein pates Wort,

degradiere ich meinen Kapitän?

Hat es dich überrascht?

Das ist schon ein ungewöhnlicher Vorgang.

Das finde ich schon.

Also muss ja ehrlich sein.

Also das habe ich jetzt

auch nicht so erwartet,

weil es auch nicht so,

dass die Spatzen

das von den Dächern gepfiffen hätten,

auch wenn ich noch nah dran bin,

aber hätte ich jetzt auch nicht gedacht.

habe ich schon überrascht.

Jetzt hat man Länderspielpause,

bis jetzt sei es im Durchschnaufen.

Der Sieg in Düsseldorf

hat natürlich jetzt erstmal

die Wogen wieder geglättet.

Ganz aktuell müssen wir noch

auf den Klub zu sprechen kommen.

Wie siehst du die Entwicklung?

Man hat ja schon nach Bochum

so die Hoffnung,

das könnte die Trendwende sein,

wurde dann

ziemlich arg enttäuscht

durch die sehr bescheidene Leistung

gegen Herder,

das 0-3.

Jetzt hat man wieder die Hoffnung,

werde gegen Kiel schauen,

ob es diesmal sich bewahrheitet,

ob es ein Strohfeuer war.

Was hast du für ein Gefühl?

Wie siehst du die Entwicklung?

Du hast vorhin gesagt,

man braucht Geduld.

man braucht aber auch Ergebnisse.

Das ist immer diese Gratwanderung.

Absolut.

Welche Prognosen

gibst du deinen Nachfolgern?

Ich sehe eine spielerisch

richtig gute Mannschaft.

Ich habe mal

gegen Düsseldorf

und gegen Bochum auch gesehen.

Ich glaube,

nach dem Feuer

am Anfang von Bochum,

die ersten 10, 15 Minuten

haben die schon gut gemacht,

den Pressing.

Aber sie waren gut

darauf vorbereitet

und haben es dann

schon gut gelöst.

Ich glaube einfach,

dass ein bisschen

Pesch und Unvermögen dabei war,

weil der Saisonstart

schon extrem bitter

abgelaufen ist.

Das ist dann die Situation,

in der du mit so einer Mannschaft

dann natürlich nicht kommen darfst.

Die Mannschaft ist jetzt

nicht darauf ausgelegt,

Abstiegskampf

in der zweiten Liga zu spielen.

Sie ist definitiv besser

als Abstiegskampf

in der zweiten Liga.

Ob es jetzt für ganz oben reicht,

das steht wieder

auf einem anderen Blatt.

Ich glaube,

da denkt man mir dann auch

nicht mehr drin.

darauf will ich auch

gar nicht hinaus.

Das ist eine

fußballisch gute Mannschaft,

nur in der zweiten Liga

ist das halt nicht immer gefragt.

Du brauchst dann schon

noch ein paar Sachen,

die dann die letzte Standard

halt verteidigen

und solche Dinge.

Und dann hast du,

sag ich mal,

jetzt mit Grimaldi einen,

in den letzten Jahren

hätten wir keinen gehabt,

der uns in der 90. plus

das Ding reinköpft

von dem seitlichen Freistoß.

Und jetzt hast du dann doch

wieder so eine Qualität

mit dazu bekommen.

Also es ist so ein

Mittelding aus beiden Dingen.

Ich glaube halt einfach,

wenn der Saisonstart

nur ein bisschen

positiver verlaufen wäre,

dann wären wir jetzt

auf einem anderen Tabellenplatz,

bin ich fest davon überzeugt.

Aber fußballerisch

sieht das gut aus

und ich glaube,

wenn sie es jetzt

übersetzt bekommen

auf Kiel

und auf die nächsten paar Spiele,

dass man sich dann

so in ruhige Fahrwasser

bringen kann,

mit der Art und Weise.

Beide,

wo du jetzt viel

von dem Saisonstart

gesprochen hast,

man muss jetzt aber

so eine Gesamtbetrachtung

ein bisschen zurückdrehen.

Also auch die Rückrunde

war halt,

da warst du ja noch beteiligt,

war schwierig.

Ihr hattet sehr gute Phasen,

aber so am Schluss,

das Braunschweig-Spiel

hat dann nochmal

so ein bisschen

für einen persönlichen

Abschluss gesorgt,

aber die Rückrunde

waren nicht gut.

Hattest du da eine Erklärung,

warum ihr diese gute Phase

nicht halten konntet,

warum das dann

so ein bisschen

seitdem eigentlich

in so ein Loch gefallen ist?

Ja, wir hatten halt

letztes Jahr

eine unglaubliche

Verletzungspech

und da

da wollte ich jetzt

drauf hinaus,

sondern einfach nur

die Achse war halt

schon sehr, sehr stark.

Du hast halt

Robin Knoche gehabt,

der richtig gut gespielt hat,

dann hast du Kaspar Jander

gehabt,

dann hattest du Jens Kastrop,

dann hattest du Justwan

und ich jetzt mal

Zimas,

sinnbildlich

und du hattest

gutes Fußballspiel

gepaart mit

guter Qualität

und so ein

Kastrop,

so ein Zimas,

so ein Jander

und so weiter,

die kriegst du halt nicht überall

und die waren schon

sehr, sehr gut so

und Emreli,

wenn er Bock hatte,

dann war schon,

ist jetzt übertrieben,

wenn er Bock hatte,

weil der hat schon,

wurde auch nicht immer

so dargestellt,

wie es sein muss.

Es gibt keine Spiele,

die keinen Bock haben.

Ne, so,

wenn er in der Hinsicht,

wenn er halt gar nicht

seine Tage hatte,

so in der Hinsicht,

aber grundsätzlich

war das schon eine gute Truppe,

dass man auch im Derby

halt auch gesehen hat,

zum Beispiel,

da war ja gar keine Chance

für die anderen,

das hast du richtig gemerkt

und das war schon

eine richtig starke Truppe.

Bleibt die so zusammen

und der Steph

ein bisschen das Wehchen gehabt

und so weiter.

Weiß nicht,

wofür es dann am Ende

dann gereicht hätte.

Und dann kommst du dann

so in diesen Strudel,

wir haben auch nicht gut gespielt,

der Rest,

der von der Bank kam,

konntest du auch nicht ausfüllen,

muss man auch klar so sagen.

Und dann waren einfach

hohe Erwartungen

mit nicht so hoher Qualität.

Und dann kommt das zustande

und das hat sich dann halt übertragen

und dann kommt er dazu,

du kriegst dann dann

gegen Elversberg in der 90.

Du kriegst den Darmstadt

in der 90.

und verlierst Dominilatissen.

Das ist das eine Spiel,

wo ich dann von den drei sage,

ja, das darf nicht passieren.

Aber ist halt passiert

und dann kommst du halt

genauso in diesen Strudel rein.

Und sie ist nicht besser,

als wir sie machen,

sie ist aber auch nicht so schlecht,

wie sie dasteht, finde ich.

Und vor allem fußballerisch

ist das schon,

wenn ich jetzt sehe,

dass Hertha sich reinstellt

in der zweiten Halbzeit

mit Cousins,

Winkler

und Kovnatski

und die stehen in der eigenen Hälfte,

manchmal im Stadion

in der zweiten Halbzeit.

wenn wir es jetzt vorne

besser zu Ende spielen würden,

wäre es vielleicht

2-2 gestanden in der zweiten Halbzeit.

Das ist alles so

und hätte wäre der.

Aber was ich gerade mache,

aber am Ende des Tages,

um auf den Punkt zu kommen,

ich finde sie besser,

als sie steht.

Aktuell, ja.

Und Miroslav Klose

ist der richtige Trainer

für den 1. FC Nürnberg

nach wie vor.

Das war wieder so eine Diskussion,

die dann angeblich

nur wir geführt haben,

wobei ich sage,

manche Aussagen

muss man jetzt

gar nicht so groß interpretieren,

um mit Blick auf die Ergebnisse

zu gewissen Schlüssen zu kommen.

Ich weiß ja nicht,

weil erstens habe ich

nicht alle Aussagen gesehen

oder gelesen,

aber jetzt wie jetzt

würde ich nichts verändern.

Also jetzt wie jetzt,

das habe ich auch

vor drei Wochen gesagt.

Auch weil die Mannschaft

so ein bisschen für ihn

gespielt hat

jetzt in Düsseldorf,

wo man das Gefühl hatte,

die...

Das war dann nach außen

das Zeichen von der Truppe.

Wollen das auch.

Wie sie dann mit ihm

dann mit dem Umgang ist,

gerade die Jungen.

Also sowas sollte man

dann nicht trainieren,

finde ich.

Also du siehst dann schon,

dann ist etwas da,

was in vorangegangenen Jahren

halt eben nicht so da war.

Dass selbst wenn man dann

gewonnen hat,

diese Erleichterung da ist,

weil man das jetzt

gemeinsam geschafft hat.

Da gab es auch andere Zeiten

und deswegen glaube ich,

jetzt aktuell sehe ich das nicht.

Wollt ihr noch Training?

17.30.

Ja, noch ein bisschen Zeit

für eine Pizza Hawaii.

Ja, eine Pizza Hawaii

haue ich mir jetzt noch rein.

Vielen Dank,

für das Gespräch,

für den Besuch.

Viel Erfolg weiterhin

und ich denke,

wir werden bestimmt

nicht das letzte Mal

gesprochen haben.

Bestimmt.

Vielen, vielen Dank.

Danke.

Nächsten Montag

melden wir uns dann hier wieder,

dann hoffentlich wieder

mit Golotze

und Fadi an meiner Seite,

dass ihr nicht nur

mich hören müsst.

Für heute,

vielen Dank fürs Zuhören.

Tschüss.

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